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Nachhaltige Garderobe – das passt in den Kleiderschrank

Nachhaltiger leben, die Folgen des Klimawandels bekämpfen und die Welt insgesamt sozialer gestalten – das ist das Ziel vieler Menschen. Auch der eigene Kleiderschrank kann unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit neu sortiert und alternativ ausgestattet werden.

Nachhaltige Garderobe – das passt in den Kleiderschrank

Die Probleme der Fashion-Industrie

In vielen Modeschäften ist die klassische Massenware zu finden. Häufig gefertigt in Billiglohnländern wie Indien oder China, wo faire Arbeitsbedingungen für viele Unternehmen leider immer noch ein Fremdwort sind. 12-Stunden-Schichten, ein sehr geringer Lohn und zum Teil auch Kinderarbeit sind hier keine Seltenheit. Große Marken produzieren dort, verlangen dann aber hier zum Teil enorme Preise für ihre Textilien.

Wo gibt es fair produzierte Mode?

Doch wie lässt sich das Problem lösen? Ganz einfach, indem man keine Kleider, Hosen und Oberteile mehr kauft, die in Billiglohnländern unter schlimmen Bedingungen herstellt wurden. Hier ist manchmal etwas Recherche notwendig, um die Produktionsketten der großen Modehäuser zu durchschauen.

Im Zweifel sollte man nur noch Kleidung von Herstellern kaufen, die ihre Produktionsbedingungen absolut transparent zugänglich machen. Einen guten Hinweis auf Fair Fashion Labels sind Blogs und Magazine mit Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit. Hier finden sich oft Listen mit Fair Fashion Labels und Shops, in denen man echte Fair Fashion kaufen kann.

Capsule Wardrobe – was ist das?

Die Idee hinter dem Begriff Capsule Wardrobe ist die Befüllung des Kleiderschranks mit wenigen, dafür aber zeitlosen Stücken. Das gilt für Kleider und Oberteile genauso wie für Jeans und viele weitere Kleidungsstücke. Statt jede Saison dem neusten Modetrend hinterherzulaufen, fällt hier die Investition auf hochwertige und klassische Stücke, die auch mehrere Jahre lang getragen werden können.

Weniger ist mehr – das Prinzip ist einfach und lässt sich auch praktisch leicht umsetzen. Die Anschaffung schlichter Basics ist dafür wichtig, die zu jeder Jahreszeit individuell miteinander kombiniert werden können. Im zeitlosen Stil sind die Kleidungsstücke lange im Trend und werden durch die verschiedensten Kombinationen immer wieder zu einem neuen Look gestaltet.

Den Kleiderschrank nachhaltig gestalten – Tipps

Es wird Zeit, den eigenen Kleiderschrank neu zu gestalten? So funktioniert es.

Ausmisten: Aus dem Schrank muss alles raus, was nur kurz mal modern war und seitdem nur als Staubfänger dient. Raus sollten auch alle Kleider, die zwar schick sind, aber nur selten oder gar nicht getragen werden.
Hohe Qualität kaufen: Die Qualität der Ware sollte ein wichtiges Kaufkriterium sei. Ist das Material robust und langlebig, lässt es sich einfach reinigen und hält es auch Regen und Sonne gut stand? Dann ist es wahrscheinlich, dass es lange hält.
Sorgfältiger Umgang: Wer seine Kleidungsstücke gut pflegt und kleine Schäden regelmäßig ausbessert, hat länger etwas davon. Am längsten halten Kleider, wenn sie gemäß der Angaben in der Pflegeanleitung gereinigt und nicht im Trockner getrocknet werden.
Second Hand kaufen: Statt Neuware ist der Kauf in Second-Hand-Märkten eine gute Möglichkeit, den Kleiderschrank nachhaltiger zu gestalten. In vielen Großstädten, aber auch online, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, kreative und klassische Teile gebraucht zu erwerben.
Trend Upcycling: Aus Altem etwas Neues machen – das ist der Trend zum Upcycling. Dazu werden einfach alte Kleider und Stoffe zu einem neuen Stück vernäht und ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet.
Minimalismus: Statt möglichst viele Teile in den Schrank zu legen, sollte man sich auf wenige auswählte Kleider festlegen. So fällt morgens das Zusammenstellen des Outfits leichter.
Fair Fashion tragen: Fair Fashion ist Mode, die unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wurde. Kinderarbeit ist verboten, den Arbeitern wird ein fairer Lohn gezahlt und die allgemeinen Arbeitsbedingungen fallen sozialverträglich aus. Nicht zuletzt kommt bei Fair Fashion auch der Produktqualität oft ein besonderes Augenmerk zu. Viele Fair Fashion Labels setzen zudem einen Fokus auf Bio- oder Recyclingmaterialien.

Nichts mehr wegwerfen

Aussortierte Kleider müssen nicht in den Müll. Auch die überall aufgestellten Container zur „Kleiderspende“ sind nicht wirklich eine sinnvolle Lösung. Denn hier wird die Kleidung nicht an Bedürftige verschenkt, sondern weiterverkauft.

Viel effektiver ist es, wenn die Kleider in einem Second-Hand-Laden abgegeben oder direkt verschenkt werden. So haben andere Menschen noch was davon. Bei gemeinnützigen Organisationen kann man Kleider ebenfalls spenden. Für besonders hochwertige Stücke gibt es die Möglichkeit des Kleidertausches. Was gut erhalten ist, kann zudem auf dem Flohmarkt noch ein paar Euro bringen.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich der Kleiderschrank nachhaltig umgestalten lässt. Der Trend geht zu einfachen, aber zeitlosen Outfits, die sich dennoch sehr kreativ immer wieder neu kombinieren lassen. Was nicht mehr getragen wird, sollte auch nicht im Kleiderschrank bleiben. Verschenken, tauschen oder verkaufen – Hauptsache Ungenutztes kommt weg und der Fokus bleibt beim Wesentlichen.

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