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Euro-Rettungsschirm

Der Euro-Rettungsschirm ist ein währungspolitisches Instrument, das die finanzielle Stabilität im gesamten Euro-Währungsgebiet sichern soll.

Euro-Rettungsschirm picture alliance / ZB

Der Euro-Rettungsschirm ist in der internationalen Finanzwelt ein Begriff, der mit dem Beginn der Eurokrise im Jahr 2010 eingeführt wurde. Mit Hilfe dieses Rettungsschirms sollten alle Staaten der EU, die finanziell in eine desolate Schieflage geraten waren, effektiv und zeitnah unterstützt werden. Aufgrund des komplexen Zusammenhangs aller finanziellen Systeme im EU-Raum hätte ein Zusammenbruch einer der Mitgliedstaaten eine EU-weite Krise auslösen können. Daher ist der Euro-Rettungsschirm ein währungspolitisches Instrument, das zur Stabilisierung Europas beiträgt.

Der Rat der Europäischen Union entscheidet über die Vergabe von Krediten, die aus dem Haushalt der EU gezahlt werden. Mit dieser Kreditvergabe wird das Verbot der Selbstverschuldung der EU durchbrochen, denn die Gelder werden mit Anleihen am Kreditmarkt finanziert. Der gesamte Haushalt der Europäischen Union dient den Kreditgebern als Sicherheit. Auch alle EU-Mitgliedstaaten, die den Euro noch nicht eingeführt haben, haften im Risikofall für diese Anleihen mit. Im Ernstfall kann es für alle Länder zu einer Nachschusspflicht der festgelegten Beiträge für den EU-Haushalt kommen. Der Euro-Rettungsschirm darf daher nur im Notfall genutzt werden.

Der Euro-Rettungsschirm verfügt über eine maximale Ausleihkapazität von 500 Milliarden Euro, die auf Dauer allen in Not geratenen Ländern der Euro-Zone zur Verfügung gestellt werden können. Bislang profitierten Irland, Portugal, Spanien, Zypern und Griechenland vom Rettungsschirm. Drei dieser Länder haben es dank der zeitlich befristeten finanziellen Hilfen geschafft, die Situation in ihrem Staat wieder zu stabilisieren.

Weitere Informationen über den Euro-Rettungsschirm erhalten Sie stets bei RTL.de.