Es klingt wie aus einem James-Bond-Drehbuch was Stern-Autor Nicolas Büchse in der Anklageschrift und den Gerichtsdokumenten gegen Unternehmerin Christina Block liest. Sie soll den Auftrag zur Entführung ihrer Kinder erteilt haben, so der Vorwurf.
Christina Block sagt: Das stimmt nicht. Sie habe diese Entführung nicht geplant, im
Gegenteil, es sei eine Überraschung gewesen. Sie sei am Neujahrsmorgen aufgewacht und habe in ihrer Manteltasche ein Prepaid Handy gefunden. Von diesem sei sie angerufen worden und in ein Zimmer gelotst worden. In diesem Zimmer lag dann ein Zettel Sie solle sich auf den Weg in den Süden machen, Richtung Stuttgart. Dort würde sie ihre Kinder wiedersehen. Am 11. Juli startet in Hamburg der Prozess, bei dem auch Blocks Lebensgefährte, der Sportmoderator Gerhard Delling, angeklagt ist - wegen Beihilfe zur schweren Kindesentziehung. Im Falle einer Verurteilung drohen Christina Block bis zu zehn Jahre Gefängnis.