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Anti-Baby-Pille

Die Anti-Baby-Pille ist eines der zuverlässigsten Verhütungsmittel. Sie hat einige Nebenwirkungen, die sie insbesondere für Thrombosepatientinnen gefährlich macht.

Die Anti-Baby-Pille ist ein Verhütungsmittel. Ihre Hauptbestandteile sind die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen. Sie sorgen bei regelmäßiger Einnahme dafür, dass es zu keinem Eisprung kommt. Regelmäßig heißt, dass die Pille im Idealfall jeden Tag zur etwa gleichen Uhrzeit eingenommen wird. Auf eine 21-tägige Einnahmephase folgt außerdem eine 7-tägige pillenfreie Phase, in der die Monatsblutung einsetzt. Während dieser Phase besteht keine Gefahr, schwanger zu werden. Erstmalig kam die Pille am 18. August 1960 in den USA auf den Markt. In Deutschland war die Anti-Baby-Pille ein Jahr später erhältlich.

Anti-Baby-Pille auf Kassenrezept - ist das möglich?

Die Pille ist in Deutschland generell rezeptpflichtig. Seit dem 28. März 2019 werden die Kosten für die Pille für alle Frauen, die das 23. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zuvor galt die Befreiung von den Kosten nur bis zum 20. Lebensjahr. Neben der Pille werden auch andere rezeptpflichtige Verhütungsmittel von den Krankenkassen bezahlt.

Welche Nebenwirkungen hat die Anti-Baby-Pille?

Viele Frauen berichten von Nebenwirkungen durch die Einnahme der Pille. Übelkeit, Gewichtszunahme und Migräne kommen beispielsweise häufiger vor. Es ist auch nicht selten, dass sich Veränderungen der Stimmung zeigen, die im ungünstigsten Fall zu Depressionen führen. Darüber hinaus senkt die Pille bei vielen Frauen die Libido, also die Lust auf Sex. Für Raucherinnen und Frauen mit hohem Blutdruck über 35 Jahren erhöht die Pille das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Patientinnen mit bereits bestehender Thrombose sollten ebenfalls auf ein anderes Verhütungsmittel zurückgreifen und die Pille meiden. Erkrankungen der Gallenblase und der Leber stehen ebenfalls in Zusammenhang mit der Einnahme des Verhütungsmittels. Es gibt außerdem noch bisher unbestätigte Annahmen, dass die Pille das Krebsrisiko erhöhen kann. Wer eine Pille mit geringen Nebenwirkungen haben möchte, kann sich von seinem Frauenarzt über die Minipille informieren lassen. Sie ist ähnlich sicher wie die herkömmliche Anti-Baby-Pille, soll aber weniger Nebenwirkungen haben. Doch auch bei dieser Pille gilt: Antibiotika, Johanniskrautpräparate und Antiepileptika beeinträchtigen die Wirkung.