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Elektroinstallation Kosten

Günstiger Handwerker für ElektroinstallationDer Neu- oder Umbau einer Elektroinstallation wird mit unterschiedlichen Kosten veranschlagt. Beim Neubau ist meist der Stromanschluss selbst als Kostenpunkt mit zu beachten, was beim Umbau oder einer Erneuerung bestehender Elektroleitungen entfällt. Für einen Hausanschluss an das Stromnetz bei einem Neubau ist im Durchschnitt mit etwa 2.500 Euro Zusatzkosten zu rechnen. Darin sind bereits der Anschluss und das Material enthalten. Für einen Baustromzähler kommen etwa für 6 Monate mit Gebrauch 800 Euro zusammen.

Empfehlenswert ist es, sich zu Beginn eine Checkliste für die Elektroinstallation zu erstellen. Darin sollten von der Planung der Elektrik, über die Vorbereitung der Installation bis zu den abschließenden Arbeiten alles aufgeführt werden. Ganz gleich, ob es sich um eine Elektroinstallation Neubau oder einen Umbau der Elektrik im Einfamilienhaus oder Wohnung handelt, die Materialkosten sind pro Raum und entsprechend der Anzahl der Räume aufzuschlüsseln und zusammenzufassen. Die Kosten der Elektroinstallation verhalten sich entsprechend der jeweiligen Wohnraumgröße.

Planung und Durchführung der Elektroinstallation

Für die Planung der Elektrik sind folgende Punkte einzubeziehen:

  • Lage von Steckdosen, Einbauleuchten, Schaltern und Entnahmestellen
  • die Lage, wo Geräte und Lampen platziert werden sollen
  • den Betrieb auswählen
  • den Umfang der Arbeiten festlegen und entsprechende Ausschreibungen mit geplanten Umfang der Eigenleistungen als Einsparungspotenzial erstellen.

Planung und Durchführung der ElektroinstallationFür die Vorbereitung der Installation sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  • Materialliste erstellen und danach entsprechend einkaufen
  • eine konkrete Planung über den Arbeits- und Zeitablauf anzusetzen, damit die Arbeiten in logischer Folge durchgeführt werden
  • die Leerrohre, Leitungen und Steckdosen zu verlegen oder einzubauen
  • die Kabel durch die Rohre ziehen

Für die abschließenden Arbeiten ist zu beachten:

  • es ist zu kontrollieren, ob alles nach Planung vorhanden ist,
  • durch die Elektriker eines Fachbetriebes sind die elektrischen Anschlüsse zu erstellen,
  • die Lampen sind anzuschließen und die Schalter sind zu überprüfen.

Für das nachfolgende Beispiel einer Kostenrechnung wird als Orientierung eine Wohnungsgröße von etwa 120 qm angenommen. Früher wurden die Leitungen einfachn ohne Leerrohre verputzt. Das erschwert Reparaturen im Bedarfsfall und ist auch sicherheitstechnisch nicht mehr zu empfehlen. Es werden Leerrohre verlegt, in die die Kabel eingezogen werden. Das erleichtert Reparaturen um ein Vielfaches, da keine Wände mehr aufgestemmt werden müssen. Die Kabel werden im Reparaturfall einfach nur neu eingezogen.

Die Art und Weise der Anschlüsse hat sich ebenfalls verändert. Es werden heute wesentlich mehr Steckdosen an den verschiedensten Stellen eines Raumes angebracht.
Früher genügten ein bis 2 Steckdosen und ein Anschluss für eine Deckenlampe in der Mitte. Heute erfordern Computer oder Entertainmentanlagen wesentlich mehr Steckdosen. Die Räume werden heute komfortabel mit Einbauleuchten an den verschiedensten Stellen versehen. Es ist also erforderlich, dass bereits in der Rohbauphase eines Hauses die Planung für Lampen und Steckdosen einfließt. Ebenso müssen Schwachstromleitungen wie Telefonleitungen, Antennen oder LAN-Verbindungen Beachtung finden. Im Beispiel werden für eine Raumgröße von 120 qm 5 Lampenanschlüsse und 50 Steckdosen eingeplant. Die Zusammenstellung der Kosten ergibt die Darstellung in der folgenden Tabelle.

Postennur Licht und Steckdosenmit Thermostaten, Rolladensteuerung, programmierbaren Schaltern
Dosen, Leitungen, Schalter4.000 – 5.000 Euro4.000 – 5.000 Euro
4 Raumthermostate200 – 240 Euro
6 Rollläden720 – 780 Euro
5 Komfortschalter250 – 300 Euro
Material Summe gesamt4.000 – 5.000 Euro5.170 – 6.320 Euro
Grundausrüstung Montage5.000 – 6.000 Euro5.000 – 6.000 Euro
Komfort Zusatzaufwand1.500 – 1.800 Euro
Handwerkerkosten gesamt5.000 – 6.000 Euro6.500 – 7.800 Euro
Gesamtkosten9.000 – 11.000 Euro11.670 – 13.120 Euro

Die Kosten für die Lampen sind hier nicht veranschlagt, da sie in der Regel zur Einrichtung gehören und vom Eigentümer oder Wohnungsinhaber individuell anzubringen sind. Der Einbau einer Steckdose wird durchschnittlich mit 20 bis 25 Euro veranschlagt.

Elektrische Rollläden werden pro Schalter mit etwa 120 bis 130 Euro angesetzt. Programmierbare  Module beispielsweise für Raumthermostate kosten etwa zwischen 50 und 60 Euro.
Elektrikerkosten für 50 Steckdosen sind durchschnittlich mit 7.000 – 8.000 Euro zu berechnen. Der Elektriker benötigt für die Montage mindestens 200 Arbeitsstunden. Es ist angebracht, beim Materialeinkauf unbedingt auf Qualität mit Garantieleistung zu achten. Es sollten keine Billigartikel verwendet werden. Zu empfehlen sind auch Steckdosenleisten, die preislich nicht viel teurer als Einzelmodelle sind.
Damit kann die Zahl der Steckplätze kostengünstig erhöht werden.

Mindest/Standardausstattung an Elektroanschlüssen nach Vorschrift

Standardausstattung an Elektroanschlüssen nach VorschriftEs gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Elektroanschlüssen in Wohngebäuden. Laut der Norm DIN 18015-2 gibt es aber eine sogenannte Mindestausstattung. Die Richtlinie RAL-RG 678 beschreibt als Empfehlung die Standardausstattung für elektrische Anlagen in Wohngebäuden. Daraus gehen für die einzelnen Räume folgende Empfehlungen hervor:

Küche:

  • 2 Deckenleuchten und/oder Wandleuchten,
  • 3 Schalter,
  • 1 Beleuchtungsanschluss für die Kochnische,
  • 5 Steckdosen,
  • 2 Steckdosen für Kühl-/Gefriergerät,
  • 3 Steckdosen für Radio/TV/Daten,
  • 1 Steckdose für die Spülmaschine,
  • 3 Steckdosen für die Kochnische,
  • 1 Steckdose für ein Warmwassergerät,
  • 1 Telefon-Anschuss,
  • 1 Antennen-Anschluss,
  • 1 Daten-Anschluss,
  • 1 Herdanschluss.

Wohnzimmer:

  • 3 Deckenleuchten und/oder Wandleuchten,
  • 5 Steckdosen,
  • 2 Schalter und/oder Dimmer,
  • 6 Steckdosen für Radio/TV/Daten,
  • 1 Telefon-Anschluss,
  • 1 Antennen-Anschluss,
  • 1 Daten-Anschluss,
  • Hifi-Anschluss/Lautsprecheranschluss.

Bad:

  • 1 Deckenleuchte,
  • 2 Schalter,
  • 1 Wandleuchte,
  • 3 Steckdosen,
  • 6 Steckdosen für Radio/TV/Daten.

Schlafzimmer:

  • 1 Deckenleuchte und/oder Wandleuchte,
  • 4 Steckdosen,
  • 3 Schalter und/oder Dimmer,
  • Steckdosen für Radio/TV/Daten,
  • Telefon-Anschluss,
  • Antennen-Anschluss,
  • Daten-Anschluss.

Kinderzimmer:

  • Vergleich: Elektroinstallation Kosten1 Deckenleuchte und/oder Wandleuchte,
  • 5 Steckdosen,
  • 2 Schalter und/oder Dimmer,
  • Steckdosen für Radio/TV/Daten,
  • Telefon-Anschluss,
  • Antennen-Anschluss,
  • Daten-Anschluss.

Kellerraum (Hobbykeller):

  • 1 Deckenleuchte,
  • 1 Schalter,
  • Beleuchtungsanschluss für einen Arbeitsplatz,
  • 6 Steckdosen,
  • Steckdosen für Radio/TV/Daten,
  • 1 Kraftsteckdose,
  • Telefon-Anschluss,
  • Antennen-Anschluss,
  • Daten-Anschluss.

Flur/Eingangsbereich/Diele:

  • 2 Deckenleuchten und/oder Wandleuchten,
  • Taster,
  • 2 Schalter,
  • Bewegungsmelder,
  • 2 Steckdosen.

Hauswirtschaftsraum:

  • 1 Deckenleuchte,
  • Beleuchtungsanschluss für Arbeitsplatz,
  • 4 Steckdosen,
  • 1 Schalter,
  • 1 Steckdose für die Waschmaschine,
  • 1 Steckdose für den Trockner,
  • Steckdose für den Bügelplatz.

Büro:

  • 1 Deckenleuchte,
  • 2 Schalter,
  • 1 Beleuchtungsanschluss für den Arbeitsplatz,
  • 4 Steckdosen,
  • 6 Steckdosen für Radio/TV/Daten,
  • 1 Telefon-Anschluss,
  • 1 Antennen-Anschluss,
  • 1 Daten-Anschluss.

Garten / Terrasse:

  • 2 Wandleuchten,
  • 1 Bewegungsmelder,
  • 2 Steckdosen,
  • 1 Schalter,
  • Kraftsteckdosen,
  • Gartenleuchten.

Stromkreise

Guter Kostenvoranschlag für ElektroinstallationBei einer Wohnung bis zu 50 qm sind mindestens 3 Stromkreise vorzusehen, bei Wohnungen über 125 qm sollten mindestens 7 Stromkreise geplant werden. Für jeden Stromkreis sind nicht mehr als 4 bis 6 Steckdosen einzuplanen. Beleuchtung und Steckdosen sollten je einen eigenen Stromkreis besitzen. Für Sicherheits- und Schaltmodule am Verteilerkasten wird empfohlen:

  • 1 FI Schalter gesamt,
  • 1 Personenschutzschalter für das Bad,
  • 1 FI- oder Personenschutzschalter für das Kinderzimmer,
  • je Stromkreis einen Leitungsschutzschalter,
  • Stromstoßschalter, falls Taster eingesetzt werden,
  • Zeitschaltuhr für Garten und Flurbeleuchtung.

Senkung der Kosten durch Eigenleistung

Gutes Angebot für ElektroinstallationWas darf der Heimwerker selber durchführen?

Dazu gehört:

  • die Planung der Elektroinstallation,
  • die Schlitze stemmen mit dem Bohrhammer,
  • die Unterputzdosen setzen,
  • die Rohre und Leitungen verlegen,
  • Unterverteiler und Zählerschrank setzen (einmauern, befestigen),
  • die Kabel und Drähte in die Leerrohre einziehen.
Die Arbeiten müssen im stromlosen Zustand durchgeführt und von einer Fachkraft kontrolliert werden. An der Elektrik selbst darf der Laie nicht arbeiten. Das Gesetzliche dazu ist im Paragrafen 13 der Niederspannungsanschlussverordnung nachzulesen.
Dazu würde auch ein Lampenanschluss oder ein Steckdosenwechsel gehören. Denn Vorsicht ist geboten, da durch falsche Installation ein Kabelbrand entstehen könnte und ein Wohnungsbrand die Folge wäre.

Oder eine Person erleidet einen Stromschlag durch unfachmännischen Einbau. Es kann sein, dass dann eine Versicherung nicht für den entstandenen Schaden aufkommt. Ein geeigneter Elektro-Fachbetrieb ist hier sicher die bessere Wahl. Entsprechende Angebote können im Internet gesucht und gefunden werden. Auch hierfür gibt es Webseiten, wo unter entsprechenden Angaben das passende Angebot gefunden werden kann.

Beachtung wichtiger sicherheitstechnischer Fragen

Leitungslänge und Leiterquerschnitt

Guter Preis für ElektroinstallationNicht jeder Laie kennt sich mit diesem Sachverhalt aus. Daher ist eine Elektroinstallation immer Sache eines Meisterbetriebes. Nicht irgendein Kabelkann verwendet werden, nein, es muss die Belastung der Leitung oder des Kabels berücksichtigt werden. Auch durch eine fehlerhafte Belastung kann es zum Kabelbrand kommen, der in einem Wohnungsbrand endet. Der maximale Spannungsfall ist zu berücksichtigen, damit der notwendige Leitungsquerschnitt berechnet werden kann.

Bei einem falschen Leitungsquerschnitt kommt es zur Überlastung und damit zur Erwärmung der Leitung. Der natürliche Widerstand einer jeden Leitung bedeutet Wärmeentwicklung. Der Leitungsquerschnitt hat die Aufgabe, mit möglichst geringem Widerstand den Stromfluss zu gewährleisten.

FI-Schutzschalter nachrüsten

Ein Fehlerschutzschalter löst aus, wenn Personen mit einer defekten Leitung in Berührung kommen, sodass der Stromkreis kurz unterbrochen wird. In Altbauten bestehen derartige Schutzvorrichtungen vor tödlichen Stromschlag noch nicht und sollten nachgerüstet werden. Der FI-Schalter schaltet den Stromkreis bei einer Differenz des zu- und abfließenden Stroms von etwa 30 mA ab.

Elektrische Geräte werden durch den FI-Schalter innerhalb von 0,2 bis 0,4 Sekunden allpolig abgeschaltet. Die Nachrüstung eines FI-Schalters wird im Verteilerkasten vorgenommen und ist ausschließlich Elektrikern vorbehalten.
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