Man funktioniert einfach. Im Moment lebt man nicht, man funktioniert.
Jeden Tag fährt Annika Kärsten Hoenig zu ihrem Mann ist Krankenhaus. Solange sie bei ihm ist, gehe es ihr gut, erzählt sie. Auch wenn sie permanent das Gefühl hat, nicht viel machen zu können.
Das belastet mich auch, man möchte ja irgendwie helfen, aber man kann im Moment nichts anderes tun als da sein und Zuspruch geben – aber da geht’s mir gut, da bin ich beruhigt. Aber sobald ich dann das Krankenhaus verlasse, drehen sich die ganzen Gedanke immer um heinz. Ich versuche mich dann mit den Kindern abzulenken.
Den Kindern versucht sie trotz der schwierigen Situation einen normalen Tagesablauf zu ermöglichen. Hilfe bekommt sie dabei von ihrer besten Freundin.
Wir werden morgens wach und dann versuchen wir gemeinsam mit der Carmen, die mir eine unglaublich große Stütze ist – wenn es die Carmen nicht gäbe, die auf unsere Kinder aufpasst, könnte ich ja gar nicht zu Heinz gehen. Also von daher ist sie mir eine unglaublich große Stütze. Man wacht morgens auf, man frühstückt mit den Kindern, dann fahre ich ins Krankenhaus, dann komme ich nachmittags wieder, wir gehen spazieren und dann fahre ich wieder ins Krankenhaus.
Annika muss – und will - weiterhin stark bleiben – für Heinz, die Kinder und sich selbst.