Zwischen 4 und weit über 40 Euro pro Unterrichtsstunde – so breit ist die Preisspanne, wenn du bei Preply einen Sprachlehrer buchst. Eine einheitliche Preisliste wie bei einer Streaming-Flatrate gibt es hier nicht: Jeder Tutor bestimmt seinen Stundensatz selbst.
Preply ist kein App-Abo, sondern ein Marktplatz für Einzelunterricht: Über 100.000 Tutoren aus mehr als 180 Ländern unterrichten dort in über 90 Sprachen per Video – von Weltsprachen wie Englisch oder Spanisch bis zu Nischensprachen wie Georgisch oder Tagalog. Du suchst dir eine Lehrkraft aus, buchst Stunden nach Bedarf und zahlst genau den Satz, den diese eine Person verlangt.
Genau darin liegt der Unterschied zu Babbel, Duolingo oder Rosetta Stone: Dort kaufst du Zugang zu einer App mit fixem Preis pro Monat oder Jahr. Bei Preply kaufst du die Zeit eines Menschen – und die kostet je nach Erfahrung, Herkunftsland und Sprache völlig unterschiedlich viel. Wer „die” Preply-Kosten sucht, findet also keine einzelne Zahl, sondern eine Bandbreite. Wir zeigen dir, wie sich diese Bandbreite zusammensetzt, wo du sparen kannst und worauf du bei der Tutor-Wahl achten solltest.
Preply: Preise auf einen Blick
Weil jeder Tutor seinen eigenen Preis festlegt, bewegen sich die Stundensätze bei Preply in klar erkennbaren Stufen – abhängig davon, wie viel Erfahrung, Zertifizierung und Spezialisierung eine Lehrkraft mitbringt:
| Tutor-Profil | Typischer Stundenpreis |
|---|---|
| Probestunde (25–50 Min.) | ab ca. 1 € |
| Neue Tutoren, noch wenige Bewertungen | ca. 4–9 € |
| Erfahrene Tutoren mit mehrjähriger Praxis | ca. 10–20 € |
| Zertifizierte Muttersprachler-Lehrkräfte | ca. 18–30 € |
| Prüfungscoaches, Business-Englisch, seltene Sprachen | ca. 30–45 € und mehr |
Zwei Faktoren verschieben diese Spannen zusätzlich: die Sprache und der Wohnort des Tutors. Für stark nachgefragte Sprachen wie Englisch oder Spanisch findest du wegen des großen Angebots auch am unteren Ende viele gute Lehrkräfte. Bei selteneren Sprachen ist die Auswahl kleiner, die Preise liegen tendenziell höher. Und weil sich der Stundensatz an den Lebenshaltungskosten des Tutors orientiert, unterrichten viele Lehrkräfte aus Osteuropa, Lateinamerika oder Südostasien zu spürbar niedrigeren Preisen als gleich qualifizierte Muttersprachler aus Westeuropa oder Nordamerika.
Was kosten Preply-Sprachlehrer im Detail?
Es gibt keine Preply-Zentrale, die einen Stundensatz vorgibt – jeder Tutor kalkuliert seinen Preis selbst, und das auf Basis mehrerer Faktoren. Wie lange unterrichtet die Person schon, wie viele Bewertungen und welchen Notendurchschnitt hat sie gesammelt? Besitzt sie ein Lehrdiplom oder einen Hochschulabschluss in der jeweiligen Sprache? Ist sie Muttersprachlerin oder unterrichtet sie eine Fremdsprache, die sie selbst gelernt hat? Und hat sie sich spezialisiert, etwa auf Prüfungsvorbereitung, Business-Kommunikation oder Unterricht für Kinder?
Zusätzlich spielt das Herkunftsland eine große Rolle für den Preis, weil sich viele Tutoren am Preisniveau ihres Wohnorts orientieren. Ein erfahrener Englischlehrer aus den Philippinen oder aus Kolumbien verlangt oft deutlich weniger als ein vergleichbar qualifizierter Kollege aus London oder Los Angeles – ohne dass die Unterrichtsqualität zwangsläufig schlechter wäre. Wer preisbewusst sucht, sollte deshalb nicht nur nach Bewertung filtern, sondern auch verschiedene Herkunftsländer vergleichen.
Abgerechnet wird in Lektionspaketen: Du buchst eine bestimmte Anzahl an Unterrichtsstunden bei deinem gewählten Tutor, die Zahlung läuft in wiederkehrenden Zyklen von rund vier Wochen. Wichtig zu verstehen: Diese Wiederkehr ist kein Abo mit Preply-eigenem Fixpreis, sondern schlicht eine automatisierte Nachbestellung der gebuchten Stunden bei genau diesem Tutor – ändert sich dein Tutor oder dein Stundenpensum, ändert sich auch der Betrag.
Ein Hebel, den viele übersehen: Buchst du bei einem Tutor gleich ein größeres Paket – etwa 10 oder 20 Stunden auf einmal statt einzelner Termine –, bieten zahlreiche Lehrkräfte von sich aus einen Nachlass auf den Stundenpreis an. Diese Paketrabatte sind nicht plattformweit festgelegt, sondern liegen im Ermessen des einzelnen Tutors; frag im Vorfeld per Nachricht gezielt danach. Wer sich für ein Sprachziel wirklich Zeit nimmt, spart auf diesem Weg über Wochen und Monate spürbar Geld gegenüber dem Buchen einzelner Stunden.
Gibt es eine kostenlose Testphase oder Geld-zurück-Garantie bei Preply?
Einen kostenlosen Tarif mit unbegrenztem Zugang gibt es bei Preply nicht – Profile durchstöbern und Bewertungen lesen kannst du zwar gratis, für echten Unterricht zahlst du aber von der ersten Minute an. Der Einstieg ist trotzdem risikoarm: Die Probestunde kostet meist nur rund 1 Euro und dauert 25 oder 50 Minuten, je nach Tutor.
Diese eine Stunde reicht in der Regel aus, um zu merken, ob Lehrstil, Tempo und Sympathie stimmen. Passt es nicht, greift die Zufriedenheitsgarantie von Preply: Du kannst kostenlos zu einem anderen Tutor wechseln oder dir dein Geld für die Probestunde vollständig erstatten lassen. Diese Garantie gilt jedoch ausdrücklich nur für die erste gebuchte Stunde bei einem Tutor – danach greifen die regulären Bedingungen, weshalb sich ein aufmerksames erstes Kennenlernen auszahlt, bevor du ein größeres Stundenpaket buchst.
So sparst du bei Preply
Weil der Preis komplett am Tutor hängt, ist deine Tutor-Auswahl der größte Sparhebel überhaupt. Ein paar konkrete Ansatzpunkte:
- Herkunftsland vergleichen: Qualifizierte Tutoren aus Osteuropa, Lateinamerika oder Asien kosten oft nur einen Bruchteil dessen, was Muttersprachler aus Westeuropa oder den USA verlangen – bei ähnlicher Bewertung.
- Mehrere Probestunden statt Bauchentscheidung: Teste zwei oder drei Tutoren in unterschiedlichen Preisklassen, bevor du dich auf ein größeres Paket festlegst.
- Stundenpakete buchen: Frag deinen Tutor aktiv nach einem Rabatt für 10 oder 20 Stunden am Stück statt einzelner Termine.
- Über die Website statt über die App buchen: Buchungen über den Apple App Store oder Google Play können durch die dortige Provision spürbar teurer ausfallen als direkt auf preply.com.
- Auf Aktionen achten: Rund um Black Friday oder zum Jahreswechsel bietet Preply gelegentlich Guthaben-Aktionen oder reduzierte Probestunden für Neukunden an.
Eine ausführliche, laufend aktualisierte Übersicht aktueller Gutscheincodes und Rabattaktionen findest du in unserem separaten Ratgeber: Preply-Gutschein – aktuelle Rabatte im Überblick.
Alternativen zu Preply
Preply ist nicht für jeden die richtige Wahl – wer lieber nach Guthaben statt in Lektionspaketen zahlt, mehr auf feste Kurspreise setzt oder erst einmal ganz ohne menschlichen Tutor üben will, findet bei diesen drei Alternativen unterschiedliche Preismodelle.
italki funktioniert ähnlich wie Preply – echte Tutoren, freie Terminwahl –, rechnet aber über ein Credit-System ab: Du kaufst dir Guthaben und buchst damit einzelne Stunden bei einem von tausenden Tutoren, statt dich in ein wiederkehrendes Stundenpaket einzuschreiben.
Lingoda setzt auf strukturierten Unterricht mit zertifizierten Lehrkräften in festen Kleingruppen – zu einem klar kalkulierbaren Festpreis pro Monat statt individueller Tutor-Stundensätze. Wer lieber einem festen Lehrplan folgt und nicht selbst aus Tausenden Profilen wählen möchte, ist hier gut aufgehoben.
Talkpal geht einen ganz anderen Weg: Statt menschlicher Tutoren übernimmt hier eine KI-Gesprächspartnerin das Sprechtraining – rund um die Uhr verfügbar und meist zu einem festen, deutlich niedrigeren Abopreis als jede Stunde bei einem echten Preply-Tutor. Ideal, um zwischen bezahlten Unterrichtsstunden zusätzlich Sprechpraxis zu sammeln.
Häufig gestellte Fragen zu Preply Kosten
Eine allgemeingültige Durchschnittszahl gibt es nicht, weil jeder Tutor seinen Preis selbst festlegt. Als grobe Orientierung: Neue Tutoren verlangen oft 4 bis 9 €, erfahrene Lehrkräfte 10 bis 20 € und zertifizierte Muttersprachler oder Prüfungsspezialisten 20 bis über 40 € pro Stunde.
Weil Preply ein Marktplatz und kein einheitliches Abo-Produkt ist. Erfahrung, Zertifizierungen, Spezialisierung, Nachfrage nach der jeweiligen Sprache und vor allem das Herkunftsland des Tutors bestimmen den Preis – nicht eine zentrale Preisliste des Anbieters.
Für die erste gebuchte Stunde bei einem Tutor gilt eine Zufriedenheitsgarantie: Gefällt dir der Unterricht nicht, kannst du kostenlos zu einer anderen Lehrkraft wechseln oder dir das Geld vollständig erstatten lassen. Für spätere Stunden greifen dann die regulären Bedingungen.
Häufig ja. Viele Tutoren bieten für größere Pakete – etwa 10 oder 20 Stunden am Stück – einen Nachlass auf den Stundenpreis an. Ein fester, plattformweiter Rabattsatz existiert dafür nicht, es lohnt sich aber, den Tutor vor der Buchung direkt danach zu fragen.
Ja, das kann vorkommen. Buchungen über den Apple App Store oder Google Play unterliegen dort üblichen Store-Provisionen, die auf den Preis aufgeschlagen werden. Direkt über preply.com am Desktop oder im mobilen Browser zu buchen, ist deshalb meist die günstigere Variante.
Ein Tutor kann seinen Stundensatz grundsätzlich anpassen, etwa wenn er mehr Erfahrung und Bewertungen gesammelt hat. Bereits gebuchte und bezahlte Stunden sind davon nicht betroffen – eine Preisänderung wirkt sich erst auf künftige Buchungen bei diesem Tutor aus.
Fazit
Preply hat keinen Einheitspreis – und genau das ist Chance und Stolperstein zugleich. Wer gezielt nach Herkunftsland, Erfahrung und Bewertung vergleicht, findet auch mit kleinem Budget passende Tutoren ab wenigen Euro pro Stunde. Wer blind den erstbesten Treffer bucht, zahlt schnell das Mehrfache dessen, was für die gleiche Qualität möglich gewesen wäre. Nimm dir für die Tutor-Auswahl genauso viel Zeit wie für die Sprache selbst – dann stimmt am Ende auch der Preis.
