Zusammen mit drei Männern wohnte Anas K. in dieser Hamburger WG, bis Spezialeinsatzkräfte ihn jetzt hier festnahmen. Für seine Mitbewohner ein Schock: "Wenn schlafen da und zwei Leute mit Pistolen, ist nicht gut." Auf die Spur des 28 Jahre alten Syrers kamen die Ermittler, weil er im Internet Chemikalien bestellte, die zum Bau von Bomben verwendet werden können:
RTL-Reporterin Dania Maria Hohn berichtet aus Hamburg: "Ein Mitbewohner des Hauptverdächtigen erzählte mir, dass der 28-Jährige andauernd auf Pakete gewartet habe und darum gebeten hat, doch bitte auf die Klingel zu achten, damit er diese nicht verpasst."
Mit einem selbstgebauten Sprengstoffgürtel habe er sich und möglichst viele andere in die Luft jagen wollen. Liddy Oechtering von der Generalstaatsanwaltschaft meint dazu: "Nach derzeitigem Kenntnisstand soll es darum gegangen sein, Ungläubige mit in den Tod zu reißen."
Auch sein jüngerer Bruder wurde festgenommen. Zu einer Terrorvereinigung habe Anas K. nicht gehört.
Auch der Messer-Angreifer von Duisburg soll ein Einzeltäter sein, die Tat könnte islamistisch motiviert gewesen sein. Möglicherweise hat er zehn Tage zuvor bereits einen 35-Jährigen in Duisburg erstochen. Nach Spiegel-Informationen fanden Ermittler am Tatort einen Schuhabdruck, der zu dem Verdächtigen passen könnte. Auch er fiel vorher offenbar nicht auf:
Terrorismus-Experte Peter Neumann erklärt: "Das ist eine Gefahr, die so schnell nicht abnehmen wird. Das wird uns noch einige Zeit beschäftigen."
Eine Gefahr, wie sie offenbar auch von Anas K. ausging. Ihn konnten die Behörden offenbar noch frühzeitig stoppen.