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Vertrauenswürdige Gütesiegel: So erkennt man sie

Egal ob online oder im stationären Handel: Gütesiegel helfen dabei, die richtige Wahl zu treffen. Dennoch ist nicht auf jedes Siegel verlass. Die Frage ist also, woran sich besonders empfehlenswerte Gütesiegel erkennen lassen und was sie auszeichnet. Schließlich verhelfen einige von ihnen den Unternehmen ausschließlich zu einem grünen Image. Das macht die Kontrolle unabhängiger Dritter und Transparenz unerlässlich.

Vertrauenswürdige Gütesiegel - So erkennt man sie

Was macht Gütesiegel so wichtig?

Die Kaufkraft der jeweiligen Zielgruppe entscheidet darüber, welche Produkte erfolgreich sind – und welche nicht. Gütesiegel helfen den Käufern dabei, zwei wichtige Eigenschaften auf den ersten Blick zu erkennen:

– Erfolgt die Produktion unter sozialverträglichen Umständen?
– Achten die Hersteller darauf, dass die Produkte umweltfreundlich sind?

Anhand dieser Informationen stellen die Käufer sicher, dass sie ihren Beitrag zu fairen Arbeitsbedingungen und dem Umweltschutz leisten. Das Problem der Kennzeichnung ist jedoch, dass nicht immer klar ist, wie glaubwürdig sie ist.

Nachhaltige Siegel: Wofür stehen sie?

Nachhaltige Gütesiegel lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Sozial- und Umweltsiegel. Die sozialen Siegel stellen die menschlichen Anforderungen in den Vordergrund. Dazu gehören gerechte Löhne, eine gesundheitliche Versorgung und faire Arbeitsbedingungen. Das Umweltsiegel legt seinen Schwerpunkt auf die ökologischen Belange. Wichtig ist, dass sich die Anforderungen des Umweltsiegels an Rohstoffe richten. Die Vergabe ist möglich, sobald einige Produktionsphasen entlang der Wertschöpfungskette nachhaltig sind.

Gut zu wissen: Glaubwürdige Gütesiegel kommunizieren klar und verständlich, inwiefern sie nachhaltige Prinzipien bei der Produktion verfolgen. Sie verzichten auf schwammige Formulierungen.

So lassen sich hochwertige Gütesiegel erkennen

Hochwertige Gütesiegel lassen sich leicht erkennen, solange man weiß, worauf zu achten ist. Um die Einschätzung zu vereinfachen, fordert die Bundesregierung zusätzliche Transparenz mit Hinblick auf eben diese Siegel. Beispielsweise gelten zahlreiche Gütesiegel des DIQP als ausgesprochen empfehlenswert – doch es gibt weitere Anhaltspunkte.

Die richtige Ausrichtung des Siegels finden

Gütesiegel setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Der erste Schritt besteht deshalb darin zu wissen, ob der eigene Fokus auf ökologischen oder sozialen Aspekten liegt. Nur wer weiß, welche Anforderungen das Siegel erfüllen soll, ist in der Lage, seine Relevanz zu bestimmen.

Wichtig ist auch die Frage, welche Organisation hinter dem Label steht. In manchen Fällen ergibt sich daraus direkt, wie glaubwürdig das Siegel ist. Lassen sich die Zertifizierungsorganisation und der Hersteller nicht unterscheiden, ist Vorsicht geboten. Der Grund dafür ist einfach: Das Siegel wird nicht von einer externen Prüfstelle kontrolliert.

Glaubwürdige Siegel verfügen über externe Prüfstellen

Externe Prüfstellen tragen dazu bei, dass die Kriterien nicht verwässert werden. Die beste Voraussetzung für ein hochwertiges Gütesiegel ist also eine unabhängige und regelmäßige externe Zertifizierung. Diese Organisationen tragen dazu bei, dass kein Interessenskonflikt zwischen dem Produkt und seinen Kriterien entstehen kann. Schließlich sollen die Eigenschaften stets erfüllbar sein und nicht die Wünsche und Bedürfnisse eines bestimmten Unternehmens erfüllen.

Apps für den Einkauf nutzen

Die entsprechenden Apps sind eine hervorragende Möglichkeit, um unbekannte Siegel zu durchleuchten. So lassen sich unterschiedliche Gütesiegel direkt miteinander vergleichen. Allerdings gibt es einige Begriffe, dir gesetzlich geschützt sind. Sie müssen deshalb, sobald sie auf Produkten verwendet werden, bestätigt werden. Obwohl sich der Einkauf dadurch ein wenig in die Länge zieht, ermöglicht dieses Vorgehen einen direkten Vergleich.

Auf Begriffe achten: Sie bedeuten nicht immer dasselbe

Begriffe wie biologisch oder ökologisch finden sich auf zahlreichen Produkten. Werden sie mit einem gängigen Umweltsiegel kombiniert, ist der ökologische Anbau sichergestellt. Anders verhält es sich, wenn die Begriffe pflanzlich und naturnah verwendet werden. Hier lohnt es sich, das Siegel zu überprüfen.

Übrigens: Die Frage, ob Gütesiegel wirklich von Bedeutung sind, lässt sich mit einem klaren „Ja“ beantworten. Die Voraussetzung ist jedoch, dass sie regelmäßig von unabhängigen Stellen zertifiziert werden, um die Standards hochzuhalten.

Den Unterschied zwischen einem Siegel und einem Label beachten

Im Sprachgebrauch werden Siegel und Labels oft als Gütesiegel bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass es keine klare Abgrenzung für die beiden Begriffe gibt: Beide treffen Aussagen hinsichtlich der Eigenschaften oder der Qualität von Produkten.

In Deutschland sind allein mehr als 1.000 Gütesiegel bekannt, die sich auf unterschiedliche Produktkategorien ausweiten. Das macht es besonders schwierig für den Endverbraucher. Wie soll bei einer solchen Menge der Überblick erhalten bleiben? Organisationen wie die „Verbraucherinitiative“ stellen deshalb die wichtigsten Gütesiegel vor und bewerten ihre Eigenschaften.

Zu den gängigen Labels gehören beispielsweise UTZ und Rainforest Alliance. Anders als Gütesiegel sind sie rechtlich nicht geschützt. Deshalb ist nicht vollkommen klar, wie sie aussehen und welche Kontrollmechanismen dahinterstehen müssen.

Auf einen Blick: Vertrauenswürdige Gütesiegel erkennen

Es ist nicht immer ganz einfach, sich auf die Seriosität eines Gütesiegels zu verlassen. Das wirft die Frage auf, wie man solche Exemplare finden kann. Folgende Kriterien dienen als Orientierung um herauszufinden, ob das Gütesiegel wie gewünscht für Qualität oder Nachhaltigkeit steht.

– Unabhängige Vergabestelle: Ist die Vergabestelle unabhängig, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Siegel hält, was es verspricht. Der Grund dafür: Einzelinteressen haben keinen Einfluss auf seine Vergabe.

– Neutrale Vergabekriterien: Charakteristika, die besonders einseitig, spezifisch oder unvollständig sind, sollten mit Vorsicht betrachtet werden.

– Regelmäßige Prüfung: Ob die Vorgaben des Gütesiegels erfüllt werden, muss regelmäßig anhand festgelegter Kriterien geprüft werden. Dabei gilt: Je regelmäßiger diese Prüfung erfolgt, desto seriöser ist das Siegel. Schließlich hängt eine kontinuierliche Überprüfung mit dem kontinuierlichen Einhalten der Regularien zusammen.

– Transparenz: Ein transparenter Vergabeprozess ist vertrauenswürdig, denn er erlaubt es jedem, sich darüber zu informieren. Eine lange und aussagelose Recherche spricht hingegen nicht von der gewünschten Qualität.

Vertrauenswürdige Gütesiegel

Es gibt zahlreiche Siegel, die allesamt als seriös gelten. Sie treffen Aussagen über die Güte oder Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Sein Ziel ist es, die positiven Eigenschaften in den Fokus zu rücken.

Die Grundlage einer solchen Zertifizierung ist unter anderem, die jeweilige Zielgruppe in einer repräsentativen Studie zu befragen. Fehlt es daran, ist vor allem bei Dienstleistungen Vorsicht geboten. Das gilt auch für bekannte Marken. Vertrauenswürdig hingegen sind die Gütesiegel, die vom DIQP vergeben werden. Laut DIQP gilt ebenfalls die Empfehlung durch die Plattform Label-online.de als eine exzellente Möglichkeit, sich zu orientieren. Hier werden die einzelnen Kriterien anhand einer einheitlichen Matrix zusammengestellt und bewertet. Der Fokus liegt darauf, welche Kontrollen durchgeführt werden, wie transparent der Vergabeprozess ist und wie unabhängig die Vergabe verläuft.

Da diese Tests sehr umfangreich erfolgen, gelten sie als neutral, objektiv, sachkundig und repräsentativ. An diese Richtlinien halten sich auch das DIQP, der ADAC und Stiftung Warentest. Die notwendige Grundlage dafür liefert der Bundesgerichtshof: Denn der BGH hat bereits 1975 eine Grundsatzentscheidung getroffen, in der er den Umfang mit Testergebnissen äußert. Dieses Urteil behält weiterhin seine Gültigkeit.

Es liefert die Grundlage, auf der die Prüfung vollzogen wird und die Testergebnisse zusammengetragen werden. Auf diese Weise erhalten unabhängige Organisationen die Möglichkeit, ihre repräsentativen Tests auf anerkannte Prüfungsmethoden zu stützen. Das Ergebnis: Selbst kleinere Institute haben die Chance, sich gegen die großen Konzerne zu behaupten. So lassen sich die Vergleichswerte wie gewünscht in einem qualitativ hochwertigen und aussagekräftigen Gütesiegel ausdrücken.

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