Darauf sollten Urlauber achten: Buchungsfallen
Es sollte der große Familienurlaub zum Schnäppchenpreis werden. Mit sechs Personen in die Türkei für 4.542 Euro. Doch schon nach zwei Tagen storniert der Reiseveranstalter Tui die Buchung wegen eines falschen Preises. Das eigentliche Schnäppchen soll 11.964 Euro kosten. Susann Liese zu RTL: "Wir haben uns eigentlich auch schon auf die Reise gefreut. Wir haben uns auch gefreut, dass wir einen Schnapper gemacht haben - eigentlich. Und waren dann total deprimiert." Ob die Familie tatsächlich auf den alten Preis bestehen kann, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem: "Wie schnell hat der Veranstalter mich informiert," sagt RTL-Reiseexperte Ralf Benkö. "Dass muss unverzüglich sein, also sobald er das merkt, muss er mich auch darüber in Kenntnis setzten. Dann ist die Frage, war es wirklich ein Tippfehler oder war es ein anderer Fehler, vielleicht ein Kalkulationsfehler. Dann muss er auch haften." Grundsätzlich gilt, erscheint der Preis zu gut um war zu sein, müssen Urlauber damit rechnen, dass es ein Fehler ist und dass der Anbieter das Angebot zurückzieht. Lässt man sich trotzdem auf die Buchung ein, sollte man folgendes beachten: Beschreibungen detailliert durchlesen und Bewertungen checken, außerdem jeden Schritt der Buchung mit einem Screenshot festhalten - ist zwar nervig, aber im Streitfall ein wichtiges Beweismittel um gegen Reiseveranstalter vorgehen zu können. Tui hat sich für Familie Liese für das Kosten-Durcheinander entschuldigt. Und bietet ihnen wegen einer zwischenzeitlich geschickten Mahnung einen 900 Euro Gutschein an. Ein schwacher Trost findet die Familie, die sich auf ihren Schnäppchenurlaub gefreut hat. Noch weiß sie nicht, ob sie das Angebot annimmt oder weiter gegen die Stornierung vorgehen möchte.















