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Burka-Verbot

Ein Burka-Verbot (auch Verschleierungsverbot) untersagt das Tragen von Ganzkörper- oder Gesichtsschleiern in der Öffentlichkeit.

Burka-Verbot picture alliance / dpa

Der Begriff Burka-Verbot bezeichnet ein Gesetz zum Verbot der Ganzkörperverschleierung, wie sie vor allem in der islamischen Welt von vielen Frauen praktiziert wird. Die Burka ist eine traditionelle afghanische Verschleierungsform, allerdings betrifft das Gesetz auch den arabischen Niqab. Bei letzterem sind die Augen der Frau und ein Teil ihrer Nase noch sichtbar, während es bei der Burka nicht mehr möglich ist, etwas von der Frau zu erkennen.

Ein Verbot zum Tragen dieser Verschleierungsformen wurde erstmals 2010 in Belgien erlassen. Weitere Länder wie Spanien, Frankreich, Bulgarien und die Niederlande sowie der Schweizer Kanton Tessin folgten. In Deutschland ist es lediglich im öffentlichen Dienst untersagt, eine Burka oder einen Niqab zu tragen.

Begründet wird der Ruf nach einem Burka-Verbot mit der daraus resultierenden Diskriminierung der Frau. Laut Verfechtern des Verbots stehen Burka wie Niqab für kulturelle Rückständigkeit und eine zweitrangige Rolle der Frau in der Gesellschaft. Laut Befürwortern des Burka-Verbots müsse auch jeder Bürger auf der Straße für die Polizei erkennbar sein. Gegner des Verbots argumentieren hingegen damit, dass die Burka oder der Niqab für viele muslimische Frauen ein unzertrennbarer Bestandteil ihrer Religion seien und diese Form der Verschleierung von den Frauen freiwillig getragen werde.

Seinen Ursprung hat das Tragen der Burka oder des Niqab im Koran, in dem ausgesagt wird, dass sich eine Frau mit Ehre bedecken solle. Wie weit diese Bedeckung gehen darf, darüber gehen die Meinungen weit auseinander.

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