Mehr als 1000 Menschen waren in diesem Einkaufszentrum, als die russischen Raketen einschlugen. Das Gebäude fängt Feuer. Menschen rennen um ihr Leben. Mindestens 16 Menschen werden getötet, 60 verletzt, 40 sind noch immer vermisst. Helfer suchten die ganze Nacht in den Trümmern nach Opfern.
KARTE
Die Bilder aus Kremen-tschuk in der Ostukraine lassen niemanden kalt - auch nicht die Teilnehmer des G7-Gipfels im bayrischen Elmau, sie veröffentlichen am Abend diese Erklärung:
TEXXTAFEL
"Willkürliche Angriffe auf unschuldige Zivilistinnen und Zivilisten sind Kriegsverbrechen. Der russische Präsident Putin und die Verantwortlichen werden dafür Rechenschaft ablegen müssen."
{(Gemeinsame Erklärung der G7-Teilnehmer)}
Zuvor hatte Kanzler Scholz ganz generell klargestellt:
{OT Olaf Scholz, SPD, Bundeskanzler}
"Im Verhältnis zu Russland kann es kein Zurück geben in die Zeit vor dem russischen Überfall auf die Ukraine." cut4
Der ukrainische Präsident Selenskyj, gestern noch beim G7-Gipfel zugeschaltet, forderte in der Nacht eindringlich moderne Luftabwehr-Systeme:
{OT Wolodymyr Selenskyj, Präsident Ukraine}
"Die Leute im Einkaufszentrum in Kremen-tschuk verdienten die gleiche Sicherheit wie Leute in jedem Einkaufszentrum der Welt, ob irgendwo in Philadelphia oder Tel Aviv, oder in einer Einkaufspassage in Dresden." cut9
Weitere schwere Waffen haben die G7 zwar nicht zugesagt, dafür dehnen sie die Wirtschaftssanktionen gegen Russland aus: Unter anderem soll die russische Armee künftig schwerer an Materialien zur Waffenproduktion kommen.
{OT Christof Lang, in Elmau}
"Das macht jetzt keinen riesigen Unterschied, aber es ist ein klares Signal an Wladimir Putin, dass man sich hier nicht auseinander dividieren lässt und es ist auch ein klares Signal an den Mann, der hier zugeschaltet war aus Kiew, den ukrainischen Präsidenten Selenskyj, dass man ihm den Rücken stärkt - und das ist wichtig." cut10
Dazu bekommt die Ukraine weitere finanzielle Hilfen: bis zu 28 Milliarden Euro - allein in diesem Jahr.