Ein einfaches Pärchenfoto, mit großer Bedeutung. Ralf Schumacher sagt damit: ich bin jetzt mit einem Mann zusammen!
„Als ich den Post gesehen habe vom Ralf habe ich gedacht krass, krasser Schritt, den er da gemacht hat. Und im ersten Moment dachte ich einfach nur, das muss irre befreiend sein für ihn. Weil es ist ein Prozess, in dem jeder homosexuelle Mann steckt.“
Ein Prozess, bis es sich richtig anfühlt, der Öffentlichkeit sowas privates zu erzählen. Auch Lars Steinhöfel ist da durchgegangen. Der 38-Jährige hat seine Sexualität lange geheim gehalten. Sich mit 28 als schwul geoutet. Etwas das – leider - immer noch nicht von allen akzeptiert wird.
„Ich bin auf dem CSD Dresden mitgelaufen und da wurde mir wirklich bewusst, dass es Leute gibt, die Menschen hassen, die sich einfach lieben. // dass es Menschen immer noch gibt, die dagegen sind, weil einfach nur, weil sie das nicht möchten oder nicht in ihre Weltordnung passt.“
Ja, es muss noch viel passieren! Ralf Schumacher hat ein wichtiges Zeichen gesetzt – für die Gesellschaft, aber vor allem für sich selbst.
„Ich glaube, wenn man sein Wesen verstecken muss oder will oder geheim halten will, dann ist es auch so ein psychischer Druck, den man sich selbst aufbürdet. Ich weiß gar nicht, ob man das in Worte fassen kann, wie befreiend ein Outing sein kann. Ich weiß einfach nur von mir selber, dass man einfach mit der ganzen Welt im Einklang ist und sagen kann: Hier bin ich, hier ich liebe die Person oder Ich liebe Männer oder was auch immer.“
Man kann man selbst sein, sein Leben endlich frei und unbeschwert leben. Denn ein Coming-out ist – wie eine neue Liebe – ein neues Leben! Ralf Schumacher hat jetzt endlich beides!