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Liberia

Liberia mit der Hauptstadt Monrovia liegt an der Küste Westafrikas. Das Land grenzt an die Elfenbeinküste, Guinea und Sierra Leone.

Liberia Istockphoto

Liberia ist ein kleiner Staat in Westafrika. Er ist nur knapp 100.000 km² groß und hat rund 4.8 Millionen Einwohner (Stand: 2019). Die Landeshauptstadt ist Monrovia, Amtssprache ist Englisch. Aufgrund vieler verschiedener ethnischer Gruppen gibt es daneben jedoch viele lokale afrikanische Sprachen. Die Religion spielt in Liberia eine große Rolle. Über 80 Prozent der Einwohner sind Christen, zwölf Prozent Muslime. Das Land liegt sehr nahe am Äquator, weshalb feucht-heißes Tropenklima herrscht.

Im 15. Jahrhundert erreichten Portugiesen die Region an der Atlantikküste, die sie 'Pfefferküste‘ nannten. 1822 kauften amerikanische Kolonialherren das Gebiet. Sie wollten dort freigelassene afrikanische Sklaven ansiedeln und brachten Afroamerikaner an die afrikanische Küste, wo sie gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung lebten und auf den großen Kautschukplantagen der nordamerikanischen Kolonialherren arbeiteten. Auch als 1885 nach der Kongo-Konferenz Teile Liberias an Frankreich abgetreten werden mussten, blieb das Land weitgehend unter dem Einfluss der USA. Rund 100 Jahre später übernahm nach einem Militärputsch Samuel Doe die Macht und führte das Land in die Unabhängigkeit. Zwei Jahrzehnte lang herrschte in Liberia politische Instabilität. Politiker wurden entmachtet und getötet, es herrschte Bürgerkrieg. Im Jahr 2003 wurde zwischen den Bürgerkriegsparteien ein Waffenstillstand geschlossen. 2006 wurde Ellen Johnston Sirleaf Präsidentin des Staates. Mit Unterstützung von UN-Truppen konnte man in diesem Jahr erstmals von einer einigermaßen stabilen politischen Lage sprechen.

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