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Rena Schiffsunglück vor Neuseeland

Das 'Rena'-Schiffsunglück vor Neuseeland ereignete sich am 5. Oktober 2011, als das Containerschiff 'Rena' vor Neuseeland auf das Astrolabe Reef auflief.

Rena Schiffsunglück vor Neuseeland dpa

Das 'Rena'-Schiffsunglück vor Neuseeland ereignete sich am 5. Oktober 2011 vor der Küste Neuseelands in der Bay of Plenty. Das gewaltige, unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff 'Rena' lief auf das Astrolabe Reef auf und schlug leck. Verheerend war der Schiffsunfall, da die 'Rena' rund 1.700 Tonnen Schweröl geladen hatte, von dem bis zu 400 Tonnen ins Meer ausliefen. Zudem gelangten zahlreiche der insgesamt 1.370 mit Holz, Milchpulver, Fleisch und Fisch sowie mit giftigen Stoffen befüllten Containern ins Meer. Der Umweltminister Nick Smith erklärte den Unfall daraufhin als Neuseelands schwerste maritime Umweltkatastrophe.

Die schlechten Wetterverhältnisse in den Tagen nach der Havarie des Schiffs erschwerten die Bergungsarbeiten enorm, da die Wucht der meterhohen Wellen das Schiff weiter beschädigte. Da erwartet wurde, dass das Schiff auseinanderbricht, wurde in den folgenden Tagen so viel Öl wie möglich aus den Schiffstanks abgepumpt. Zudem wurden Container gesichert, geborgen und zum Teil mit Transpondern versehen, um sie im Meer wiederfinden zu können. Im November befanden sich noch rund 60 Tonnen Heizöl an Bord der 'Rena'. Am 8. Januar 2012 brach das Heck der 'Rena' während eines schweren Unwetters vom Bug ab, zwei Tage später versank der hintere Teil des Schiffs zu drei Vierteln im Meer. Die dabei ausgetretene Ölmenge fiel zwar geringer aus als erwartet, breitete sich aber bis auf drei Kilometer von der 'Rena' entfernt aus. Im April 2012 versank auch das Heck der 'Rena' im Meer. Bis dahin konnten etwas mehr als die Hälfte der geladenen Container von dem Schiff geborgen werden.

Durch das Schiffsunglück vor Neuseeland wurde ein langer Sandstrand in Riffnähe mit giftigem Ölschlamm verschmutzt und tausende Seevögel verendeten. Nach Angaben des WWF waren jedoch die Meeressäuger, darunter auch Delfine und Wale, nicht gefährdet. Insgesamt verursachte das 'Rena'-Schiffsunglück vor Neuseeland einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe.

Der philippinische Kapitän und ein Offizier der 'Rena' wurden angeklagt, die Umwelt unnötig gefährdet und das Meer verunreinigt zu haben. Weil sich die Angeklagten schuldig bekannten, wurden sie zu je sieben Monaten Haft verurteilt.

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