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Investieren in unsicheren Zeiten: Gold als Kapitalanlage attraktiv

Viele Sparer leiden unter niedrigen Zinsen und der aktuell hohen Inflation: Zahlreiche Vermögen verlieren an Wert, Anleger können sich von ihren Ersparnissen weniger leisten. Wirtschaftliche Unsicherheiten im Zuge der Coronakrise kommen als Problem hinzu. Die krisenfeste Kapitalanlage Gold gewinnt deshalb an Beliebtheit.

Gold gilt traditionell als perfektes Anlageinstrument in risikobehafteten Wirtschaftsphasen. Sparer und Investoren schätzen die hohe Wertstabilität und das Kurspotenzial. Doch wie legen Interessierte ihr Geld in Gold an? Welche Arten an Kapitalanlage kommen infrage? Wie maximieren Anleger ihre Gewinnchancen und reduzieren Risiken? Und welche Besonderheiten gelten bei physischem Gold? Dieser Artikel klärt auf!

Investieren in unsicheren Zeiten Gold als Kapitalanlage attraktiv

Gute Gründe für Gold: Inflationsschutz und Renditechancen

Die Inflationsrate in Deutschland nähert sich in schnellen Schritten der 5-%-Marke an: Das sind historisch hohe Werte. Nun machen sich die Folgen der Coronakrise bemerkbar – niemand weiß, ob und wann die Teuerungsrate wieder zurückgeht. Der Goldpreis zieht zugleich an. Diese Entwicklung überrascht nicht, Gold hat sich als sicherer Hafen und Instrument des Inflationsschutzes etabliert. Der Vorteil von Gold liegt in der begrenzten Verfügbarkeit. Notenbanken können die Geldmenge unbegrenzt erweitern und damit Preissteigerungen forcieren, bei Gold ist das unmöglich.

Die Wertstabilität ist ein wesentliches Argument für Gold als Kapitalanlage. Darüber hinaus bietet dieses Edelmetall ansprechende Kurspotenziale. Vor allem in Krisenzeiten steigt die Nachfrage nach Gold enorm, entsprechend stark erhöht sich der Goldkurs. Besitzer von Gold verzeichnen hohe Kursgewinne!

Risiken streuen: Gold als Komponente einer umfangreichen Anlagestrategie

Jeder Anleger sollte sich aber bewusst sein, dass mit der Goldanlage auch gewisse Risiken einhergehen. Der Goldpreis unterliegt Kursschwankungen, nach einem Anstieg kann er wieder fallen. Wer das Edelmetall zu einem Höchstkurs erwirbt, sieht sich gegebenenfalls mit Kursverlusten konfrontiert. Experten raten deshalb zur Risikostreuung im Portfolio: Niemand sollte ausschließlich auf Gold setzen! Stattdessen empfiehlt sich eine Mischung aus unterschiedlichen Anlageformen wie Edelmetalle, Anleihen, Aktien, Festgeld und Immobilien.

Investments in Gold: Diese Arten gibt es

Anleger können ihr Geld auf unterschiedliche Weise in Gold investieren. Alle Varianten haben Vor- und Nachteile, jeder sollte sie zuvor gründlich abwägen. Diese Möglichkeiten existieren:

– Erwerb von physischem Gold
– Investition in börsengehandelte Goldprodukte
– Kauf von Goldminenaktien

Bei den ersten beiden Optionen lassen sich mehrere Unterkategorien unterscheiden. Beim physischen Gold wählen Sparer zum Beispiel zwischen verschiedenen Goldanlagen und Lagerorten. Bei den börsengehandelten Investmentprodukten sollten sich Interessierte über die konkreten Mechanismen informieren.

Physisches Gold kaufen: Goldbarren und Goldmünzen

Grundsätzlich eignet sich jedes Objekt aus Gold zur Kapitalanlage. Auch Schmuckstücke aus Gold haben einen gewissen Wert. Dasselbe gilt für Sammlermünzen aus Gold. Bei der professionellen Geldanlage setzen Investoren jedoch auf Anlagegold, das es als Barren oder Anlagemünzen gibt. Bei diesem Anlagegold entscheidet sich der Wert am Materialwert, also am momentanen Goldpreis. Sammlermünzen weichen davon ab, ihr Wert ergibt sich aus dem Materialwert plus dem Sammlerwert. Die Investition in Sammlergold ist komplex und häufig teuer, für Anlagezwecke empfiehlt sich Anlagegold.

Physisches Gold sicher lagern

Kaufen Anleger Anlagebarren oder Goldmünzen, stellt sich die Frage der Lagerung. Die entsprechenden Kosten reduzieren die mögliche Rendite. Wenn Eigentümer ihr Gold zu Hause deponieren wollen, sollten sie einen hochwertigen Safe erwerben. An einen ausreichenden Versicherungsschutz sollten sie ebenfalls denken. Günstiger ist die Lagerung in einem Bankschließfach. Viele Goldhändler wie Goldkontor Hamburg bieten zusätzlich die Verwahrung in einem zentralen Depot an. Das stellt die preiswerteste Variante dar.

Börsengehandelte Goldprodukte als Alternative

Die Kosten für die Lagerung meiden Investoren, wenn sie Goldinvestments an der Börse kaufen. Es gibt vielfältige Anlageprodukte, die den Goldkurs teilweise oder vollständig nachvollziehen. So können Anleger ETFs kaufen: In Deutschland ist diese Anlageoption jedoch eingeschränkt – Investmentgesellschaften dürfen höchstens 30 % des Anlagekapitals in Gold investieren. Bei ETCs als Inhaberschuldverschreibung ist diese Begrenzung nicht vorhanden. Darüber hinaus gibt es Goldzertifikate und Derivate auf Gold.

Aktien von Goldminenfirmen kaufen

Mit Anteilsscheinen von Goldminenunternehmen beteiligen sich Anleger indirekt am Goldmarkt. Der Wert dieser Aktien orientiert sich stark an der Entwicklung des Goldpreises. Das lässt sich leicht erklären: Steigen die Nachfrage nach Gold und der Goldpreis, erzielen diese Aktiengesellschaften höhere Gewinne. Es können sich aber auch andere Faktoren wie die Stimmung an den Aktienmärkten und Entscheidungen der einzelnen Unternehmen auf den Aktienkurs auswirken. Es gibt keine Garantie, dass sich die Kurse im Gleichschritt zum Goldpreis entwickeln. Wer eins zu eins am Goldkurs partizipieren will, sollte lieber in physisches Gold oder entsprechende börsengehandelte Produkte investieren.

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