Die Hochzeit ist geplant, die Gäste sind da, der Bräutigam ist bereit für das Ja-Wort – nur die Braut sieht ein wenig – nun ja – schnippisch aus.
Ja, hier soll tatsächlich ein Krokodil vermählt werden – standesgemäß in einen Traum in Weiß gehüllt. Ihr Zukünftiger? Victor Hugo Sosa, der Bürgermeister der mexikanischen Kleinstadt San Pedro Huamelula. Auch wenn das ganze ein wenig verrückt klingt, steckt hinter der Hochzeit ein Jahrhunderte altes Ritual.
„Für uns ist das Krokodil wichtig, denn es ist die Königin, die Prinzessin, die kommt, um uns Wasser, eine gute Ernte und Regen zu bringen, damit Gott, der allmächtige Vater, uns Nahrung, Fisch, Mais und die Ernte schickt.“
Das Krokodil soll eine Gottheit sein, dass die Mutter Erde repräsentiert. Die Heirat mit dem Bürgermeister symbolisiert somit die Verbindung der Menschen mit dem Göttlichen. Übrigens: Für den Bürgermeister ist es nicht die erste Kroko-Ehe – bereits im vergangenen Jahr gab er einer Reptilienbraut das Ja-Wort. Was die jetzt wohl zur neuen Ehe zu dritt sagt?