Mehrere Kinder und Erwachsene gehen hier im Park Schöntal, mitten in Aschaffenburg, spazieren, als heute Mittag um viertel vor 12 plötzlich ein Mann auftaucht und zusticht.
"Nachdem was wir bisher wissen, griff ein 28 jähriger afghanischer Tatverdächtiger unvermittelt und gezielt ein Kind in einer Kindergartengruppe mit diesem Küchenmesser an."
Der 2 jährige marokkanische Junge stirbt. Das zweite Todesopfer, ein 41 Jähriger Passant, soll sich noch schützend vor das Kind geworfen haben - und bezahlt den Mut mit seinem Leben. Die beiden Todesopfer sollen sich nicht gekannt haben.
Der Park gilt als Drogenhotspot, die Polizei ist deshalb dort dauerpräsent und nimmt den zu Fuß flüchtigen mutßmaßlichen Täter 12 Minuten nach dem Angriff fest.
"Der Tatverdächtige ist in der Vergangenheit bereits mindestens drei Mal wegen Gewalttaten aufgefallen, wurde jweils zur psychiatrischen Behandlung eingewiesen und jeweils wieder entlassen."
Gut vier Wochen vor der Wahl hat die tödliche Attacke von Aschaffenburg damit auch eine politische Dimension. Wirtschaftsminister Robert Habeck fodert jetzt schnelle Aufklärung.
"Was ich lese, ist an Brutalität und an Perversität kaum noch zu überbieten. Ich kann von hier aus nur sagen, dass ich in Gedanken bei den Angehörigen bin."
"Jetzt muss natürlich schnell aufgeklärt werden: Was ist das für ein Täter? Gibt es Hintergründe? Gab es Hinweise?"
Die beiden Schwerverletzten, darunter ein zweijähriges syrisches Mädchen, sind außer Lebensgefahr.