Dieses Video zeigt, wie der Schütze sich von hinten nähert. Dann schießt er seinem Opfer in den Kopf. Der 27-jährige ist sofort tot. Wir zeigen diesen Moment bewusst nicht. Dominik Urbach ist während der Tat in der Bahnhofshalle.
Ich hatte Todesangst. Ich war froh, dass ich nicht in dem Bereich war, wo das passiert ist.
Der 54-jährige Tatverdächtige mit türkischen Wurzeln hatte es wohl gezielt auf sein ebenfalls türkisches Opfer abgesehen.
Nachdem das Opfer sodann zu Boden gegangen ist, soll der Tatverdächtige noch zweimal in den Kopf des Opfers geschossen haben, bevor es sich zunächst vom Tatort entfernen konnte.
Bundespolizisten auf Streife können ihn kurz darauf jedoch festnehmen. Eine Einzeltat. Aber viele Menschen fühlen sich an Bahnhöfen zunehmend unwohl.
Man verdrängt das zwar, aber eigentlich fühlt man sich nicht mehr so richtig sicher.
Ich bin vorsichtiger geworden.
Die Bundespolizei hat im Jahr 2023 mehr als 25.000 Gewaltdelikte an Bahnhöfen registriert. Ein Plus von 11 % zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2019 sind die Taten sogar um 42 % gestiegen. Die Gewerkschaft der Polizei fordert deshalb neben mehr Personal auch Kameras mit Gesichtserkennung.
Die besondere Verhaltensmerkmale erkennen. Und dann auch ein Signal an uns, an die Sicherheitskräfte, an die Bundespolizei übermitteln, sodass wir schon im besten Falle im Vorfeld vor solchen Taten reagieren können.
Wieso der mutmaßliche Schütze in Frankfurt sein Opfer aus dem Hinterhalt getötet haben soll, ist zurzeit noch völlig unklar.