Kurz zusammengefasst:
🔎 8 geprüfte Preply-Alternativen im Kostenvergleich – von komplett gratis bis Premium-Abo
🥇 Unsere Empfehlung: italki – riesige Lehrerauswahl, keine Vertragsbindung, Stunden ab wenigen Euro
💶 Preisspanne: 0 € (HelloTalk, Tandem) bis rund 445 €/Monat (Chatterbug Ultimate-Paket)
🎯 Passt zu dir, wenn du für echten Sprachunterricht, Apps oder Tandem-Partner weniger zahlen willst als bei Preply
Eine Rechnung von Preply über 180 Euro für vier Wochenstunden im Monat lässt viele Nutzer zusammenzucken. Klar, ein persönlicher Tutor hat seinen Preis – aber muss es ausgerechnet dieser Anbieter sein? Wir haben uns umgesehen, was der Markt sonst noch hergibt, und dabei einige Überraschungen entdeckt.
Von der App mit 300 Sprachen bis zur Plattform, die dir am Ende ein anerkanntes Zertifikat ausstellt: In diesem Artikel stellen wir dir acht Alternativen zu Preply vor, ordnen sie nach Preis, Lernform und Zielgruppe ein und verraten, welche davon unser Testsieger geworden ist.
Warum sich ein Blick über Preply hinaus lohnt
Preply hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der bekanntesten Adressen für individuellen Online-Sprachunterricht entwickelt. Mehr als 100.000 Tutoren in über 90 Sprachen, eine Probestunde schon ab 1 Euro und ein Buchungssystem, das sich flexibel an deinen Kalender anpasst – auf dem Papier liest sich das rundum überzeugend.
In der Praxis zeigen sich aber Schwächen, sobald du regelmäßig lernst. Preply verlangt von seinen Tutoren rund 15 bis 33 Prozent Provision – ein Kostenblock, den viele Lehrkräfte über höhere Stundensätze wieder hereinholen. Wer zusätzlich merkt, dass die Qualität der Tutoren stark schwankt und zwischen den Stunden kaum strukturiertes Übungsmaterial zur Verfügung steht, fängt an, sich umzuschauen.
Die häufigsten Gründe für den Wechsel:
- Die Kosten laufen aus dem Ruder: Eine Wochenstunde bei einem erfahrenen Tutor treibt die monatliche Rechnung schnell über 100 Euro – bei zwei Terminen pro Woche verdoppelt sich das
- Kein einheitlicher Standard: Ob zertifizierter Sprachlehrer oder engagierter Laie ohne pädagogische Ausbildung entscheidet bei Preply allein das Tutor-Profil, nicht die Plattform
- Lücke zwischen den Stunden: Vokabeltraining, Grammatikübungen oder ein roter Faden zwischen den Terminen fehlen fast vollständig
Genau an diesen drei Punkten setzen die folgenden Alternativen an – jede auf ihre eigene Art.
Die 8 besten Preply-Alternativen im Überblick
Manche suchen einen günstigeren 1:1-Tutor, andere wollen komplett kostenlos mit Muttersprachlern chatten oder lieber mit einer App im eigenen Tempo lernen. Die folgende Übersicht sortiert alle acht Kandidaten danach, wofür sie sich jeweils am besten eignen – die ausführliche Einordnung folgt direkt im Anschluss.
- italki – unsere Empfehlung: größte Lehrerauswahl weltweit, kein Abo, Stunden schon ab wenigen Euro
- Lingoda – klar strukturierter Lehrplan mit GER-Niveaustufen und offiziellen Zertifikaten
- EF English Live – Spezialist fürs Englischlernen mit Live-Unterricht rund um die Uhr
- Chatterbug – Privatstunden plus kostenlose Selbstlern-Streams für die Zeit dazwischen
- HelloTalk – komplett kostenloser Sprachaustausch mit Muttersprachlern in 260+ Sprachen
- Tandem – die größte Sprachauswahl überhaupt, plus optional buchbare Tutoren
- Promova – spielerische App fürs Micro-Learning mit optionalem 1:1-Unterricht
- Busuu – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis dank KI-Lernpfaden und Community-Korrekturen
| Alternative | Sprachen | Besonderheit |
|---|---|---|
| italki | 150+ | Lehrer-Marktplatz ohne Abo, Probestunden ab 1 € |
| Lingoda | 6 | Gruppenunterricht nach GER-Standard mit Zertifikat |
| EF English Live | 1 (Englisch) | 24/7-Live-Unterricht, Cambridge-Zertifizierung |
| Chatterbug | 4 | Privatstunden kombiniert mit Selbstlern-Streams |
| HelloTalk | 260+ | Kostenloser Austausch mit Muttersprachlern |
| Tandem | 300+ | Größte Sprachauswahl, geprüfte Community, Tutoren buchbar |
| Promova | 6 | Micro-Learning mit Spaced Repetition |
| Busuu | 14 | KI-Lernpfade, Community-Korrekturen, McGraw-Hill-Zertifikate |
Preply im direkten Vergleich zu den Alternativen
Damit du nicht nur die Beschreibung, sondern auch die harten Zahlen nebeneinander siehst, haben wir Preply und alle acht Alternativen in einer Tabelle gegenübergestellt.
| Anbieter | Sprachen | Einstiegspreis | Kostenlose Version | Lernform | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|
| Preply | 90+ | ab ca. 100 €/Monat | ❌ | 1:1-Unterricht | Anfänger & Fortgeschrittene |
| italki | 150+ | ab 4 €/Std. | ❌ | 1:1-Unterricht | Anfänger & Fortgeschrittene |
| Lingoda | 6 | ab 5,49 €/Std. | ❌ | Gruppen-/Einzelunterricht | Anfänger & Fortgeschrittene |
| EF English Live | 1 | variabel | ❌ | Live + Selbstlernen | Anfänger & Fortgeschrittene |
| Chatterbug | 4 | 0–445 €/Monat | ✅ | Privatstunden + Streams | Anfänger & Fortgeschrittene |
| HelloTalk | 260+ | 0–6,99 €/Monat | ✅ | Sprachaustausch | ab A2-Niveau |
| Tandem | 300+ | 0–6,99 €/Monat | ✅ | Sprachaustausch + Tutoren | ab A2-Niveau |
| Promova | 6 | variabel | ✅ | App + optionaler 1:1-Unterricht | Einsteiger |
| Busuu | 14 | ab 4,83 €/Monat | ✅ | KI-Lernpfade + Community | Anfänger & Fortgeschrittene |
Auffällig: Bei den Sprachen liegen die reinen Austausch-Apps HelloTalk und Tandem klar vor Preply, während Lingoda, Chatterbug und Promova sich bewusst auf wenige Sprachen konzentrieren, dafür aber mit Struktur und Zertifikaten punkten. Für den größten Preisvorteil gegenüber Preply sorgen italki und Busuu.
Welche Alternative passt zu deinem Lerntyp?
Die richtige Plattform hängt weniger vom Ranking als von deinem Lernziel ab. Finde dich in der folgenden Liste wieder:
- Kein Budget? HelloTalk kostet dich keinen Cent und verbindet dich direkt mit Muttersprachlern.
- Lernen für den Beruf? EF English Live mit Cambridge-Zertifikat oder Lingoda mit Business-Kursen bringen dich beruflich weiter.
- Eine seltene Sprache im Visier? Tandem deckt mit 300+ Sprachen praktisch jeden Exoten ab.
- Echter Unterricht, aber günstiger? italki vermittelt Lehrkräfte ab wenigen Euro pro Stunde, ganz ohne Abo.
- Nur ein paar Minuten am Tag? Promova ist auf kurze, spielerische Lerneinheiten zugeschnitten.
- Ganz am Anfang? Busuu führt dich strukturiert und günstig durch die ersten Niveaustufen.
- Unterricht plus Selbstlernen? Chatterbug verbindet Privatstunden mit täglichen Streams.
1. italki: unsere Empfehlung für flexiblen Unterricht ohne Abo
Auf einen Blick:
- Sprachen: 150+, von Englisch bis Klingonisch
- Preis: Community-Tutoren ab 4 €/Std., professionelle Lehrkräfte ab ca. 10 €/Std., kein Abo
- Kostenlose Version: Nein, aber Probestunden ab 1 €
- Lernform: 1:1-Unterricht mit frei wählbaren Lehrkräften
- Ideal für: alle, die günstige Einzelstunden ohne Vertragsbindung wollen
italki funktioniert wie ein offener Marktplatz: Tausende Lehrkräfte aus aller Welt bieten dort ihre Dienste an und bestimmen ihre Preise selbst. Statt eines Monatsabos kaufst du Credits und bezahlst nur für Stunden, die du wirklich buchst – der größte strukturelle Unterschied zu Preply.
Die Auswahl ist beeindruckend groß: Von pensionierten Muttersprachlehrern bis zu spezialisierten Business-Coaches findest du bei 150 verfügbaren Sprachen für fast jedes Anliegen jemanden. Die Preisspanne reicht von 4 Euro bei Einsteiger-Tutoren bis über 80 Euro bei hochspezialisierten Profis.
Weil weder Abo-Bindung noch hohe Provisionen den Preis nach oben treiben, liegen die Kosten häufig 30 bis 50 Prozent unter dem, was du bei Preply für vergleichbare Qualität zahlst. Der Kompromiss: Auch hier variiert die Lehrqualität stark, und ein strukturiertes Übungsprogramm zwischen den Stunden gibt es nicht von Haus aus.

Ein echter Pluspunkt ist der kostenlose Community-Bereich: Dort kannst du Texte schreiben und dir von Muttersprachlern kostenlos Korrekturen geben lassen, dich in Foren austauschen oder Sprachpartner finden – ganz ohne bezahlten Unterricht.
Das Bezahlmodell ist simpel gehalten: 1 Credit entspricht 1 US-Dollar, aufgeladen wird nach Bedarf. Wer gleich Pakete mit 5 oder 10 Stunden bucht, spart zusätzlich 5 bis 20 Prozent. Eine automatische Verlängerung wie bei klassischen Abos gibt es nicht.
Stärken gegenüber Preply:
- Kein Abo – du zahlst nur, was du tatsächlich buchst
- Mehr Sprachen zur Auswahl (150+ statt 90+)
- Oft deutlich günstiger bei vergleichbarer Lehrerqualität
Schwächen gegenüber Preply:
- Keine integrierte Lernplattform mit Übungsmaterial
- Kaum Geld-zurück-Garantien über den Stundenausfall hinaus
2. Lingoda: strukturierter Unterricht mit Zertifikat
Auf einen Blick:
- Sprachen: 6 (Englisch, Business Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch)
- Preis: Gruppenunterricht ab 5,49 €/Std., Einzelunterricht ab 11,49 €/Std.
- Kostenlose Version: Nein, aber 7-tägige Testphase
- Lernform: Live-Kleingruppen oder 1:1, GER-konform
- Ideal für: Lerner, die einen klaren Lehrplan und Zertifikate brauchen
Wo Preply komplett vom jeweiligen Tutor abhängt, setzt Lingoda auf ein durchgeplantes Curriculum entlang des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens – von A1 bis C1. Jede Einheit folgt eigenem, didaktisch aufbereitetem Material, das Lingoda selbst entwickelt.
Besonders attraktiv ist der Gruppenunterricht: In Kleingruppen mit maximal fünf Teilnehmern übst du Konversation mit einer qualifizierten Lehrkraft – im XL-Tarif schon ab 5,49 Euro pro Stunde. Wer lieber allein lernt, bucht Einzelstunden ab 11,49 Euro. Beides ist günstiger als eine vergleichbare Preply-Einzelstunde bei einem erfahrenen Tutor.
Der Preis für die Struktur: Nur sechs Sprachen stehen bereit. Wer Japanisch, Arabisch oder Portugiesisch lernen möchte, muss auf eine andere Plattform ausweichen. Zusätzlich bindet dich Lingoda an ein monatliches Stundenpaket – die freie Flexibilität eines italki-Guthabens fehlt.

Der Gruppen-Ansatz bringt einen Vorteil mit, den Einzelunterricht nicht bietet: Du hörst anderen Lernenden beim Sprechen zu, reagierst spontan und trainierst so echte Gesprächssituationen unter realistischeren Bedingungen als im reinen 1:1-Format.
Nach jeder abgeschlossenen Niveaustufe stellt Lingoda ein offizielles Zertifikat aus – ein handfestes Argument im Lebenslauf. Für berufliche Zwecke gibt es zudem eigene Business-Englisch-Kurse mit Fokus auf Meetings, Präsentationen und E-Mail-Kommunikation.
Die sogenannte Sprint-Challenge belohnt Disziplin: Wer innerhalb eines festgelegten Zeitraums alle gebuchten Stunden wahrnimmt, bekommt einen Teil des Betrags zurückerstattet.
Stärken gegenüber Preply:
- Durchgeplanter Lehrplan nach GER-Standard
- Günstiger Gruppenunterricht ab 5,49 €/Std.
- Offizielle Zertifikate nach jeder Niveaustufe
Schwächen gegenüber Preply:
- Nur 6 Sprachen im Angebot
- Weniger Flexibilität bei Buchung und Stornierung
3. EF English Live: der Englisch-Spezialist rund um die Uhr
Auf einen Blick:
- Sprachen: 1 (ausschließlich Englisch)
- Preis: variabel, abhängig vom gewählten Paket
- Kostenlose Version: Nein, aber kostenloser Einstufungstest
- Lernform: Live-Unterricht 24/7 plus interaktive Selbstlernplattform
- Ideal für: Englischlerner mit Fokus auf Zertifizierung
Während Preply rund 90 Sprachen mittelmäßig abdeckt, konzentriert sich EF English Live vollständig auf eine einzige Sprache – und macht das mit Nachdruck. Rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche, laufen Gruppenklassen. Egal ob früh morgens oder spätnachts: Ein Kurs ist immer verfügbar.
Hinter der Plattform steht ein Sprachreise-Konzern mit jahrzehntelanger Erfahrung, die direkt in den Online-Kurs einfließt: durchdachte Lektionen, Grammatik- und Vokabelübungen sowie eine interaktive Lernplattform ergänzen den Live-Unterricht. Am Ende steht ein Cambridge-Zertifikat – international anerkannt und ein echtes Plus im Bewerbungsgespräch.
Der Haken: Für jede andere Sprache als Englisch bist du hier falsch. Und die Preise stehen nicht offen auf der Website – ein Beratungsgespräch ist Pflicht, bevor du überhaupt weißt, was dich erwartet.

Im Vergleich zu Preply liefert EF English Live ein geschlossenes Gesamtpaket: Selbstlerninhalte, Gruppenunterricht und interaktive Übungen sind bereits kombiniert, statt dass du sie dir selbst zusammensuchen musst. Dafür fehlt die persönliche Bindung an einen festen Tutor, die manche bei Preply schätzen.
Berufstätige profitieren von speziellen Branchenkursen für Bereiche wie IT, Finanzen oder Medizin – ein Angebot, das bei Preply nur zufällig zustande kommt, wenn du gerade den passenden Tutor erwischst. Der methodische Fokus liegt klar auf Sprechen, Hören und Reagieren statt auf reinem Grammatik-Pauken.
Stärken gegenüber Preply:
- Rund um die Uhr verfügbarer Gruppenunterricht
- Cambridge-Zertifizierung inklusive
- Fertiges Gesamtpaket aus Live-Unterricht und Selbstlernplattform
Schwächen gegenüber Preply:
- Ausschließlich Englisch verfügbar
- Preise erst nach Beratungsgespräch einsehbar
4. Chatterbug: Privatunterricht plus tägliches Selbstlernen
Auf einen Blick:
- Sprachen: 4 (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch)
- Preis: gratis (nur Streams) bis rund 445 €/Monat (31 Privatstunden)
- Kostenlose Version: Ja, die Selbstlern-Streams sind gratis nutzbar
- Lernform: Privatstunden plus kuratierte Selbstlern-Streams
- Ideal für: motivierte Lerner, die Unterricht und Eigenarbeit kombinieren wollen
Chatterbug schließt genau die Lücke, die sowohl Preply als auch italki offenlassen: die Zeit zwischen den Unterrichtsstunden. Die Plattform kombiniert Live-Privatstunden mit sogenannten „Streams” – kuratierten Selbstlerneinheiten aus Videos, Artikeln, Podcasts und interaktiven Übungen.
Das Modell erinnert an ein Fitnessstudio mit Personal Trainer: Die Privatstunde gibt die Richtung vor, das eigenständige Training zwischendurch festigt das Gelernte. Der beliebteste Plan mit acht Privatstunden im Monat kostet rund 155 Euro – deutlich weniger, als acht Stunden bei einem erfahrenen Preply-Tutor kosten würden.
Die größte Einschränkung: nur vier Sprachen. Wer Italienisch, Portugiesisch oder eine asiatische Sprache lernen möchte, findet hier nichts. Die Selbstlern-Streams lassen sich immerhin auch ohne gebuchte Privatstunden kostenlos nutzen.

Gegenüber Preply punktet Chatterbug mit einem geschlossenen Lernökosystem: Statt nach jeder Stunde ohne Anschlussmaterial dazustehen, bekommst du passgenau aufbereitete Inhalte, die auf den Unterricht abgestimmt sind. Diesen didaktischen Mehrwert bietet Preply nicht.
Alle Lehrkräfte sind intern geschult und folgen einem einheitlichen Curriculum – das Qualitäts-Roulette der Marktplatz-Modelle entfällt. Dafür hast du weniger Auswahl bei der Lehrerwahl als bei Preply. Wer Deutsch als Fremdsprache lernen möchte, profitiert besonders: Chatterbug wurde in Berlin gegründet und legt hier einen klaren Schwerpunkt.
Stärken gegenüber Preply:
- Geschlossenes Lernökosystem aus Unterricht und Streams
- Einheitlich geschulte Lehrkräfte, konstante Qualität
- Kostenlose Selbstlerninhalte ohne gebuchte Stunden
Schwächen gegenüber Preply:
- Nur 4 Sprachen verfügbar
- Weniger Auswahl und Flexibilität bei der Lehrerwahl
5. HelloTalk: kostenloser Sprachaustausch mit Muttersprachlern
Auf einen Blick:
- Sprachen: 260+, praktisch jede Sprache der Welt
- Preis: kostenlos, Premium ab 6,99 €/Monat, Lifetime-Zugang ab 159,99 €
- Kostenlose Version: Ja, umfangreich nutzbar
- Lernform: Sprachaustausch per Text, Sprachnachricht und Videoanruf
- Ideal für: kontaktfreudige Lerner mit kleinem Budget
HelloTalk dreht das klassische Preply-Modell komplett um: Statt einen Lehrer zu bezahlen, wirst du selbst zum Sprachpartner. Du hilfst jemandem beim Deutschlernen, die andere Person hilft dir bei Spanisch, Koreanisch oder Suaheli – Immersion in ihrer direktesten digitalen Form.
Über 40 Millionen Nutzer weltweit sind auf der App aktiv. Textchat, Sprachnachrichten und Videoanrufe lassen sich beliebig kombinieren, eingebaute Übersetzungs-, Aussprache- und Korrekturfunktionen machen jedes Gespräch zum Lernmoment – und das alles kostenlos in der Basisversion.
Der Preis für die Gratis-Strategie: kein strukturierter Lehrplan, keine Didaktik, keine Lernprogression von außen. Für blutige Anfänger ohne jede Vorkenntnis kann das überfordernd sein. Wer aber schon A2 oder B1 erreicht hat, findet hier eine unschlagbar günstige Möglichkeit, echte Konversation zu trainieren.

Der Vorteil gegenüber Preply ist offensichtlich: null Euro statt hundert. Dafür verzichtest du komplett auf professionellen Unterricht. HelloTalk ist weniger ein Online-Sprachkurs als ein soziales Netzwerk für Sprachbegeisterte – inklusive aller Vor- und Nachteile, die das mit sich bringt.
Die Premium-Version für 6,99 Euro im Monat schaltet unbegrenzte Übersetzungen, erweiterte Partnersuche und Werbefreiheit frei. Power-Nutzer greifen zum Lifetime-Zugang ab 159,99 Euro einmalig. Wer zusätzlich strukturiert Vokabeln pauken will, kann HelloTalk mit einem separaten Vokabeltrainer fast zum Komplettpaket ausbauen.
Stärken gegenüber Preply:
- Komplett kostenlos nutzbar
- 260+ Sprachen – mehr als jede andere Plattform in diesem Vergleich
- Echte Konversation statt simulierter Unterrichtssituation
Schwächen gegenüber Preply:
- Kein professioneller, strukturierter Unterricht
- Für absolute Anfänger ohne Vorkenntnisse schwierig
6. Tandem: die größte Sprachauswahl plus buchbare Tutoren
Auf einen Blick:
- Sprachen: 300+, die größte Auswahl in diesem Vergleich
- Preis: kostenlos, Pro-Version ab 6,99 €/Monat, Tutoren separat 15–40 €/Std.
- Kostenlose Version: Ja, umfangreich nutzbar
- Lernform: Tandem-Sprachaustausch plus optional buchbare Tutoren
- Ideal für: kommunikative Lerner, die durch Sprechen lernen
Tandem funktioniert nach demselben Grundprinzip wie HelloTalk, geht aber einen entscheidenden Schritt weiter: Du kannst zusätzlich professionelle Tutoren direkt in der App buchen. Damit bekommst du kostenlosen Austausch für die Praxis und bezahlten Unterricht für gezielte Fortschritte in einer einzigen App.
Mit über 300 verfügbaren Sprachen bietet Tandem die größte Auswahl aller hier vorgestellten Alternativen. Die Community ist aktiv, das Matching-System findet passende Sprachpartner nach Interessen, Alter und Lernzielen, und du kannst zwischen Text, Audio und Videoanruf frei wählen.
Der Vergleich zu Preply fällt eindeutig aus: Als Gratis-Tool ist Tandem kaum zu schlagen, kann aber keinen strukturierten Sprachkurs ersetzen. Die buchbaren Tutoren kosten mit 15 bis 40 Euro pro Stunde ähnlich viel wie bei Preply, bieten dabei aber weniger Filter- und Bewertungsmöglichkeiten.

Ein Detail, das Tandem besonders gut löst: die Qualitätskontrolle. Jedes Nutzerprofil wird manuell geprüft, bevor es freigeschaltet wird – das hält Spam und unseriöse Anfragen fern und lässt die Community insgesamt sicherer wirken als bei manchem Konkurrenten.
Die Pro-Version für 6,99 Euro im Monat schaltet unbegrenzte Übersetzungen, erweiterte Suchfilter und zusätzliche Sprachkurse innerhalb der App frei. Für seltene Sprachen – von Georgisch über Tagalog bis Walisisch – ist Tandem oft die einzige Anlaufstelle, an der du überhaupt Muttersprachler findest.
Stärken gegenüber Preply:
- Kostenlose Basisversion mit voller Funktionalität
- 300+ Sprachen – die größte Vielfalt in diesem Vergleich
- Manuell geprüfte, spamfreie Community
Schwächen gegenüber Preply:
- Buchbare Tutoren ähnlich teuer, aber weniger zahlreich als bei Preply
- Kein strukturierter Lehrplan
7. Promova: spielerisches Micro-Learning mit optionalem Unterricht
Auf einen Blick:
- Sprachen: 6 (Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Koreanisch, Deutsch)
- Preis: variabel, häufig mit Rabatten bis zu 50 %
- Kostenlose Version: eingeschränkt, einige Lektionen gratis
- Lernform: App-basiertes Lernen mit Gamification, optional 1:1-Unterricht
- Ideal für: Einsteiger, die spielerisch starten wollen
Promova fühlt sich streckenweise wie ein Spiel an – und hat trotzdem Substanz. Kurze, gut verdauliche Lektionen mit Bildern, Audio und interaktiven Übungen senken die Einstiegshürde. Streaks, Punkte und kleine Belohnungen halten die Motivation hoch, besonders für absolute Einsteiger.
Der Clou: Promova lässt sich optional um echten 1:1-Unterricht mit Lehrkräften erweitern. Das verbindet die Bequemlichkeit einer App mit dem Tiefgang von Privatunterricht – ein Hybrid-Ansatz, der an Chatterbug erinnert, preislich aber deutlich zugänglicher bleibt.
Gegenüber Preply fehlt Promova allerdings die Lehrervielfalt und die Abdeckung seltener Sprachen. Sechs Sprachen sind für eine Lern-App solide, für einen vollwertigen Preply-Ersatz aber überschaubar. Auch die App-Oberfläche ist bislang nicht auf Deutsch verfügbar.

Die eigentliche Stärke von Promova liegt im Micro-Learning: Zehn Minuten in der Bahn reichen für eine komplette Lektion. Bei Preply brauchst du allein für eine Unterrichtsstunde mindestens 25 Minuten, dazu kommen Vor- und Nachbereitung.
Über die Spaced-Repetition-Methode ruft die App gezielt Vokabeln in Erinnerung, die du zu vergessen drohst – ein Feature, das bei Preply komplett fehlt. Für fortgeschrittene Konversation auf hohem Niveau reicht Promova allein aber nicht aus.
Stärken gegenüber Preply:
- Ideal für Micro-Learning in kurzen Zeitfenstern
- Spaced Repetition für nachhaltiges Vokabeltraining
- Spürbar günstiger als vergleichbare Preply-Einzelstunden
Schwächen gegenüber Preply:
- Nur 6 Sprachen, keine seltenen Sprachen im Angebot
- App-Oberfläche bislang nicht auf Deutsch
8. Busuu: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Auf einen Blick:
- Sprachen: 14, darunter Englisch, Spanisch, Japanisch, Türkisch und Arabisch
- Preis: Premium ab 4,83 €/Monat, Premium Plus ab 5,83 €/Monat
- Kostenlose Version: Ja, eingeschränkt
- Lernform: KI-Lernpfade, Community-Korrekturen, McGraw-Hill-Zertifikate
- Ideal für: Selbstlerner mit kleinem Budget und Zertifikats-Wunsch
Busuu schlägt eine Brücke zwischen App-Lernen und echtem Kontakt zu Muttersprachlern. Kern der App sind KI-gestützte Lernpfade, die sich laufend an dein Tempo und deine Schwächen anpassen. Dazu kommt ein Community-Feature: Deine Schreib- oder Sprechübungen werden von echten Muttersprachlern in der Busuu-Community korrigiert – kostenlos.
Im Jahresabo kostet Busuu ab 4,83 Euro im Monat – ein Bruchteil dessen, was du bei Preply zahlst. Alle 14 Sprachen sind in jedem Abo enthalten, während du bei Preply pro Sprache und Stunde bezahlst. Die Premium-Plus-Stufe für 5,83 Euro schaltet zusätzlich McGraw-Hill-Zertifikate frei, die in der Arbeitswelt anerkannt sind.
Was fehlt: echter Live-Unterricht. Busuu setzt konsequent auf Selbstlernen mit Community-Unterstützung statt auf klassischen Unterricht. Wer gezieltes Coaching für Aussprache oder freies Sprechen braucht, kommt mit Busuu allein nicht ans Ziel – als Ergänzung zu Preply oder italki ist die App dafür hervorragend geeignet.

Die Lektionen sind mit 10 bis 15 Minuten bewusst kurzgehalten und decken Grammatik, Vokabeln, Lesen, Schreiben und Hören ab. Ein Offline-Modus erlaubt Lernen ohne Internetverbindung – praktisch im Flugzeug, in der U-Bahn oder auf dem Land.
Durch die Kooperation mit dem Bildungsverlag McGraw-Hill sind die ausgestellten Zertifikate zwar kein Ersatz für Cambridge- oder DELF-Abschlüsse, aber ein solider Nachweis für Bewerbungen. Für Sprachen wie Arabisch, Japanisch oder Koreanisch, bei denen das Budget geschont werden soll, ist Busuu häufig der klügste Einstieg.
Stärken gegenüber Preply:
- Ab 4,83 €/Monat – nur ein Bruchteil der Preply-Kosten
- 14 Sprachen in einem einzigen Abo, plus Offline-Modus
- Kostenlose Community-Korrekturen durch Muttersprachler
Schwächen gegenüber Preply:
- Kein Live-Unterricht mit echten Lehrkräften
- Weniger geeignet für fortgeschrittene freie Konversation
Preply selbst: Stärken und für wen sich das Original weiterhin lohnt
Bei aller berechtigten Kritik an den Kosten: Preply hat auch heute noch Argumente, die keine der acht Alternativen in dieser Kombination bietet. Mit über 100.000 Tutoren in mehr als 90 Sprachen ist die Lehrerauswahl gigantisch, und der eingebaute Filter nach Preis, Verfügbarkeit, Herkunft und Spezialisierung findet für praktisch jedes Lernziel eine passende Lehrkraft.
Wer eine seltene Sprachkombination sucht – etwa Business-Portugiesisch mit Fokus auf Exportverträge – findet bei Preply oft eher einen spezialisierten Tutor als bei den schlankeren Alternativen. Auch die Probestunde ab 1 Euro erlaubt es, mehrere Lehrkräfte unkompliziert zu testen, bevor du dich auf einen Tutor festlegst.
Preply bleibt die richtige Wahl, wenn du …
- eine seltene Sprachkombination oder ein sehr spezielles Fachthema suchst
- bereit bist, für eine große, filterbare Tutorenauswahl mehr zu zahlen
- flexibel zwischen mehreren Tutoren wechseln willst, ohne die Plattform zu verlassen
Warum Online-Sprachunterricht überhaupt so gut funktioniert
Der klassische Volkshochschulkurs am Dienstagabend hat ausgedient, seit der Lehrer bequem aufs eigene Sofa passt. Online-Sprachunterricht macht Sprachenlernen zeit- und ortsunabhängig – die größte Ausrede aller Sprachlern-Abbrecher, „ich habe einfach keine Zeit”, verliert damit ihre Grundlage. Eine halbe Stunde findet sich fast immer, wenn der Kursraum im eigenen Wohnzimmer liegt.
Hinzu kommt Technologie, die klassischer Präsenzunterricht schlicht nicht bieten kann: Spaced-Repetition-Algorithmen sorgen dafür, dass Vokabeln nicht nach zwei Wochen wieder verschwinden, KI passt den Schwierigkeitsgrad in Echtzeit an dein Niveau an, und Video-Calls mit Muttersprachlern aus dem Zielland ersetzen zumindest teilweise eine teure Sprachreise.
Studien zur Spracherwerbsforschung zeigen außerdem: Regelmäßigkeit schlägt Intensität. Drei kurze Einheiten pro Woche bringen nachweislich mehr als ein einzelner Marathon-Samstag. Genau das ermöglichen digitale Plattformen – kurze, wiederkehrende Lerneinheiten, die sich in der Mittagspause, auf dem Sofa oder im Wartezimmer unterbringen lassen.
Wo Online-Sprachkurse an ihre Grenzen stoßen
So praktisch digitales Lernen ist, es hat blinde Flecken. Der wichtigste: echte Immersion. Kein Video-Call ersetzt vollständig die Erfahrung, tatsächlich in einem Land zu leben, in dem deine Zielsprache gesprochen wird – das spontane Gespräch an der Supermarktkasse, das beiläufige Mithören in der U-Bahn, das Bestellen im Restaurant. Dieses Rundum-Sprachbad kann Online-Unterricht bestenfalls simulieren.
Auch nonverbale Kommunikation bleibt auf der Strecke. Gestik, Mimik und Körpersprache transportieren in echten Gesprächen einen erheblichen Teil der Bedeutung – im Videoanruf geht davon vieles verloren. Wer zusätzlich nur per Chat übt, trainiert zwar Lesen und Schreiben, vernachlässigt aber Hören und Sprechen, obwohl genau diese beiden Fähigkeiten im Alltag am meisten zählen.
Die belastbarste Strategie bleibt deshalb eine Kombination: ein Online-Kurs oder Tutor als Fundament, ergänzt durch Tandem-Gespräche mit Muttersprachlern, Filme und Podcasts in der Zielsprache und, wo möglich, reale Begegnungen. Kein einzelnes Tool macht dich allein fließend, aber es legt den Grundstein, auf dem du weiterbauen kannst.
So triffst du die richtige Wahl
Bevor du dich für eine Preply-Alternative entscheidest, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck: Was ist dein Ziel, wie viel Zeit hast du pro Woche wirklich, und was bist du bereit zu zahlen? Eine Sprachlern-App für wenige Euro im Monat reicht für den Einstieg – wer ernsthaft vorankommen will, braucht irgendwann echten Unterricht oder zumindest echte Gesprächspartner.
- Teste zuerst kostenlos: HelloTalk, Tandem und Busuu lassen sich vollständig gratis ausprobieren, bevor du überhaupt einen Cent investierst.
- Nutze Probestunden: Bei italki kostet eine erste Stunde oft nur 1 Euro – ideal, um mehrere Tutoren im direkten Vergleich zu testen.
- Kombiniere Plattformen: Eine App für Vokabeln, eine Austausch-App für Konversation und gelegentlich ein Tutor für gezieltes Feedback ergänzen sich besser als ein einzelnes Tool.
- Setz dir ein konkretes Ziel: „Bis März ein Restaurant-Gespräch auf Spanisch führen können” motiviert mehr als ein vages „Ich will Spanisch lernen”.
- Bleib dran: Die größte Gefahr beim Sprachenlernen ist nicht die falsche App, sondern der Ausstieg nach zwei Wochen.
Häufige Fragen zu Preply-Alternativen
HelloTalk und Tandem lassen sich beide vollständig kostenlos nutzen. Beide Apps verbinden dich per Text, Sprachnachricht oder Videoanruf mit Muttersprachlern – HelloTalk deckt über 260 Sprachen ab, Tandem sogar mehr als 300. Wer zusätzlich professionellen Unterricht möchte, kann bei Tandem optional Tutoren dazubuchen.
In den meisten Fällen ja, und zwar deutlich. Bei italki legen die Lehrkräfte ihre Preise selbst fest, Community-Tutoren starten bereits ab 4 Euro pro Stunde. Da du Credits kaufst statt ein Abo abzuschließen, zahlst du außerdem nur für Stunden, die du wirklich nimmst. Bei Preply kostet eine Wochenstunde bei einem erfahrenen Tutor dagegen schnell 100 Euro im Monat.
Für reines Business-Englisch ist EF English Live mit 24/7-Gruppenklassen und Cambridge-Zertifikat eine starke Wahl. Lingoda bietet zusätzlich spezielle Business-Kurse für Meetings, Präsentationen und E-Mail-Kommunikation mit offiziellem Zertifikat. Wer mehrere Sprachen abdecken oder flexibel bleiben möchte, ist mit italki besser bedient, da hier keine Terminbindung besteht.
Ja, gleich mehrere. Lingoda vergibt nach jeder abgeschlossenen Niveaustufe offizielle Zertifikate nach GER-Standard (A1 bis C1). EF English Live stellt Cambridge-Zertifizierungen aus. Busuu kooperiert mit dem Bildungsverlag McGraw-Hill und stellt ebenfalls Abschlusszertifikate aus, die von vielen Arbeitgebern anerkannt werden – auch wenn sie kein vollwertiger Ersatz für Cambridge ESOL oder DELF sind.
Gleich mehrere Alternativen übertreffen Preplys Angebot von rund 90 Sprachen deutlich: Tandem führt mit über 300 Sprachen, gefolgt von HelloTalk mit 260+ und italki mit 150+. Für seltene Sprachen wie Georgisch, Tagalog oder Walisisch ist Tandem meist die erste Anlaufstelle, während italki auch Exoten wie Hawaiianisch oder Esperanto abdeckt.
Vor allem dann, wenn du klare Struktur statt freier Tutor-Wahl bevorzugst. Lingoda bietet einen Lehrplan nach GER-Standard, qualifizierte Lehrkräfte und Gruppenunterricht bereits ab 5,49 Euro pro Stunde im XL-Tarif – ein Bruchteil dessen, was eine vergleichbare Preply-Einzelstunde kostet. Der Kompromiss: Es stehen nur sechs Sprachen zur Auswahl, wer Japanisch, Portugiesisch oder Arabisch lernen möchte, muss auf eine andere Plattform ausweichen.
Busuu und Promova sind für absolute Anfänger oft der leichtere Einstieg als Preply. Beide Apps führen dich mit Gamification, kurzen Lektionen und Spaced Repetition Schritt für Schritt durch die Grundlagen. Preply setzt dagegen voraus, dass du schon weißt, woran du in der Unterrichtsstunde arbeiten willst – ohne Vorkenntnisse ist das schwieriger. Busuu ist mit Preisen ab 4,83 Euro im Monat zudem deutlich günstiger.
