RTL.de
TV
GZSZ
Dschungelcamp
Der Bachel
DSDS
Now
Themen und Personen

Atommüll

Atommüll ist das Produkt der Nutzung von Kernenergie. Er muss aufwendig abtransportiert und in Endlagern untergebracht werden.

Atommüll picture alliance / dpa

Atommüll ist der umgangssprachliche Begriff für radioaktive Abfälle. Der Sammelbegriff umfasst alle Reststoffe, die radioaktive Strahlen aussenden. Politisch brisant ist die Lagerung des durch die Nutzung von Kernenergie entstandenen hochgiftigen Abfalls. Atommüll entsteht bei der Verwendung radioaktiver Substanzen in der Industrie, Medizin, Forschung sowie in der Energiewirtschaft. Dazu zählen ausgediente Brennstäbe aus Kernkraftwerken ebenso wie Werkzeuge, verschmutzte Schutzkleidung und Putzlappen. Der Abfall lässt sich nach seiner Gefährlichkeit in schwach, mittel und hoch radioaktiv klassifizieren. Endlager für schwach und mittel strahlenden atomaren Müll sind die Salzbergwerke Morsleben sowie Asse II bei Wolfenbüttel.

Das größere Problem betrifft den hoch radioaktiven Atommüll, der in Kraftwerken bei der Kernspaltung von Brennstäben entsteht. Die Halbwertszeit – der Zeitraum, in dem sich die Strahlung halbiert – liegt beim hochbrisanten Plutonium bei rund 24.000 Jahren. Eine Reihe anderer Elemente hat teilweise Halbwertszeiten von über einer Million Jahre.

Mehr als 12.000 Tonnen Atommüll fallen jährlich weltweit an, davon in Deutschland rund 450 Tonnen. Nach dem Stopp der Transporte zur Wiederaufbereitung nach La Hague und Sellafield stehen die Brennstäbe in Zwischenlagern. Sie sind in Castor-Behältern verpackt und kühlen über Jahrzehnte ab. Neben den drei für 40 Jahre genehmigten Zwischenlagern in Ahaus, Gorleben und Greifswald nutzen die Betreiber kraftwerksnah errichtete Hallen.

Die Bundesregierung beabsichtigt, bis 2030 eine Lösung für ein Endlager zu finden. Experten untersuchen die Eignung von Ton, Granit und Salz. Danach geht die Suche nach geeigneten Standorten weiter.

Weitere Informationen zum problematischen Umgang mit Atommüll gibt es bei RTL.de.