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Dhaka

Dhaka ist die Hauptstadt von Bangladesch, einem Staat, der viele Jahre unter britischer Kolonialherrschaft war und später zu Pakistan gehörte.

Dhaka picture alliance / NurPhoto | Rehman Asad

Dhaka ist die Hauptstadt und größte Stadt von Bangladesch. Sie hat 8,9 Millionen Einwohner und befindet sich im Herzen des Landes. Die Umgebung der Stadt zeichnet sich durch eine dichte Bevölkerung aus und hat immer wieder mit starken Monsun-Überschwemmungen zu kämpfen. Dhaka ist das Zentrum von Industrie, Handel, Politik und Wirtschaft in Bangladesch.

Dhaka in der Anfangszeit unter der britischen Kolonialherrschaft

Dhakas Geschichte beginnt im Jahr 1000. Richtig bekannt wurde der Ort als Hauptstadt der Region Bengalen. Ab 1766 war Dhaka unter britischer Kontrolle, als Britisch-Indien zur Kolonie ernannt wurde. Während der Selbständigkeit Bengalens befand sich der Regierungssitz zeitweise in Dhaka. Es gab einen drastischen Abstieg in der Bevölkerungszahl, der Handel wurde zunehmend bedeutungsloser und verlagerte sich nach Kalkutta. Das lag in der Verantwortung der britischen Handelspolitik, welche die Industrialisierung in Bengalen schwächte. Es wurden in Großbritannien hergestellte Maschinen eingesetzt, die ohne Schwierigkeiten den Weg nach Britisch-Indien fanden, weil die Zölle abgeschafft wurden. Aus diesem Grund verloren zahlreiche Handwerker ihre Arbeitsplätze und zogen in ländliche Regionen.

Industrie und Handel in Dhaka

Im August 1874 kam es zu einer Veränderung in der Hoffnung auf bessere Zeiten für die Industrie von Dhaka. Der Bau eines großen Wasserwerks war das Ziel der Einwohner. Menschen aus Europa hatten Jutereinigungsmaschinen gebaut. Das Interesse der Einheimischen an mechanischen Webereien und Spinnereien wurde größer. Die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Weberei kam auf. Die Lage am Meer wurde als Pluspunkt für den Handel betrachtet. Die Stadt war in jeder Zeit sehr bekannt für den Handel mit Reis, Tee und Holz.

Dhaka auf dem Weg zur Hauptstadt von Bangladesch

1905 teilten die Briten aus verwaltungstechnischen Gründen Bengalen auf und ernannten Dhaka zum Verwaltungssitz der neuen Provinz Ostbengalen und Assam. Nur sieben Jahre später wurde die Entscheidung nach heftigen Protesten zum Teil wieder rückgängig gemacht und Kalkutta erneut zur Provinzhauptstadt bestimmt.

1947 folgte die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialmacht. Indien und Bengalen wurden geteilt. Dhaka wurde Hauptstadt von Ostbengalen, welches zu Pakistan gehörte. Der Zyklon Bhola im Jahr 1970 war der Auslöser für den Bangladesch-Krieg, nach dessen Ende sich Bangladesch von Pakistan unabhängig machte. Seither ist Dhaka die Hauptstadt von Bangladesch.