Sie hat Radim Tyleceks Leben gerettet. Zusammen kehrt Helga Ghobashi mit dem 37-Jährigen an die Unfallstelle zurück.
"Ich bin dankbar , dass du überhaupt angehalten hast und gerettet hast.", sagt Tyleceks.
Am 4. Juni ist Tyleceks morgens unterwegs zur Arbeit nach München.
Plötzlich fällt er in einen Sekundenschlaf, sein silberner Skoda landet im Graben - außer Sichtweite, eingeschlossen von Büschen und Bäumen.
Zwei Tage und zwei Nächte harrt er aus, einige Stunden mehr und er wäre heute vielleicht nicht mehr am Leben, so die Ärzte.
"Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich war immer so in Gedanken, dass mir jemand hilft", sagt Radim Tyleceks.
Sein Auto ist ein Totalschaden, sein Handy ist kaputt.
Mit selbstgeschmierten Pausenbroten aus seinem Rucksack hält er durch, und wartet.
Gleichzeitig fährt Helga Ghobashi Pakete aus:
"Ich bin da runtergefahren. Und die Sonne hat genau auf dem Lack gespiegelt im Gebüsch drin und man denkt, wie verrückt, dass da vielleicht ein Auto drin ist."
Sie findet Radim Tylecek schwer verletzt: Oberschenkel, Rippen, Brustwirelsäule und die Halswirbelsäule sind gebrochen.
Heute kann er sich schon auf Krücken fortbewegen, ab Oktober wahrscheinlich wieder arbeiten. Seinem Schutzengel Helga Gobaschi wird er aber für immer dankbar sein.
"Mach so was nie wieder! Neein"