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Kinderspielzeug: Wie viel ist zu viel?

Die Fantasie von Kindern kennt keine Grenzen: Während sie mit Töpfen und Pfannen Musik machen können, werden kurzerhand Alltagsgegenstände zu wahren Helden auserkoren. Diese Vorstellungskraft möchten Eltern natürlich fördern, ihren Kindern jedoch gleichzeitig unterschiedlichste Varianten an Spielzeug anbieten. Wer schon einmal in einer Abteilung für Kinderspielzeug nach einem Geschenk gesucht hat, stellt allerdings schnell fest, dass die schiere Masse an farbenprächtigen Artikeln einfach überfordert. Mit diesem Gefühl sind die Erwachsenen trotzdem nicht allein: Auch Kinder werden in ihrem freien Spiel gehemmt, wenn sie sich nicht zwischen all den Alternativen entscheiden können.

Kinderspielzeug Wie viel ist zu viel

pixabay.com / @5712495

Sinnvolle Spielsachen: Können Kinder davon genug haben?

Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Spielzeuge auf dem Markt. Einige von ihnen sehen einfach nur schön aus, andere sollen die Kinder in ihrer Entwicklung fördern: Von motorisch über feinmotorisch bis hin zu einer Erweiterung der sozialen Kompetenzen ist beinahe alles vertreten.

Grundsätzlich können Eltern beim Kauf von Spielzeug wenig falsch machen, denn die meisten von ihnen sind tatsächlich gut für die Entwicklung des Kindes. Allerdings gilt es, eine gewisse Grenze einzuhalten.

Wo genau diese Grenze liegt, hängt vom Kind ab. Es gibt also keine allgemeingültige Regel, die besagt, dass ein Kind nur fünf oder sieben Kuscheltiere oder drei Puppen besitzen darf. Vielmehr kommt es darauf an, ab wann das Kind sich überfordert fühlt. Diese Überforderung ist einerseits eine individuelle Erfahrung, andererseits hängt sie von der Art des Spielzeugs ab. Während beispielsweise ein oder zwei Bälle ausreichen, lassen sich nur mit zahlreichen Legosteinen wahre Fantasie-Paläste erschaffen.

Das Alter des Kindes entscheidet ebenfalls über die Spielzeugmenge

Neben der eigenen Persönlichkeit hat das Entwicklungsalter des Kindes einen Einfluss darauf, wie viele Spielzeuge notwendig erscheinen. Dennoch gilt dabei stets: Weniger ist mehr. Das Kind sollte auf keinem Fall in seinem Zimmer von der hohen Auswahl erschlagen werden. Der Grund dafür ist einfach: Steigt die Auswahl überproportional an, springen die Kleinsten von Angebot zu Angebot, ohne sich dabei in ihr Spiel vertiefen zu können.

Spielzeug-Tausch: Eine gute Alternative zum vollgestellten Zimmer

Kinder sind in ihrer Entwicklung sehr schnelllebig und richten sich innerhalb kürzester Zeit gänzlich neu aus. Das betrifft nicht nur ihre Kompetenzen, sondern vor allem ihre Interessen. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, hin und wieder Teile des Spielzeugs verschwinden zu lassen, die aktuell nicht zu den Vorlieben des Spielens gehören. Dadurch befindet sich zum einen weniger Altlast in den Regalen und Schränken, andererseits kann sich das Kind voll und ganz auf sämtliche Spielzeuge konzentrieren, die sich zu diesem Moment in seiner unmittelbaren Umgebung befinden.

Ein weiterer Vorteil: Sind bestimmte Spielsachen für längere Zeit verschwunden, erscheinen sie anschließend umso interessanter. Auf diese Weise ist es nicht immer notwendig, für ein Mehr an Spielzeug zu sorgen. Dadurch entspannt sich nicht nur das wohnliche Umfeld, sondern auch das Maß an finanziellen Mitteln, die in immer neue Spielsachen investiert werden müssen.

Bücher: Hier gilt weniger ist nicht mehr

Eine Ausnahme zu der Regel „Weniger ist mehr“ sind Bücher. Bereits kleine Kinder lieben Bücher, die sie mit all ihren Sinnen wahrnehmen können. Dazu gehören sowohl solche, die zum Fühlen und Tasten geeignet sind, als auch solche, die Musik machen können. Je älter das Kind wird, desto mehr kann die Wahl auf gewöhnliche Bücher fallen. Sie fördern ebenfalls die Kreativität und unterstützen die Fantasie – wenn auch auf andere Weise als herkömmliches Spielzeug. Dabei fördern sie das Kind auf der sprachlichen und kreativen Ebene ebenso wie einschlägige Spielsachen.

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