Ein Tauchausflug wird zum Desaster. Gestern Morgen kentert die Sea Story. Eine moderne Tauchjacht mit 44 Menschen an Bord. Das Schiff war in einen Sturm geraten.
Instabilität beim Schiff. Vielleicht waren die Ballasttanks nicht in Ordnung. Oder die Maschine ist ausgefallen, was dann bei solchen Windstärken dann echt zu Problemen führt.
13 Menschen werden nach dem Unglück nach wie vor vermisst. Darunter auch drei Deutsche. Die Unfallstelle befindet sich 80 Kilometer von der Küste entfernt.
Sie suchen mit Helikoptern aus der Luft und mit Booten der ägyptischen Marine nahe der Unglücksstelle auf dem Meer. Es verdichten sich immer mehr Hinweise zum Ablauf des Unglücks. Und zwar berichten Überlebende. Als eine große Welle das Schiff traf und das Schiff dann kenterte. Dann haben sie es zwar noch rechtzeitig aus dem Schiff herausgeschafft, aber sie äußern gleichzeitig die Vermutung, dass noch in den Kabinen Menschen gewesen sein könnten.
Die Betreiberfirma der Sea Story gerät nun unter Druck. Schon im Februar sank ein Schiff des Unternehmens Sea Legend. Eine deutsche Taucherin, Michaela de Carlo, starb dabei. Das Magazin Der Stern konnte mit Überlebenden sprechen.
Was Michaela anbelangt, denke ich, müsste eigentlich mehr von von offizieller Seite getan werden, um das Ganze noch mal aufzuklären und wirklich auch für die Angehörigen mal eine wirkliche Geschichte festzuhalten, wie die Abläufe waren.
Damals versuchten Verantwortliche nach Recherchen des Stern die Aufarbeitung des Falls zu torpedieren. Jetzt soll es offiziellen Stellen zufolge bei der Ermittlung darum gehen, ob der Reiseveranstalter bei schwerer See den Trip überhaupt hätte antreten dürfen. Die Chancen auf Rettung der Vermissten schwinden derweil stündlich.