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Felix Haupt informiert – die wichtigsten Fakten über Aktienindizes

Börsenentwicklungen können nur sehr schwer vorhergesagt werden. Zu vielfältig sind die Einflüsse, die makroökonomische, gesellschaftliche und politische Faktoren jeden Tag aufs Neue auf die Märkte ausüben. Das Ergebnis: Tausende von Kursen verändern sich in Echtzeit und verlangen von Anlegern schnelle Entscheidungen. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, wurden Indizes geschaffen. Börsenexperte Felix Haupt erklärt ihre Funktionsweise, ihre Vorteile und ihre Nutzung.

Felix Haupt informiert – die wichtigsten Fakten über Aktienindizes

Bild: ©Kurt Kleemann/Adobe Stock

Aktienindizes – ein Überblick

Mit Indizes werden die Unternehmen eines wirtschaftlichen Teilbereichs zusammengefasst, die die größte Marktkapitalisierung aufweisen. Dabei sind vor allem die Leitindizes hervorzuheben, die die wichtigsten Unternehmen der jeweiligen Volkswirtschaft in sich vereinigen. Dazu gehören zum Beispiel der DAX in Deutschland, der Dow Jones in den USA und der Nikkei in Japan.

Darüber hinaus stellt man Indizes auch noch nach weiteren Kriterien zusammen. Ein Beispiel hierfür ist der Branchenindex TecDAX für Technologieunternehmen. Auch der DIMAX für Immobilien-AGs ist hier zu nennen. Auf der anderen Seite gibt es auch Indizes wie den Entrepreneurial Index (GEX), der ausschließlich inhabergeführte Unternehmen listet. Weitere Klassifizierungsmöglichkeiten bieten der Aktienindex für erneuerbare Energien (RENIXX) und der Natur-Aktien-Index (NAI).

Indizes werden in den meisten Fällen von Börsen aufgelegt, die an den Lizenzgebühren verdienen. Es gibt aber auch noch zahlreiche weitere Herausgeber wie Anlegermagazine, Aktienemittenten, Rating-Agenturen, Wirtschaftsforen und Börsenbriefe.

Weitere Index-Arten

Neben den klassischen Aktienindizes gibt es noch weitere Indizes, die sich durch ihre zugrundeliegenden Basiswerte unterscheiden. Hierzu zählen unter anderem der Deutsche Rentenindex (REX), der Goldman Sachs Commodity Index (GSCI) für Rohstoffe und der Volatilitätsindex VDAX-NEW, über den die Schwankungsintensität verschiedener Werte abgebildet wird.

Tipp: Indizes bieten zwar eine Orientierungshilfe, dennoch ist es gerade für Einsteiger oft schwer, lukrative Werte zu finden und über einen längeren Zeitraum erfolgreich zu investieren. In diesem Fall können professionelle Anleitungen wie das Felix-Haupt-Eine-Million-Musterdepot weiterhelfen.

Die Ermittlung von Aktienindizes

Die Berechnung von Indizes wie dem DAX erfolgt in Echtzeit. Dabei wird die Summe der Tageskurse aller enthaltenen Aktien durch die Summe der Unternehmen am Stichtag geteilt und anschließend mit 100 multipliziert. Handelt es sich um Performance-Indizes, bezieht man außerdem noch Dividenden- und Bonuszahlungen mit ein. Im Anschluss platziert man die Unternehmen des Index‘ entsprechend ihrer Marktkapitalisierung.

Damit ein Index langfristig aussagekräftig bleibt, ist eine regelmäßige Anpassung erforderlich. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich Unternehmen vom Markt zurückziehen oder fusionieren. Auch bei einer Veränderung der Marktkapitalisierung und des Umsatzes ist eine Anpassung notwendig. Beim DAX erfolgt zum Beispiel einmal jährlich eine ordentliche und ein Mal pro Quartal eine kleinere Anpassung.

Wie man als Anleger in Indizes investiert

Will man an der Entwicklung von Indizes partizipieren, nutzt man dafür üblicherweise Indexfonds. Das sind ETFs, die bestimmten Indizes nachgebildet sind. Das Ganze funktioniert wie bei einem konventionellen Fonds. Die Anleger zahlen gemeinsam in einen von einer Fondsgesellschaft verwalteten Geldtopf ein und bekommen die Kursgewinne ausgezahlt, die aus den damit getätigten Investitionen erwachsen sind.

Diese Form der Investition zeichnet sich vor allem durch ihre Sicherheit aus. Verliert eine Aktie an Wert, kompensiert ein Kurszuwachs an anderer Stelle den Verlust. Darüber hinaus punkten Indexfonds mit der niedrigen Verwaltungsgebühr.

Das ist bei einer Investition in Indizes zu beachten

In den letzten 50 Jahren sind immer wieder neue Anlageformen, Börsenstrategien und Investment-Gesellschaften entstanden. Da ist es kein Wunder, dass auch die Zahl der Indizes gestiegen ist. Allein das US-amerikanische Verlagshaus Dow Jones gibt über 3.000 heraus. Auch die Deutsche Börse in Frankfurt steht dem mit 2.000 Indizes für Aktien, Anleihen und weitere Werte in nichts nach.

Nicht zu vergessen ist die steigende Zahl von Länder-Indizes und das immer größer werdende Volumen thematischer Indizes, das auf die steigende Nachfrage nach Derivaten zurückzuführen ist. Vor allem Einsteigern fällt es unter diesen Bedingungen schwer, den Überblick zu behalten.

Doch damit enden die Herausforderungen beim Investment in Indizes längst nicht. So weisen beispielsweise die in Indizes vertretenen Gesellschaften oft deutliche Unterschiede hinsichtlich ihrer Größe auf. Während beispielsweise der DAX-Spitzenreiter SAP im November 2020 eine Marktkapitalisierung von fast 117 Milliarden Euro aufwies, waren es beim 30. Platz Covestro gerade einmal 8,6 Milliarden. Das führt dazu, dass sich die Schieflage eines Unternehmens auf den ganzen Index auswirken kann.

Deshalb sollten sich Investoren vor einer Entscheidung genau über die Substanzwerte der Unternehmen und ihre Entwicklungsperspektive informieren. Darüber hinaus sollten folgende Grundsätze berücksichtigt werden:

– In etablierte Indizes investieren
– Möglichst homogene Indizes auswählen
– Nur in Indizes investieren, die man wirklich versteht

Fazit

Aus Indizes lassen sich zusammengefasste Informationen über die Kursentwicklungen von Unternehmen aus bestimmten Marktsegmenten entnehmen. Damit können sich Anleger einen guten Überblick verschaffen und sich Investitionsentscheidungen erleichtern. Vor allem Leitindizes bieten hierbei eine solide Orientierung. Will man mit wenig Aufwand an der Entwicklung eines Indizes teilhaben, kann man dies zum Beispiel mit einem Indexfonds tun. Dabei sollte man die fundamentalen Kennzeichen der enthaltenen Unternehmen aber immer im Auge behalten, um nicht von plötzlichen Kursverlusten überrascht zu werden.

Über Felix Haupt

Felix Haupt von der BeJoCo Finanzinformationen GmbH ist Trading- und Börsenexperte. Er verfügt über jahrelange Erfahrung mit verschiedensten Anlageklassen und teilt sein Wissen unter anderem mit seinem erfolgreichen Börsenbrief. In dem Börsenbrief kann jeder Interessierte nachvollziehen, wie man durch den Kauf von Aktien und Hebelscheinen ein erfolgreiches Depot aufbaut. Neben seiner Arbeit an der Börse verfügt Felix Haupt auch über umfangreiche Erfahrungen im Bereich Persönlichkeitsentwicklung.

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