Johannes Meyer ist ursprünglich Palliativmediziner, sitzt aber bereits seit Sommer diesen Jahres in Untersuchungshaft. Bislang war dem Mediziner vorgeworfen wird, vier Menschen getötet und anschließend Feuer gelegt zu haben. Jetzt kommt aber raus aus Mordlust Soll er mittels eines Gemischs aus Medikamenten mindestens acht Menschen das Leben genommen haben? Und Näheres zu dem schrecklichen Fall kennt mein Kollege Carsten Kulawick, zu dem wir jetzt live nach Berlin schalten. Carsten Das Motiv des Mannes soll Mordlust gewesen sein. Wie ist das einzuschätzen? Und was ist denn sonst noch über Johannes bekannt?
Der Tatverdächtige Johannes Meyer ist 39, er kommt aus Frankfurt, und er soll als Palliativpfleger gearbeitet haben, unter anderem bei einem Hospizdienst und einem Pflegedienst in Berlin. Und dabei soll er Menschen zu Hause besucht haben. Das waren Patienten, die schwer krank waren, die allerdings nicht im Sterben lagen. Das bedeutet Sterbehilfe. Kann es nicht gewesen sein. Bisher waren die Ermittler davon ausgegangen, dass er vier Patientinnen getötet hat in diesem Sommer und anschließend, um die Taten zu vertuschen, Brände gelegt hat. Inzwischen weiß man allerdings mehr und hat sich weitere Patientenakten angesehen, auch zwei Leichen wieder ausgegraben und mit dem erschreckenden Ergebnis, dass es vier weitere Opfer gibt, die mit einem Medikamenten Mix von ihm getötet worden sind. Die Staatsanwaltschaft hat mir auch gesagt, es gibt Anhaltspunkte, dass er an puren Lust am Töten, also wirklich aus Mordlust, diese Taten begangen hat. Das heißt, der Tatvorwurf hieß zunächst Brandstiftung und Totschlag in mehreren Fällen. Der wurde jetzt eben verschärft in Richtung Mord. Und auch hier laufen die Ermittlungen weiterhin der Mordkommission. Das heißt, im schlimmsten Fall könnte es sogar bedeuten, dass es nicht bei acht Opfern bleibt und dass weitere hier hinzukommen könnten.