Fernando da Silva aus Angola leidet an Prostatakrebs. Eine OP könnte sein Leben retten. Aber in der Klinik der Hauptstadt Luanda gibt es nur wenige Spezialisten, die in der Lage sind, diesen Eingriff durchzuführen. Zum Glück kann Dr. Vipul Patel übernehmen - allerdings sitzt der im 14 Flugstunden entfernten Florida.
Dr. Vipul Patel, Global Robotics Institute Florida: "Ich sitze an dieser Konsole. Sie ist an einen Roboter angeschlossen und kann im Prinzip auf der ganzen Welt operieren".
Eine OP über SO eine große Distanz durchzuführen, ist allerdings eine Weltpremiere und könnte in Zukunft ganz neue Möglichkeiten eröffnen.
Auch in Deutschland werden bundesweit inzwischen regelmäßig Operationen mit Hilfe von Robotern durchgeführt. Dabei arbeiten Mensch und Maschine quasi Hand in Hand:
Prof. Dr. Markus Gissing - Facharzt für Urologie: "Das, was man mit den Händen macht, wird direkt übersetzt auf Instrumente. Diese Intrumente sind sehr klein. Man arbeitet mit ner Übersicht von 15/ 16-fach in der Vergrößerung und kann sehr subtil operieren".
In Angola ist die OP am Ende erfolgreich verlaufen. Drei Tage später kann der 67-jährige Patient die Klinik bereits wieder verlassen. Es war das erste Mal, dass eine Operation auf diese Weise auf dem afrikanischen Kontinent durchgeführt wurde. Eine vielversprechende Perspektive, die Leben retten kann - gerade in Ländern, in denen die Medizin noch nicht so weit ist.