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Bremsflüssigkeit wechseln Kosten

Die Bremsanlage ist eine der wichtigsten technischen Einrichtungen am Kraftfahrzeug. Treten hier Probleme auf, kann es zu Unfällen mit bedeutsamen Schäden kommen. Die Bremsleitungen und die Beläge müssen in einwandfreiem Zustand sein. Viel zu wenig Beachtung findet leider die Bremsflüssigkeit, deren Zustand an bestimmte Vorgaben gebunden ist. Wird etwa die Mindestmenge unterschritten, muss der Fahrer unverzüglich für Abhilfe sorgen, was jedoch Kosten verursacht, die unterschiedlich hoch sein können.

Hohe Kosten vermeiden durch Selbsthilfe?

Guter Preis für Bremsflüssigkeit wechselnDer Wechsel der Bremsflüssigkeit ist allerdings zeitaufwendig, denn das bloße Befüllen reicht nicht aus. Im Bremssystem darf sich keine Luft befinden, weshalb mit der Reparatur meist zwei Monteure beschäftigt sind: Einer von ihnen füllt vorne im Motorraum allmählich die neue Bremsflüssigkeit ein, der andere sitzt im Fahrzeug und pumpt mit dem Bremspedal die Luft aus der Bremsanlage. Wenn aber die Werkstatt gleich zwei ihrer Mitarbeiter abstellen muss, berechnet sie auch doppelte Arbeitskosten. Moderne Fahrzeuge verfügen über Ventile an den Bremsen, mit denen das Entlüften einfacher wird. Dennoch ist es sinnvoll, sich rechtzeitig mit den Angeboten vertraut zu machen und Preise zu vergleichen. Oder ist Selbsthilfe ebenfalls eine Option, wenn die Bremsflüssigkeit erneuert werden muss?

Zudem geht es besonders bei einer Bremsen-Reparatur immer auch darum, eine Werkstatt zu finden, die durch ihre Kompetenz überzeugt. Denn das Entlüften kann nachlässig ausgeführt sein und dann funktionieren die Bremsen nicht zuverlässig. Auf ExpertenTesten.de beschreiben Kunden ihre Erfahrungen mit diversen Betrieben, so findet jeder Fahrer eine Vielzahl von Argumenten für oder gegen ein Autohaus. Die Auswahl fällt leichter, wenn man nicht nur die entstehenden Kosten vergleichen kann, sondern auch einen Einblick in die Qualitätsstandards erhält. Tausende von Verbrauchern haben sich bereits auf diese Weise von anderen Kunden beraten lassen.

Je nach Fahrzeugtyp entstehen beim Wechsel der Bremsflüssigkeit unterschiedliche Kosten. Nach Berechnungen des ADAC verlangen die Werkstätten bei einem Alfa Romeo im Durchschnitt 96 Euro.
Deutlich günstiger wird es beim BMW Alpina mit 54 Euro. Besonders preiswert sind die Audi-Modelle A1, A4 und A5, hier fallen nur 51 Euro an. Der A3 ist mit 58 Euro schon etwas anspruchsvoller, aber keine Konkurrenz für den italienischen Kleinwagen.

Die Funktion der Bremsflüssigkeit

Von nur wenigen Ausnahmen abgesehen, funktionieren die Bremsen eines Fahrzeugs hydraulisch. Früher gab es zwar mechanische Systeme, aber die Vorteile der Hydraulik sind offensichtlich. Die Bremskraft geht vom Pedal aus und kann reguliert und kontrolliert werden. Außerdem ist für das Betätigen deutlich weniger Kraft nötig, denn der Bremskraftverstärker unterstützt den Fahrer mit dem erzeugten Unterdruck. Zudem verhindert das Automatische Bremssystem (ABS) ein Blockieren der Räder, weitere Assistenzsysteme verzögern automatisch die Fahrt, um etwa Auffahrunfälle im Stadtverkehr zu verhindern.

Alle Komponenten der Sicherheitstechnik setzen jedoch voraus, dass in den Leitungen und Schläuchen ausreichend Bremsflüssigkeit mit der erforderlichen Qualität vorhanden ist. Der Autofahrer ist deshalb gut beraten, wenn er dem Füllstand des Ausgleichsbehälters regelmäßig seine Aufmerksamkeit zukommen lässt.

Ob allerdings ein Austausch der Flüssigkeit ansteht, kann er mit dieser Methode nur bedingt feststellen.

Eigenschaften der Befüllung

Guter Kostenvoranschlag für Bremsflüssigkeit wechselnDie in unseren Fahrzeugen verwendete Bremsflüssigkeit besteht üblicherweise aus Polyglykol-Verbindungen und hinzugefügten Additiven. Eine ihrer Eigenschaften ist die Fähigkeit, Wasser anzuziehen. Glykole sind deshalb auch aus anderen Zusammenhängen bekannt, sie werden unter anderem in Raumentfeuchtern oder als Enteiser eingesetzt. Man sagt auch, Glykole seien hygroskopisch, also wasserbindend, was in der Bremsanlage für zusätzliche Sicherheit sorgt. Die Verbindungen bewirken, dass sich keine Wassertropfen im Bremssystem sammeln.

Denn Wasser führt, wie allgemein bekannt, zu Korrosion, bewirkt also unter Umständen auch Lochfraß. Außerdem gefriert es bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und geht bei 100 Grad Celsius in den Gaszustand über. Dann lässt es sich komprimieren, was zur Folge hat, dass der Bremsdruck sinkt und damit die Bremswirkung. Derartige Unannehmlichkeiten verhindert die hygroskopische Eigenschaft der Bremsflüssigkeit. Aber dennoch bleibt die Befüllung nicht für alle Zeiten frei von Anfälligkeiten. Denn sie verwässert zunehmend, und mit steigendem Wasseranteil fällt der Siedepunkt. Der Nasssiedepunkt ist schließlich bei einem Anteil von 3,5 Prozent erreicht, und dann wird es Zeit für einen Wechsel. Bei einer Bremsflüssigkeit vom Typ DOT-4, wie sie oft verwendet wird, liegt der Siedepunkt bei dieser Zusammensetzung bereits bei 155 Grad, während er unmittelbar nach dem Einfüllen noch bei 230 Grad lag.

Welche Wechselintervalle empfiehlt die Fachwerkstatt?

Vergleich: Bremsflüssigkeit wechseln KostenDurch die Reibung der Bremse auf dem Rad entsteht Wärme. Aber dann gilt es, die Bildung von Dampfblasen zu verhindern, die durch das Sieden der Flüssigkeit entstehen würden. Die Empfehlungen der Fachleute sind deshalb eindeutig: Ab einem Wasseranteil von etwa drei Prozent im Bremssystem ist ein Wechsel fällig. Meist ist diese Sättigung bereits nach nur zwei Jahren überschritten. Viele unterschätzen aber das Risiko und setzen auf das Bremsverhalten, das auch bei einem Wasseranteil von 3,5 Prozent in der Stadt noch völlig normal ist. Aber unter extremen Belastungen macht sich der schlechte Zustand des Bremssystems deutlich bemerkbar. Bei einer langen Bergabfahrt oder einer Vollbremsung bei hohen Geschwindigkeiten kommt es zu einer gefährlichen Überlastung der Bremsen. Deshalb sollte kein Autofahrer den rechtzeitigen Wechsel versäumen.

Die Werkstatt überprüft mit einem speziellen Messgerät den Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit. Allerdings kann sich der Laie schon mit einer einfachen Sichtprüfung einen ersten Eindruck verschaffen. Denn bereits die Farbe der Füllung gibt Auskunft über ihren Zustand: Neue Bremsflüssigkeit ist hellgelb und durchsichtig.

Erkennt der Fahrer aber im Ausgleichsbehälter, dass sie mittlerweile dunkelgelb oder gar braun geworden ist, sollte ein Wechsel möglichst bald vorgenommen werden.

In den allermeisten Fällen überprüft die Werkstatt den Zustand bei der Inspektion und führt bei Bedarf einen Austausch durch. Beim Kauf eines Gebrauchtwagens sollte der zukünftige Besitzer unbedingt auch den Zustand der Bremsflüssigkeit in seinen Prüfungskatalog mit aufnehmen.

Welche Kosten entstehen?

Wer die Vorgaben des Herstellers beachtet und regelmäßig den Wechsel vornehmen lässt, wird von Problemen verschont bleiben. Der Aufwand für die Maßnahme ist jedoch je nach Fahrzeugtyp sehr unterschiedlich. Es gibt sogar Fahrzeuge, bei denen für das Entlüften sogar drei Personen erforderlich sind, weil einer den Bremskraftregler betätigen muss.

In einer Werkstatt dauern das Wechseln meist 30, vielleicht 45 Minuten. Wenn die Wechselintervalle über einen längeren Zeitraum nicht eingehalten wurden, ist mit zusätzlichen Kosten zu rechnen. Dann kann es zu einer Korrosion der Leitungen gekommen sein, oder der Hauptbremszylinder muss ausgetauscht werden. Wenn beim Nachfüllen fälschlicherweise verschiedene Typen von Bremsflüssigkeiten gemischt wurden, kommt es zu chemischen Reaktionen, die ebenfalls die Leitungen schädigen.

Bremsflüssigkeit selber wechseln

Günstiger Handwerker für Bremsflüssigkeit wechselnMit ein wenig Geschick kann ein engagierter Laie die Bremsflüssigkeit auch selber wechseln. Er sollte allerdings Schutzhandschuhe tragen, denn die Flüssigkeit greift Haut und Schleimhäute an. Normalerweise ist etwa ein Liter Bremsflüssigkeit notwendig. Die abgelassene Altflüssigkeit muss umweltgerecht entsorgt werden.

Im Handbuch des Fahrzeugs finden sich die genauen Anforderungen an die Bremsflüssigkeit. Nach den Klassifizierungen des „American Department of Transportation“ (DOT) sind unterschiedliche Typen definiert, die mit dem DOT-Kürzel bezeichnet werden. Im Normalfall brauchen europäische Fahrzeuge eine DOT-4-Bremsflüssigkeit, in einzelnen Fällen kann auch der Typ DOT-5.1 notwendig sein. Auch auf dem Verschluss des Ausgleichsbehälters finden sich die entsprechenden Angaben. Für den Fall, dass dieser ausgetauscht wurde, gelten die Einträge im Betriebshandbuch.

Zu wenig Druck? Anzeichen für einen anstehenden Wechsel

Ein zu geringer Füllstand macht sich auf unangenehme Weise während der Fahrt bemerkbar. Wenn beim Bremsen kein Widerstand spürbar ist, sich das Pedal durchtreten lässt, ohne dass die gewohnte Bremswirkung eintritt, ist zu wenig Flüssigkeit im Bremssystem. Dann hilft nur mehrmaliges Pumpen, um den Druck schnell wieder aufzubauen. Und der Fahrer sollte baldmöglichst die Motorhaube öffnen, um die Flüssigkeitsstand der Bremsanlage zu überprüfen.

Im Motorraum findet er einen viereckigen Plastikbehälter mit Schraubverschluss. Der Normalstand ist von einer Markierung abzulesen, liegt der Pegel darunter, geht es zumindest ans Nachfüllen.

Bei dieser Gelegenheit kann eine Überprüfung der Bremsanlage nicht schaden. Denn die Ursache für den Flüssigkeitsverlust muss gefunden werden. Meist findet sich ein poröser Bremszylinder, oder eine defekte Bremsleitung sorgt für die Druckminderung.

Kontrollleuchte beachten

Gutes Angebot für Bremsflüssigkeit wechselnDer aufmerksame Automobilist beachtet ohnehin die Anzeigen am Armaturenbrett. Dann ist ihm auch die rote Warnleuchte mit dem Symbol für die Bremse bekannt. Das eingekreiste schwarze Ausrufezeichen mit dem Bremsensymbol rechts und links reagiert auf diverse Fehler im Bremssystem. Vorsicht ist angesagt, wenn diese Kontrollleuchte blinkt. Hat der Fahrer nur vergessen, die Handbremse zu lösen, ist er noch glimpflich davon gekommen. Aber es kann sich auch um abgefahrene Beläge handeln, oder die Bremsflüssigkeit ist unter die kritische Marke gesunken.

Der Fahrer sollte sich umgehend bemühen, dem Aufruf des Kontrollinstruments nachzukommen, die Fahrt zu unterbrechen und für Abhilfe zu sorgen. Im Handbuch des Fahrzeugs bekommt er erste Hinweise, bleiben jedoch Zweifel, ist ein Anruf beim Pannendienst die beste Option.

Soll man, darf man, kann man Bremsflüssigkeit mischen oder nachfüllen?

Grundsätzlich bestehen gegen ein Nachfüllen der Bremsflüssigkeit keine Bedenken. Allerdings sollte sichergestellt sein, dass Glykole nicht mit Silikonen vermengt werden. Das Mischen verschiedener Bremsflüssigkeiten ist kein Problem, DOT-4 kann sich auch mit DOT-5.1 in einer Bremsanlage befinden. Auch sind die Produkte unterschiedlicher Hersteller miteinander gut verträglich. Immer ist aber zu beachten, dass die Mindestanforderungen des Fahrzeugherstellers berücksichtigt werden.

Füllt jemand DOT-3-Bremsflüssigkeit nach, obwohl bisher DOT-4 verwendet und verlangt wurde, ist dies nicht zulässig.

Mit dem Auffüllen bei Bedarf entsteht jedoch ein gravierender Nachteil: Die Wartungsintervalle werden mit diesem Vorgehen obsolet. Und die Hersteller haben sich die Zeitvorgaben nicht ohne Hintergedanken einfallen lassen. Zusätzliche Kosten in der Werkstatt entstehen deshalb durch Mischungen, die nicht nachvollziehbar sind. Das Fahrzeug kann sogar durch einen ernsthaften Defekt länger ausfallen, deshalb ist das Erneuern im Ganzen die bessere Methode.

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