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Parkettboden verlegen Kosten

Gutes Angebot für Parkett verlegenIm deutschsprachigen Raum als Parkettboden bekannte Fußbodenbeläge aus strapazierbarem und langlebigem Hartholz diverser Laubbaumarten verursachen bei der Verlegung zwar in der Regel vergleichsweise hohe Kosten, sind aber auch deutlich länger haltbar und besser zu erneuern als beispielsweise günstigere Laminat- oder Textilböden. Je nach Parkettboden bzw. Parkettart und Verlegemuster kann Parkettboden bei fachgemäßer Arbeit durch Handwerker und regelmäßiger Behandlung und Pflege mit Wachs, Lack oder Öl über Jahrhunderte frei von Rissen und anderen Schäden bleiben.

Die Materialkosten für Parkettboden wie auch die Kosten für anfallende Arbeiten durch einschlägig erfahrene Handwerker variieren nach Parkettart: Relativ günstig sind Fertigparkett und Klick Parkett. Höhere Preise und Kosten fallen meist für dekoratives Tafelparkett als Mosaik mit verschiedenfarbigen Hölzern und aufwendigen Verlegemustern wie „Flechtboden“ und „Fischgrät“ an. Generell liegen die üblichen Preise für das Verlegen von Parkett in Deutschland pro m² zwischen 50 und 140 Euro, für seltene und damit teure Edelhölzer sowie bestimmte Parkettarten können die Kosten jedoch auch bis zu 300 Euro pro m² betragen.

Lokal und regional ist auch bei den Materialkosten für Parkettboden günstiger als global

Alle als Parkettboden klassifizierte Fußbodenbeläge bestehen aus nach Preisen gestaffelten unterschiedlichen Holzarten. Die zu günstigen Laminatbelägen aus mit Harz beschichteten Holzfaserstoffen höheren Materialkosten erklären sich daraus, dass die jeweiligen Hölzer bei Parkettboden stets massiv und mit Ausnahme von Mehrschichtparkett etwa aus verleimten Bambusstreifen nicht als Verbundstoffe verlegt werden. Einheimische sowie europäische Holzsorten für Parkett wie die bei Verlegungen hierzulande häufig genutzte Buche, Eiche und Esche sind meist günstiger als Tropengehölze. Manche europäische Holzsorten wie etwa Apfel- und Birnbaum, Edelkastanie, Kirsch- und Nussbaum (Walnuss) verursachen allerdings durchaus ähnlich hohe bzw. zusätzliche Kosten wie die tropischen Edelhölzer Eukalyptus, Mahagoni sowie Palisander und Teak.

Mit der Parkettart Massivholz fallen bei der Verlegung von Ahorn, Buche, Eiche und Esche reine Materialkosten von ca. 35 Euro pro m² an. Deutlich und bei den meisten Handwerkern in Deutschland mehr als doppelt so teuer ist hingegen Parkettboden aus amerikanischem Nussbaum mit Preisen ab mindestens 80 Euro pro m².

Parkettboden aus massivem Eichenholz kann aber mit dem recht aufwendigen, weil zeitintensiven Verlegemuster Fischgrät auch 50 bis 60 Euro pro m² kosten. Ab ca. 100 bis 150 Euro werden für Parkett aus Teakholz pro m² je nach Verlegemuster fällig. Mit Preisen in Höhe von etwa 180 bis knapp 300 Euro pro m² muss bei Parkett aus Mahagoni pro m² gerechnet werden.

Ein Schwede und ein Österreicher setzten die Maßstäbe für Materialkosten von Holz

Guter Preis für Parkett verlegenEbenfalls Verwendung als relativ teurer Rohstoff für Parkettboden findet Olivenholz, dessen hohe Qualität sich definitiv mit derjenigen der genannten tropischen Harthölzer messen kann. Neben den temporär herrschenden Materialkosten für einzelne Holzarten auf dem Weltmarkt sind diese grundlegenden Kosten für Parkett maßgeblich vom entsprechenden Härtegrad einer bestimmten Holzart abhängig: Gemessen wird die Holzhärte mit der nach dem gleichnamigen schwedischen Ingenieur benannten Maßeinheit „Brinell“ und/oder mit dem sog. „Janka-Härte-Test“, der seinen Namen einem Holztechnologen aus Österreich verdankt.

Als Faustregel für Parkett aller Art gilt hierbei: Je härter, stabiler und langlebiger das Holz, desto höher sind Preise und Kosten. Gemäß Brinell und Janka gehören seltene und deshalb teurere Hölzer wie Ebenholz, Azobé/Bongossi („Eisenholz“), Palisander und Pockholz sowie Olivenholz und Robinie zu den härtesten Rohstoffen für Parkettboden. Gute Mittelwerte und leicht kalkulierbare Materialkosten erreichen etwa Afzelia, Bubinga, Buche, Eiche, Erle, Esche, Hickory, Birn-, Kirsch- und Nussbaum sowie Teak und Ulme. Eher nicht so gut geeignet für sämtliche Parkettarten sind hingegen die recht weichen Hölzer Abachi, Balsa, Birke, Douglasie, Fichte, Kiefer, Lärche, Linde, Pinie sowie Tanne und Zeder. In den letzten Jahren immer beliebter geworden als zuverlässiges und haltbares Holz für diverse Parkettarten wie insbesondere Mehrschichtparkett ist günstiger, sehr schnell wachsender und im Vergleich zu Ahorn und Eiche mitunter sogar härterer Bambus.

Fertigparkett oder Mehrschichtparkett gehört heute zu den günstigsten Parkettarten

Vergleich: Parkett verlegen KostenParkettboden aus Bambus kostet beim Verlegen je nach Parkettart und Verlegemuster zwischen ca. 20 und 40 Euro pro m². Besonders günstig ist Parkett aus Bambus vor allem in der Variante Fertig- bzw. Mehrschichtparkett mit Kosten im unteren Bereich der Preisspanne. Fertig- und Mehrschichtparkett gibt es schon seit Anfang der 1940er-Jahre, es ist meist in zwei bis drei Schichten aufgebaut und kann für eine längere Lebensdauer sowie besseres Raumschallverhalten fest auf einer Unterlagsmatte verklebt oder als Klick Parkett lose mit sog. kraft- oder formschließenden Systemen verlegt werden.

Welche Art des Verlegens für welche Räume am besten geeignet ist, entscheiden Handwerker nach Erfahrung. Als das wichtigste Kriterium für die vergleichsweise günstigen Preise von Fertig-, Mehrschicht- und Klick Parkett ist die zumeist nur zwei bis vier Millimeter dicke Oberflächenschicht aus der jeweiligen Holzart zu nennen. Die untere Trägerschicht dieser Parkettart wird häufig aus ebenso günstigen Nadelhölzern wie Fichte, Kiefer, Lärche und Tanne gefertigt, was jedoch der Belastbarkeit des Parketts keinen Abbruch tut. Klick Parkett, Fertigparkett sowie viele Arten von Mehrschichtparkett sind im Fachhandel fertig geschliffen bzw. behandelt oder in rohem Zustand erhältlich. Fertigparkett verlegen kann je nach Qualität 20 bis 200 Euro pro m² kosten. Spürbar günstiger ist Klick Parkett ab ca. 15 bis 20 Euro pro m² bei loser oder „schwimmender“ sowie 20 bis 40 Euro pro m² bei fester Verlegung.

Moderne Klebstoffe für Parkettboden aus Massivholz dünsten keine Schadstoffe mehr aus

Höhere bzw. vergleichsweise zusätzliche Kosten als die Parkettarten Mehrschicht- und Klick Parkett verursacht das weiter oben schon erwähnte Verlegen von Massivparkett. Als gemeinsames Merkmal der hierzulande diesbezüglich gängigen und üblichen Parkettarten dient die Verwendung und Verlegung von Massivholzstücken. Massivparkett wird meist roh bzw. unbehandelt verlegt und anschließend je nach Holzart einmalig oder auch mehrfach mit einer Schleifmaschine abgeschliffen.

Besonders bedeutsam für die lange Lebensdauer und Haltbarkeit eines roh verlegten Massivholzparketts ist die sorgfältige Erstbehandlung mit Lack, Öl oder Wachs, damit keinerlei Feuchtigkeit eindringen und das Holz somit keine Risse bilden kann.

Seit einiger Zeit sind im Handel auch diverse Parkettarten aus bereits behandeltem Massivholz und als einfach und schnell verlegbares Fertigparkett erhältlich, die Handwerkern natürlich bei der Verlegung viel Arbeit ersparen. Anders als noch bis in die späten 1970er-Jahre kommen heute beim Verlegen bzw. Verkleben von Massivparkett in Deutschland keine bitumenhaltigen und potenziell gesundheitsgefährdenden Klebstoffe oder Asphaltestrich mehr zum Einsatz. Stattdessen sind seit 2006 laut der DIN EN 14293 (Europäische Norm für Parkettklebstoffe) vorrangig elastische Parkettklebstoffe auf Basis von Polyurethan und Polymeren (SMP-Klebstoffe) das bevorzugte Mittel der Wahl bei der Verlegung und Verklebung von Massivparkett. Erfahrene Handwerker werden je nach der vom Kunden gewählten Parkettart und dem Untergrund in der Räumlichkeit entscheiden, ob Reaktionsharzklebstoffe mit ein oder zwei Komponenten oder die isozyanatfreien MS-Polymer-Klebstoffe besser für das zu verlegende Parkett geeignet sind.

Parkettarten aus Massivholz sind nicht ganz günstig, die Preise variieren aber stark

Günstiger Handwerker für Parkett verlegenBei der Ausführung von Massivparkett werden hierzulande die häufigsten Varianten Stab-, Tafel-, Mosaik-, Lam- sowie Hochkantlamellenparkett und Parkettdiele unterschieden. Bei der Verlegung von klassischem Stab- oder Nagelparkett (E DIN EN 13226) der Stäbe genannten Holzstücken betragen die Abmessungen zumeist zwischen 400 bis 500 mm und 60 bis 80 mm sowie 22 mm. Die Parkettstäbe werden über eine umlaufend gefräste Nut mit der Holzleiste („Feder“) gesteckt und stabil verbunden. Diese Form des Parketts wird entweder auf den Unterboden (Holz) genagelt oder auch geklebt, wenn ein besserer Wärmeübergang für die Fußbodenheizung erreicht werden soll.

Bei Mosaikparkett werden die dünneren und kleineren Holzlamellen mit Stärken zwischen 8 bis 10 mm auf Netz geklebt, quadratisch verlegt, geschliffen und lackiert oder geölt bzw. gewachst. Übliche Verlegemuster für Mosaikparkett sind der englische und der Parallelverband. Bei Lam-, Dünnstab- oder Dünnparkett sind Stablänge und Stabbreite ähnlich wie bei Stabparkett, aber die Stärke ist geringer (10 bis 11 mm).

Hochkantlamellen- oder Industrieparkett aus hochkant angeordneten Vollholzlamellen mit den gängigen Maßen 8 mm mal 22 mm kommt meist in Verlegeeinheiten auf Kunststoffnetzen.

Dieses robuste Parkett kann bei starker Beanspruchung oft geschliffen werden und findet deshalb häufig Verwendung in öffentlichen Einrichtungen sowie im gewerblichen Bereich. Weitere typische Parkettarten sind zu einer zwei bis drei Meter langen Parkettdiele verleimte Stäbe, meist 21 mm dicke, 12 cm breite sowie 1,20 m lange Massivholzdielen und das französische oder Tafelparkett aus quadratischen Tafeln, die bei der Verlegung zu geometrischen Mustern wie Rauten und Sternen angeordnet werden. Grundsätzlich liegen die Kosten für sämtliche Arbeiten mit Parkett aus Massivholz zwischen ca. 60 bis je nach Verlegemuster über 100 Euro pro m².

Je mehr Aufwand an Arbeit und Zeit für das Verlegemuster, desto höher die Kosten

Die kompletten Kosten bzw. Preise für das Verlegen von Parkettboden in Deutschland setzten sich über den Daumen gepeilt aus je 40 Prozent für Material und Arbeit für das Verlegen inklusive Versiegelung sowie 20 Prozent zusätzliche Kosten für die Montage von Sockel- und Übergangsleisten zusammen.

Wer die Verlegung, wie von vielen Experten empfohlen ausgebildeten Handwerkern überlässt, sollte also berücksichtigen, dass aufwendige und ausgefallene Verlegemuster die Kosten nach oben treiben können.

Relativ günstig sind mit Preisen zwischen ca. 20 bis 30 Euro pro m² die unter dem Sammelbegriff Parallel-Verband zusammengefassten Muster Schiffsboden, Altdeutscher sowie Wilder und Englischer oder Oxford-Verband. Zeitintensive Verlegemuster wie der Würfel-Verband (Flechtboden) sowie das Fischgrät-, Schachbrett- oder Tafelmuster können hingegen ca. 30 bis 50 Euro pro m² kosten. Hilfreiche, nützliche sowie wissenswerte Informationen zu sämtlichen Parkettarten finden Kunden heutzutage auf Onlineplattformen wie etwa Myhammer und natürlich auch beim TÜV-zertifizierten sowie auf Tausenden von Bewertungen basierenden Vergleich auf ExpertenTesten.

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