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Muslimbrüder

Die Muslimbrüder oder Muslimbruderschaft sind eine sunnitisch-islamistische Bewegung im Nahen Osten, welche 1928 in Ägypten gegründet wurde.

Muslimbrüder picture alliance / AP Photo

Bei den Muslimbrüdern oder der Muslimbruderschaft handelt es sich um eine der einflussreichsten Organisationen im Nahen Osten. Sie ordnet sich dem sunnitischen Islam zu. Gegründet wurde die Vereinigung im Jahr 1928 von Hassan Al-Banna in Ägypten. Bald schon verbreiteten sie sich – zum Teil unter anderem Namen – in weiteren arabischen Ländern. Die Muslimbrüder postulieren einen sehr konservativen Islam. Einige Experten bezeichnen sie als Islamisten. Ihr Ziel ist es, einen islamischen Staat zu errichten.

Hassan Al-Banna gründete die Organisation zu Zeiten, in denen in Ägypten die britische Kolonialherrschaft bekämpft wurde. Der Islam war Teil eines ägyptischen Nationalbewusstseins. Die Religionsrichtung, die von den Muslimbrüdern gefordert wird, orientiert sich stark an den ursprünglichen Quellen der Religion. In ihrer Ideologie haben Frauen nicht viele Rechte und dürfen zum Beispiel nicht arbeiten. Dennoch gründete sich auch ein weiblicher Arm der Muslimbruderschaft. Von 2012 bis 2013 wurde Ägypten von der Organisation regiert.

Die Muslimbruderschaft ist auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern aktiv. Ihr erster Sitz hierzulande war das Islamische Zentrum in München. Von dort aus gründeten die Anhänger Organisationen in der gesamten Bundesrepublik. Vor allem in Nordrhein-Westfahlen konnte diese sich weit verbreiten. Der Verfassungsschutz beobachtet die Aktivitäten der Muslimbrüder. Aus diesem Grund versuchen die neu gegründeten Vereine, ihre Wurzeln oftmals zu verschleiern.

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