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Homs

Homs ist eine Stadt in Syrien. Sie ist die drittgrößte Stadt des Landes und stark vom Bürgerkrieg in Syrien betroffen.

Homs picture alliance / PIXSELL

Homs ist eine Stadt in Westsyrien und war vor Ausbruch des Syrischen Bürgerkriegs die drittgrößte Stadt des Landes.

Die Stadt liegt unter anderem auf der Verbindungsstraße zwischen den beiden größten Städten des Landes, Aleppo und Damaskus. Sie wurde bereits in der Antike besiedelt. Die meisten Einwohner der Stadt sind sunnitische Muslime, allerdings gibt es auch signifikante Minderheiten von syrischen Christen und alawitischen Muslimen. Wie in den meisten anderen Städten des Landes spricht in Homs der Großteil der Bevölkerung Arabisch, während das altsyrische Aramäisch im Zuge der Arabisierung immer mehr an Bedeutung verliert.

Vor dem Bürgerkrieg war Homs eine sehenswerte Stadt mit antikem Stadtkern. Neben der rund 1600 Jahre alten Kirche des St. Elian zogen besonders der traditionelle orientalische Suk und die Zitadelle Jahr für Jahr Tausende Touristen in die Stadt.

Der 2011 begonnene Bürgerkrieg hinterließ in Homs schwerste Verwüstungen und brachte der Stadt unrühmliche internationale Bekanntheit. Für die etwa 800.000 Einwohner von Homs war es dadurch schwer, zur Normalität zurückzukehren, denn die Zerstörungen sind in vielen Stadtvierteln immens. Zu Beginn des Bürgerkriegs galt Homs als Hochburg der rebellierenden Kräfte, zu Beginn des Jahres 2016 wurde die Stadt nahezu vollständig von Regierungskräften kontrolliert. Dadurch war, zumindest im Zentrum, weitestgehend Ruhe eingekehrt. Immer wieder kam es jedoch zu Anschlägen islamistischer Terrorgruppen, die meist viele Tote forderten.

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