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Castor-Transporte

Als Castor-Transporte bezeichnet man Atommülltransporte, zum Beispiel für eine Zwischenlagerung. Castor ist der Name der Behälter für radioaktive Materialien

Castor-Transporte picture alliance / chromorange

Jährlich werden rund 500.000 Atomtransporte in Deutschland durchgeführt (Stand 2011). Diese umfassen wenig strahlende Materialien aus der Medizin, aber auch hochradioaktiven Abfall von Atomkraftwerken. Die hochradioaktiven Materialien werden in Castor-Behältern transportiert.

Castor-Behälter sind spezielle Gefäße, die zum Transport und auch zur Lagerung von hochradioaktivem Material benutzt werden. Ein Castor-Behälter kostet rund 2 Millionen Euro, wiegt etwa 115 Tonnen und kann ungefähr zehn Tonnen radioaktive Ladung aufnehmen. Jeder Castor-Behälter-Typ muss ein strenges Zulassungsverfahren bestehen, damit selbst bei einem Unfall oder bei einem Brand keine erhöhten radioaktiven Strahlungen austreten.

Sogenannte Castor-Transporte wurden früher benutzt, um abgebrannte Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zu Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague (Frankreich) oder Sellafield (Großbritannien) zu befördern. 2005 wurde beschlossen, die Brennelemente nicht mehr aufzubereiten, sondern ohne Wiederaufbereitung in Endlagern aufzubewahren. Castor-Transporte bringen jedoch nach wie vor Atommüll, der bei der Wiederaufbereitung angefallen ist, zurück nach Deutschland, da dies in atomrechtlichen Verpflichtungen vereinbart wurde.

Bis 2015 gab es 13 Castor-Transporte, die zwischen 1995 und 2011 hochradioaktives Material transportierten. Jeder dieser Transporte wurde von Protesten begleitet und behindert. Die Proteste richten sich allerdings nicht nur gegen den Rücktransport, sondern vor allem gegen die Produktion von weiterem Atomabfall in den Atomkraftwerken und gegen die Zwischenlagerung des Atommülls im Abfalllager Gorleben. Weitere Castor-Rücktransporte von Atommüll aus den Wiederaufbereitungsanlagen sind geplant, die in Lager in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein gebracht werden sollen.

Weitere Informationen über Castor-Transporte erhalten Sie immer bei RTL.de.