Welches Drama hat sich hier auf diesem freien Gelände abgespielt? Die nächsten Häuser sind nicht weit weg, der Feldweg ist bei Hundehaltern beliebt. Viele treffen sich hier beim Gassigehen. Und niemand kann sich erklären, wie es ausgerechnet hier zu einem tödlichen Verbrechen kommen soll:
Thomas Bernstein, Anwohner: "Viele Dinge gehen einem durch den Kopf, sage ich mal. Ja, wenn man vor allem die Leute kennt. Es ist immer das Traurige. Man guckt und schaut und sichert auch selbst, sage ich mal zu Hause und versucht schon, die Kinder nicht mehr so weit im Dunkeln draußen zu lassen oder wie auch immer."
Am Dienstag, dem Reformationstag, wird der 49-Jährige am Nachmittag leblos und mit schwersten Kopfverletzungen am Feldrand gefunden. Hier in Sietzsch, östlich von Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt. Mittlerweile steht fest: er wurde getötet. Das hat die Obduktion ergeben.
Luisa Graf, RTL-Reporterin: "Wir haben heute schon einige Anwohner getroffen, die mit ihren Tieren unterwegs waren und die haben uns gesagt: genau von hier haben sie die Scheinwerfer der Einsatzfahrzeuge gesehen. Und auch der Verstorbene soll einen Hund gehabt haben, einen schwarzen Labrador und der soll laut Polizei bei ihm gewesen sein, als er hier schon schwerverletzt auf dem Feldweg lag."
Dass der Hund für den Tod des Mannes verantwortlich ist, konnte ausgeschlossen werden. Wer hat den Mann also am hellichten Tag umgebracht? Die Staatsanwaltschaft schreibt uns heute Vormittag: "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und in alle Richtungen. Zu weiteren Details, insbesondere den nähren Umständen des Todes und der Art der erlittenen Verletzungen können aus ermittlungs-
taktischen Gründen derzeit keine Angaben gemacht werden."
Angeblich soll ein Freund nach dem Mann gesucht haben, nachdem er ihn nicht erreichen konnte. Er soll ihn dann hier tot gefunden und direkt den Notruf alarmiert haben. Aber auch der Rettungshubschrauber kam leider zu spät.