Es ist kaum vorstellbar, welche Schmerzen die junge Millie tagtäglich durchlebt:
Amelia Martin: "Es fühlt sich an, als würde man angezündet und zum Verbrennen zurückgelassen werden, ehe dir jemand Schmirgelpapier über die Wunden reibt."
2017 ändert sich das Leben der damals 17-Jährigen schlagartig. Millie beginnt gerade ihr Abitur, macht den Führerschein und steht mitten im Leben. Doch von jetzt auf gleich hat sie brennende Schmerzen in ihren großen Zehen. Wenig später kann sie sich kaum noch bewegen; verliert schließlich das Gefühl in ihren Beinen und Armen. Die Diagnose: CRPS, das komplexe regionale Schmerzsyndrom.
Natalie Martin: Sie schrie und weinte und ich konnte ihr nicht helfen, weil sie es nicht ertrug, wenn ich sie berührte.
Je nach Schwere ist die Nervenkrankheit mit Medikamenten gut behandelbar. Doch nicht so bei Millie.
Amelia Martin: "In den vergangenen sechs Jahren habe ich jede Möglichkeit ausprobiert, um diese Schmerzen nur etwas zu lindern. Doch nichts hilft. Es gibt keine einzige Tablette in der Welt, die diese Schmerzen lindern kann."
Wegen der Medikamente nimmt Millie über die Jahre 30 Kilo zu, ihre Mutter berichtet von Panikattacken, Depressionen und Suizidgedanken, Schlafstörungen und vielem mehr.
Und sie erzählt, wie unglaublich tapfer Millie ist:
Natalie Martin: Sie hat niemals gefragt "Wieso ich" und nie ihren Glauben aufgegeben. SIe hofft noch immer auf eine Heilung.
Die letzte Hoffnung der beiden ist eine neue Therapie, für die Millie in die USA reißen muss. Dafür sammeln sie gerade Spenden. Denn auch wenn Mutter und Tochter nicht wissen, ob die Therapie anschlagen wird - sie werden nicht aufgeben!