Die Ärzte meinten, sie würde zu viel feiern - dabei hat sie einen Hirntumor.
Die 24-jährige Lucy Younger hat schon vor ihrem Studium bizarre Symptome. Sie schweift oft ab, hat Halluzinationen und merkwürdige Gerüche in der Nase. Doch kein Arzt nimmt ihre Symptome ernst:
„Die Ärzte sagten: 'Sie sind eine Erstsemesterin, Sie müssen es langsam angehen lassen. Es ist eine Mischung aus Angst und zu viel Alkohol'. Es wurde einfach darauf geschoben, dass ich neu an der Uni war.“ Lucy Younger, Quelle: Newsflare
Weil sie auch noch Schmerzen im Unterleib hat, verschreiben die Ärzte ihr schließlich Antidepressiva und Antibiotika.
„Ich habe das Antibiotikum genommen, nur um zu beweisen, dass ich keinen Harnwegsinfekt habe. Natürlich war es keiner. Denn auch weiterhin litt ich Qualen.“
„Ich bekam so starke Migräneanfälle, dass meine gesamte rechte Körperhälfte taub wurde. Ich dachte, entweder bekomme ich eine Psychose oder ich habe einen Tumor - es war definitiv keine Depression oder Angstzustände.“
Doch für einen Hirntumor sei sie zu jung, sagten die Ärzte. Erst ein CT, auf das Lucy drängt, bringt schließlich Klarheit: Sie hat einen gutartigen Hirntumor. Zwei Jahre dauerte es, bis sie endlich eine richtige Diagnose erhält. In einer Operation wird der Tumor entfernt. Besonders stolz ist Lucy, dass sie trotz all der Herausforderungen und Unterbrechungen ihr Englisch-Studium abgeschlossen hat.
Mit ihrer Geschichte will sie andere ermutigen, sich gegen Ärzte zu wehren und dafür zu kämpfen, dass Symptome ernst genommen werden. Lucy hat inzwischen ihren Abschluss gemacht und kann jetzt ein fast normales Leben führen, allerdings muss aber mit Epilepsie und Kurzzeitgedächtnisverlust leben.