Eine Überwachungskamera in dem Bowlingcenter zeichnet den Schützen auf, da hat er das Gewehr schon im Anschlag. Um kurz vor 19 Uhr Ortszeit eröffnet er das Feuer. Es ist "Jugendnacht" im Bowlingcenter, viele Familien mit Kindern und junge Menschen sind da.
"Ein ganz normaler Bowlingabend, und plötzlich kommt er rein und es knallt laut. Ich dachte, es wäre ein Luftballon. Ich habe mich umgedreht und gesehen, dass es kein Ballon war. Er hatte eine Waffe in der Hand", so ein Augenzeugen-Bericht.
Wenig später erschießt der Mann in einem Grillrestaurant mehrere Menschen. Insgesamt sterben an diesem Abend in Lewiston 18 Personen.
"Das ist ein schwarzer Tag für Maine. Und ich weiß, wie schwer es für uns ist, auch nur an Heilung zu denken, wenn unsere Herzen gebrochen sind. Aber ich will, dass jede Person in Maine weiß: Wir werden uns davon erholen", sagt Janet Mills, Gouverneurin von Maine.
Die Polizei sucht nach Robert Card. 40 Jahre alt, Ex-Militärangehöriger, zertifizierter Schießtrainer. Card soll im Sommer in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.
Eine Waffe darf er trotzdem tragen, die Gesetze im Bundesstaat Maine verbieten das nicht.
"Card ist wahrscheinlich bewaffnet und gefährlich. Wenn die Menschen ihn sehen, sollen sie auf keinen Fall auf ihn zugehen", sagt Commissioner Mike Sauschuck / Department of Public Safety.
Auch jetzt noch, Stunden nach den Schießereien, ist der Verdächtige auf der Flucht.
"Ich will alle aufrufen: Bleiben Sie Zuhause. Die Schulen bleiben zu, die Geschäfte bleiben zu. Bleiben Sie mit Ihren Liebsten zuhause und beten Sie für die Opfer der Tragödie", sagt Jason J. Levesque, Bürgermeister von Auburn.
Zu viele Amerikaner hätten bei Schießereien schon Familienmitglieder verloren, schreibt der US-Präsident in einem Statement. Joe Biden will die Waffengesetze in den USA verschärfen - das schulde man den Angehörigen und den Opfern der Schießerei in Maine.