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Said Shiripour im Interview

Digitale Produkte als Erfolgsfaktor für das 21 Jahrhundert

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Für viele Unternehmer ist Geld Selbstzweck – wer am meisten hat, gilt als erfolgreichster Geschäftsmann. Said Shiripour ist einer der erfolgreichsten Unternehmer in der gesamten DACH-Region – trotzdem ist Geld für ihn immer nur Mittel zum Zweck, ein Instrument, um persönliche Träume zu erfüllen, unabhängig zu werden. Alte Fesseln sprengen und dadurch eine neue Freiheit erlangen – das möchte Said Shiripour jedem ermöglichen. Wie er seinen Erfolg und finanziellen Wohlstand erreicht hat und wie dies jeder erreichen kann, verrät Said Shiripour im Interview.


Sait Shiripour im Interview

Erfolgsunternehmer Said Shiripour

Herr Shiripour, Sie sind ein vielbeschäftigter Mann, daher erst einmal ein Dankeschön, dass Sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben.

Da muss ich Sie direkt unterbrechen (lacht). Also, hallo und vielen Dank für die Einladung. Ich muss Sie aber direkt zu Anfang unterbrechen, weil mir eines ganz wichtig ist. Ich sitze freiwillig hier, kein Unternehmen, kein Chef, keine Marketing-Agentur oder sonst wer hat dieses Interview für mich organisiert oder mich gar gedrängt, Zeit für unser Treffen freizumachen. Ich bin hier, weil ich dies entschieden habe, und das aus eigener Motivation und ohne Druck. Ich habe so viel Zeit wie jeder andere, und bei allem, was ich mache, verspüre ich keinerlei Zeitdruck oder Stress. Genau diese Ketten habe ich durchbrochen. Eher müsste ich also Danke sagen, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben. Bestimmt ist Ihr Terminkalender voller als meiner.

Solch einen vielversprechenden Einstieg in ein Interview kann man sich doch nur erhoffen. Bauen wir direkt darauf auf. Für viele Unternehmer und in fast jeder Branche sind Sie ein geachteter Mann mit bekanntem Namen. Aber Sie selbst richten sich gar nicht direkt an eine Business-Zielgruppe, haben Sie denn überhaupt eine Zielgruppe? Erzählen Sie doch kurz denjenigen, die Sie nicht kennen, wer Sie genau sind und was Sie machen.

Nun, in erster Linie bin ich einfach nur ein Mensch wie jeder andere. Ich wurde 1990 im Iran geboren. 2001 kamen ich und meine Familie nach Deutschland. Dabei teilten wir das Schicksal vieler Familien, die nach Deutschland einwanderten. Wir hatten nichts und es gab keine Perspektive. Meine Mutter sagte mir aber, dass wir nun in einem Land lebten, in dem ich alle meine Vorstellungen und Wünsche umsetzen und verwirklichen könne. Genau diese Einstellung eröffnete mir den Weg für das Leben, das ich heute führe. Die Erfahrungen, die ich auf diesem Weg sammelte, will ich teilen. Ebenso meine Erkenntnisse darüber, wie selbst jemand mit den schlechtesten Voraussetzungen, sei es in finanzieller, sozialer oder akademischer Hinsicht, heutzutage ein erfolgreiches Geschäft, vor allem online, aufbauen kann.

Und was bedeutet dies konkret? Wie genau helfen Sie Menschen bei ihren Geschäftsideen? Was unterscheidet Sie von Unternehmensberatern oder einem Business Angel?

Ich halte nicht viel von allgemeingültigen Aussagen. Ich kenne nicht jeden Unternehmensberater, jede Consulting-Agentur oder jeden Investor, den es auf dieser Welt gibt. Meines Erachtens nach falle ich auch nicht in diese Kategorien. Vielleicht bin ich sogar mehr Mental Coach als alles andere. Für mich ist das Erfolgsgeheimnis jeder Geschäftsidee nicht ausschließlich das unternehmerische Handwerk oder die Betriebswirtschaft, sondern auch ganz klar die Motivation des Gründers. Als ich meine ersten Business-Ideen hatte und mit der Realisierung meiner Geschäfte startete, hat mich nicht das Geld angetrieben, sondern das, wofür es steht: für finanzielle Unabhängigkeit und Freiheit. Geld war dafür nur das Mittel zum Zweck. Ich bin so vielen Menschen begegnet, die drei Viertel ihrer Lebenszeit hart arbeiten, überall Kompromisse eingehen müssen und trotzdem oder gerade deswegen unglücklich sind, denn sie sind Sklaven des Kapitalismus. Sie opfern Zeit und Energie für kleine Gehälter und den Erfolg ihrer Chefs, aber investieren diese Dinge nie in sich selbst. Diesen Menschen will ich einen anderen, einen besseren und glücklicheren Weg aufzeigen.

Okay, und wie machen Sie das? Ihre Philosophie klingt einleuchtend, aber wie wird diese praktisch umgesetzt?

Wissen Sie, ich habe bereits als junger Mann im Geschäft eines Obsthändlers gearbeitet. Als Kind habe ich über Stunden vor dem Fernseher gesessen und QVC geschaut. Ich studierte Wirtschaftsingenieurwesen und bin mittlerweile Geschäftsführer von vier deutschen GmbHs gewesen. Ich bin als Buchautor tätig, entwickle smarte Softwarelösungen für Unternehmer und biete unterschiedliche Dienstleistungen im Bereich Online-Marketing an. Überall sah ich jedoch denselben Mechanismus: Egal was du vermarkten und verkaufen willst, das zentrale Verkaufsargument ist die Emotion. Ich kenne keine Zielgruppen. Jeder darf mein Kunde sein. Ich kenne nur Bedürfnisgruppen. Bedürfnisse hat jeder. Ich lehre also, wie jeder Mann und jede Frau unabhängig von seiner oder ihrer angebotenen Leistung oder des Produkts erfolgreich verkauft. Diese Strategien vermittle ich in meinen Online-Kursen, auf Events und Vorträgen oder in meinen Büchern.

Besuchen Sie Said Shiripour auf seiner Webpräsenz: https://saidshiripour.com

Das heißt, Sie versuchen, Ihre selbst entwickelten Denk- und Motivationsansätze, die Ihnen geschäftlichen Erfolg brachten, in ein lernbares System umzumünzen, das sich jeder aneignen kann und sich auf jedes Geschäft anwenden lässt? Dies klingt fast zu gut, um wahr zu sein, wie eine Art Universalformel für unternehmerischen Erfolg.

Anschaulich erklärt Said Shiripour seine TheorienSo könnte man es sagen. Ich lehre die Psychologie des Massenverkaufs, aber das ist so natürlich nicht vollständig. Ich möchte vermeiden, dass ein falscher Eindruck entsteht. Die Philosophie oder auch Psychologie meiner Erfolgsformel ist sicher essentieller als in anderen Systemen, aber natürlich greift auch diese auf alle modernen und digitalen Verkaufs- und Marketinginstrumente zurück, die man auch anderswo vorfinden kann. Wie diese zum Einsatz kommen, steht dann auf einem anderen Blatt Papier geschrieben. Ohne das Online-Marketing-Handwerk, ohne Suchmaschinen und Soziale Netzwerke, ohne Google, AdWords, YouTube, Facebook, Instagram und Co. kann es logischerweise keinen praktischen Nutzen und keine Wertschöpfung geben, und darum geht es letztlich immer.

Könnte man demnach sagen, Sie haben Zusammenhänge und erfolgreiche Verkaufsstrategien aus Ihren Erfahrungen im klassischen, stationären Handel digitalisiert, um auch im Internet ein erfolgreicher Händler werden zu können?

Wie gesagt möchte ich keine allzu allgemeinen Aussagen tätigen, aber ganz von der Hand weisen kann ich das selbstverständlich nicht. Ich habe früh und in kleinen und einfachen Geschäften gelernt, dass jeder Euro zählt, dass die persönliche Beziehung zu jedem einzelnen Kunden langfristig Erfolg bringt und du jede Sekunde für die Zufriedenheit deiner Kundschaft kämpfen muss. Sicher kennen auch Sie das. Es gibt mittlerweile unzählige Unternehmen und Händler, die nahezu dasselbe Produkt oder dieselbe Leistung anbieten. Wonach entscheiden Sie, bei wem Sie kaufen oder eine Leistung in Anspruch nehmen? Sind es nur der Preis und die Qualität? Wenn Sie einen Kaffee trinken gehen möchten, entscheiden Sie dann ausschließlich danach, in welchem nahe gelegenen Café Sie das beste Preis-Leistungsverhältnis vorfinden? Oder wären Sie bereit, mehr für einen Kaffee zu bezahlen, wenn Sie den Inhaber des Cafés seit Jahren persönlich kennen, dieser Sie mit Namen begrüßt, Ihnen immer Ihren Lieblingsplatz zuweist, sich vielleicht sogar kurz zu Ihnen setzt und nach Ihrem Wohlbefinden fragt? Würden Sie dafür einige Cents aufgeben?

Ich verstehe, dass Kundenbindung und Kundenzufriedenheit zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Handel sind. Aber sind diesem System nicht natürliche Grenzen gesetzt, sobald das eigene Geschäft größer wird? Und wie kann das persönliche Kundenverhältnis in ein derart anonymes Medium wie das Internet transferiert werden?

Said coacht am WhiteboardNun haben Sie genau die Frage gestellt, auf die ich über Jahre selbst die richtige Antwort gesucht habe (lacht). Es ist offenkundig, wie Sie selbst sagten, dass Verkäufer sich mit Kunden im Internet nicht physisch an einen Tisch setzen können. Dies bedeutet aber nicht, dass Kundenkommunikation gar nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, ganz im Gegenteil, als Verkäufer stehen einem sogar deutlich mehr Kommunikationswege zur Verfügung. Ich verdeutliche dies an einigen Eckpfeilern im Entstehungsprozess eines Online-Business, jetzt aber natürlich nur in grober Übersicht. Zuerst suchen Sie ein Produkt, dann entwickeln Sie ein unschlagbares Angebot, um Kunden zu generieren bzw. Verbraucher auf dem Markt anzusprechen. Nach und nach werden Sie aber eine Entwicklung vornehmen müssen, selbst wenn Sie ein unschlagbares Angebot haben, zum Beispiel weil die Konkurrenz größer und stärker wird oder eine Marktsättigung eintritt. Alle Güter sind nun einmal Produktzyklen unterworfen. Nun sammeln Sie oder Ihre Marketingabteilung, ein Kreativ-Team oder sonst wer Ideen und überlegen, welche Optimierungsmöglichkeiten es gibt, und das über Tage, Wochen, Monate. Die einzig richtige Antwort weiß aber nur eine Personengruppe ganz zuverlässig: die eigene Kundschaft. Hier müssen Potentiale offengelegt werden, um zu verstehen, wie das eigene Angebot kundenspezifisch noch besser gemacht werden kann.

Ich verstehe. Erfolgreiche Geschäfte lassen, etwas zugespitzt formuliert, die eigene Kundschaft in der Produktentwicklung für sich arbeiten. Und wie werden diese Informationen in der Praxis genutzt?

Heutzutage müssen neue Werbemöglichkeiten erschlossen werden, die sich klar von den Offline-Marketing-Tools, wie beispielsweise der Außenwerbung, abgrenzen. Digitale Produkte oder Produkte, die digital verkauft werden sollen, müssen logischerweise zwar auch beworben werden, die hierfür zielführenden Werkzeuge sind aber nur selten unter den klassischen Werbemitteln zu finden, erfolgversprechender ist in der Regel das moderne Online-Marketing.

Und wie geht es dann weiter?

Erinnern wir uns kurz zurück: Wir kennen die Psychologie des Massenverkaufs und sind im Besitz aller von unseren Kunden bereitgestellten Informationen darüber, wie unser Produkt kundenspezifisch verbessert werden kann. Etwas konkreter formuliert wissen wir also zum einen, wie wir speziell unsere Zielkundschaft ansprechen müssen, in Tonalität, Wording, welches Bedürfnis befriedigt werden will und so weiter, und zum anderen, welche Eigenschaften, Funktionen, Designs und Ähnliches unseren Kunden bezüglich unseres Produkts wichtig sind. Mit diesen Informationen lässt sich arbeiten. Aber das ist nicht alles. Erfolgreiche Verkäufer müssen ihre Kundschaft regelrecht durchdringen und vollständig verstehen, wie, also auf welche Art und Weise sie das eigene Produkt im täglichen Leben nutzen. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es gibt nie zu viele Informationen, wenn es um Produktentwicklung geht.

Können Sie konkrete Beispiele nennen?

Natürlich, auch das ist kein Geheimnis. Verkäufer können, nein, sie sollten zum Beispiel auch darüber nachdenken, wann und wo Kunden ihre Produkte nachfragen. Gibt es saisonale Schwankungen? Wo und in welcher Form entsteht überhaupt eine Nachfrage? Verbraucher könnten zum Beispiel über Google oder eine andere Suchmaschine nach einem Produkt oder einer Leistung suchen, um ein Problem zu lösen. Diese Menschen wissen also noch gar nicht, welche Güter oder Dienstleistungen ihr Bedürfnis befriedigen beziehungsweise ihr Problem lösen können. In diesem Fall wird Suchmaschinenoptimierung wichtig sein. Es werden sogenannte Landingpages auf einer Webseite benötigt, die perfekt zu der Suchintention des Verbrauchers passen. Vielleicht muss ein Bedürfnis aber auch erst geweckt werden, da dieses den potentiellen Kunden gar nicht bewusst ist. In diesem Fall wird Ihnen Suchmaschinenoptimierung nur bedingt etwas bringen. Die Fragen wären in diesem individuellen Fall folglich, wo oder auf welcher Online-Plattform mögliche Berührungspunkte liegen und wie hier mit möglichen Kunden in Kontakt getreten werden kann. Auch dafür gibt es wieder unendlich viele Möglichkeiten und Formate.

Und all diese Strategien und Systeme haben Sie in ein Produkt verpackt?

Jetzt haben Sie mich doch erwischt (lacht). Ich würde lügen, wenn ich sagte, Online-Marketing und der Aufbau eines digitalen Business oder Verkaufssystems wären nicht komplex und könnten in einem einzigen Buch und auf 50 Seiten erklärt werden. Das ist leider nicht der Fall, auch wenn sich jedes Online-Geschäft, welches auf meinen Strategien fußt, unter einem Begriff einordnen lässt. Ich nenne diese erfolgreichen digitalen Geschäfte Evergreensysteme. Denn, sehen Sie, auch wenn Produkte und Dienstleistungen, Marketingplattformen und Marketingformate, oder ganz allgemein die digitale Werbung im Internet und auch Kundengruppen, Unternehmen und Unternehmer in unendlich großer Vielfalt auftreten können und existieren, die Zusammenhänge und wechselseitigen Strukturen sind immer gleich oder zumindest ähnlich. Wer diese Faktoren erkennt und versteht, wird sie unabhängig von der eigenen Geschäftsidee gewinnbringend einsetzen können.

Das war doch ein guter Schlusspunkt. Möchten Sie unseren Lesern oder auch ihren Fans und Kunden noch etwas sagen?

Said Shiripour auf der Bühne

Ich glaube, alle Worte, an denen meine Zuhörer, Leser und Kunden tatsächlich interessiert sind, können in meinen Büchern, Podcasts, Kursen und Vorträgen gelesen und gehört werden. Stattdessen möchte ich lieber diejenigen ansprechen, die mein System und mich bislang nicht kannten, deren Interesse ich in diesem Interview aber womöglich geweckt habe. Oder auch die Menschen, die bislang keinen Erfolg mit ihrem Online-Business hatten. Diesen Personen sage ich Folgendes: Es ist keine zehn Jahre her, da ging es mir wie Ihnen. Ich musste enorm viel Zeit und Geduld aufwenden, um mit meinem ersten Online-Geschäft die ersten 100 Euro zu verdienen. Doch durch meine Bereitschaft und Hartnäckigkeit wurden daraus irgendwann 500 Euro, dann 1.000 Euro. Nach 14 Monaten wurden daraus 1,4 Mio Euro Jahresumsatz, nach sieben Jahren stolze 12 Mio. Euro. Jeder kann vom Konsumenten zum Verkäufer werden. Alles, was Sie am Anfang brauchen, ist eine Idee, ein Produkt oder eine Leistung, von der Sie selbst bedingungslos überzeugt sind. Egal ob es sich um ein eigenes digitales Produkt handelt, um einen Online-Shop, ob Sie Amazon-Affiliate-Marketing betreiben wollen oder ein Online-Hundetraining über Videokurse offerieren möchten. Verstehen Sie Ihre Kunden, verstehen Sie die Verkaufspsychologie, finden Sie einen Markt. Seien Sie flexibel, anpassungs- und wandlungsfähig, optimieren Sie Ihr Geschäft ununterbrochen. Bauen Sie sich ein Standbein über ein Online-Business auf, generieren Sie passives Einkommen. Sprengen Sie Ihre Ketten, gewinnen Sie Unabhängigkeit und Freiheit, seien Sie gemeinsam mit Ihrer Familie glücklich. Und falls Sie möchten, lassen Sie mich Ihnen dabei helfen.

Vielen Dank für das Interview!

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Bildquelle: © Said Shiripour

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