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Dieser Plan ging nicht auf!: 7,9 Millionen Euro für unfertigen Bahnhof

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Hier ist Schluss. Nö, hier geht’s auch nicht weiter. Und wer hätte es gedacht: auch hier kein Vorankommen. Werner Tobergte "Hier ist der Weg für mich zuende. Weiter geht es nicht." Vor Werner Tobergte klafft eine 120 Meter lange Lücke im Bahnsteig. Grund ist diese Kleinigkeit, die die Deutsche Bahn bei der Planung eines neuen, barrierefreien Bahnsteiges einfach übersehen hat. Der alte Bahnsteig stützt nämlich das Fundament des Oberleitungsmastes und darf doch nicht umgebaut werden. Werner Tobergte, Rentner "Man kann eigentlich nur sagen, wenn man auch die Planungsarbeit der Deutsche Bahn guckt: Jeder blamiert sich so gut er kann. Ich würde gerne nochmal mit dem Zug nach Münster fahren zum Einkaufen oder nach Osnabrück. Das ist leider bisher nicht möglich." Denn dank des kleinen Missgeschicks ist Bahnsteig 1 an den allermeisten Stellen immer noch nicht hoch genug, um die Einstiegsrampe auszufahren. Die Deutsche Bahn wirft erstmal das Handtuch - und zwar so richtig. Statt Barrierefreiheit, hinterlässt sie den wohl unfertigsten Bahnhof Norddeutschlands: Hasbergen. Ach, hat ja auch nur 7,9 Millionen gekostet. "Ich wohne hier eigentlich schon mein Leben lang. Und der Bahnhof sieht eigentlich immer schon so aus" "Hätte schon längst fertig sein können, wenn man sie da ein bisschen rangehalten hätte" "Dass das hier gar nicht weiter geht. Spannend. Man wundert sich." Ja, man wundert sich. Denn die Deutsche Bahn übersieht nicht nur Oberleitungsmasten, sondern baut seit Monaten keine Fahrstühle in die bereits vorhanden Schächte. Lieferschwierigkeiten. Die Treppe nutzen - auch verboten. Zum Bahnsteig 2 und 4 muss man jetzt also 400 Meter Umweg laufen oder wie Werner Tobergte ganz drauf verzichten. Die Gemeinde Hasbergen erhöht in der Vergangenheit immer wieder den Druck - erfolglos. 01:11:26:21 OT Adrian Schäfer, Gemeinde Hasbergen "Man hat immer das Gefühl, die Deutsche Bahn bei guten Nachrichten, wir haben einige gehabt, man wollte auch eine Lärmschutzwand bauen, die kommt jetzt auch nicht. Das wird dann immer groß in die Öffentlichkeit transportiert. Aber wenn es dann schlechte Nachrichten gibt, wie erneute Verschiebung, wie Projektabsage, das erreicht dann immer nur mich. Und an mir ist es dann, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Und das ist einfach ein sehr schlechter Kommunikationsstil." In puncto Hasbergen versucht die Deutsche Bahn gar nicht erst ihren Baumurks schön zureden. In einem Statement bedauert sie den Umstand und bitten die Reisenden um Verständnis: "Derzeit befinden wir uns in der Neuplanung. Wenn diese Planung abgeschlossen ist und für die Umsetzung des Oberleitungsmastes notwendige Sperrpausen für den Zugverkehr feststehen, können wir eine Terminschiene nennen." Bis es nach Münster oder Osnabrück zum Einkaufen geht, müssen sich Menschen wie Werner Tobergte wohl noch länger gedulden.

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