Sa | 14:00

Grand Prix von Japan

Japan-GP im Birdview: Genuss für alle F1-Piloten
Japan-GP im Birdview: Genuss für alle F1-Piloten Christian Danner erklärt die Schlüsselstellen in Suzuka 01:55

Fahrerstrecke in Suzuka

In Suzuka erwartet die Piloten eine ausgesprochene Fahrerstrecke. Der Suzuka International Racing Course verlangt von den Fahrern neben absolutem fahrerischen Können auch höchste Konzentration. Weil die Strecke einige gute Überholmöglichkeiten bietet - beispielsweise in Kurve 1 - zählt der Japan-GP zu den Lieblingsrennen der Fahrer.

Strecke mit anspruchsvollen Passagen

Suzuka International Racing Course
Suzuka International Racing Course: Einzige Acht im Grand-Prix-Zirkus

Charakteristisch für den 5,807 km langen Kurs ist der harmonische Wechsel von schnellen Kurven, engen Kehren und Schikanen. Zu den schwierigsten Teilstücken zählt die so genannte Triangel - eine Schikane mit einer 130-Grad-Kurve, die nicht eingesehen werden kann und in die fast blind eingelenkt werden muss.

Diese und weitere anspruchsvolle Schlüsselstellen, wie die Spoon- und die Degner-Kurve, zwingen Fahrer wie Autos, 53 Runden lang an ihre Grenzen zu gehen - ideale Voraussetzungen also für einen spannenden Showdown. Seit der International Racing Course von Suzuka 1987 seinen festen Platz im Grand-Prix-Kalender erhielt, fanden schon viele heiße WM-Kämpfe hier ihren Höhepunkt und ein spektakuläres Ende. Beispielsweise 1989, als Ayrton Senna und Alain Prost in der Triangel kollidierten. Während Prost liegen blieb, konnte Senna zunächst weiterfahren - allerdings nur dank der Hilfe zweier Streckenposten, die ihn wieder auf die Piste geschoben hatten. Deshalb wurde der Brasilianer nach dem Rennen disqualifiziert - Prost war Weltmeister.

Einzige Acht im Grand-Prix-Zirkus

Ein Jahr später gerieten die beiden Erzrivalen beim Kampf um den Titel in Suzuka erneut aneinander. In der ersten Kurve nach dem Start versuchte Senna, sich innen an Prost vorbeizuschieben, dabei nahm er eine Kollision billigend in Kauf. Das Resultat: Beide Autos landeten im Kiesbett, WM-Spitzenreiter Senna holte sich den Titel. Unvergessen bleibt auch der Große Preis von Japan 1994: Damon Hill fuhr im strömenden Regen zum Sieg und vertagte damit die WM-Entscheidung auf das letzte Saison-Rennen in Adelaide.

In der Saison 2000 bescherte Michael Schumacher mit seinem Sieg den Ferraristi die erste Fahrerweltmeisterschaft seit 21 Jahren und Suzuka die größte WM-Party, die hier je gefeiert wurde. In den Jahren 2001 und 2002 machte Schumacher es genauso. Er siegte in Suzuka und beendete das Jahr jeweils als Weltmeister. 2003 belegte Schumi hier zwar nur den achten Platz, Weltmeister wurde er jedoch erneut.

Bekannt geworden ist der 1963 eröffnete Suzuka Circuit aber auch wegen seiner Streckenführung. Die in Form einer Acht gebaute Piste ist der einzige Kurs in der Königsklasse, der sich an einer Stelle selbst kreuzt. Bei den Fahrern ist die vom holländischen Architekten Hans Hugenholtz entworfene Strecke äußerst beliebt. Der Große Preis von Japan fand erstmals 1976 statt. Es war zugleich der erste F1-GP in Asien, der zu einer WM zählte. Damals und im Folgejahr fuhren die Piloten auf der alten Strecke am Fuße des Mount Fujis. Nach den ersten beiden GPs von Japan war 10 Jahre Pause, bis die Formel 1 1987 wieder in Fernost gastierte. Nun wurde 20 Mal in Folge (bis 2006) auf der Rennstrecke in Suzuka gefahren.

2007 und 2008 kehrte die Formel 1 nochmal nach Fuji zurück, wo die Rennstrecke an alter Stelle vom Aachener Architekten Hermann Tilke ein neues Layout erhalten hatte und zu einer modernen Formel-1-Strecke umgebaut wurde. Zunächst wurde vereinbart, dass fortan zwischen den Strecken in Fuji und Suzuka im Jahresrhythmus gewechselt wird. Toyota - der Betreiber der Strecke in Fuji - hat sich aber als Ausrichter zurückgezogen um Kosten einzusparen. Somit wird bis auf weiteres weiter in Suzuka gefahren.

Suzuka International Racing Course

Kurve 1

Bezeichnung: First Curve

Speed: 260 km/h

Gang: 6

Kurve 2

Bezeichnung: First Curve

Speed: 140 km/h

Gang: 3

Speed: 245 km/h

Gang: 3

Kurve 4

Speed: 200 km/h

Gang: 4

Kurve 5

Bezeichnung: S-Curves

Speed: 185 km/h

Gang: 4

Kurve 7

Bezeichnung: Dunlop Curve

Kurve 8

Bezeichnung: Degner Curve

Speed: 185 km/h

Gang: 4

Kurve 9

Speed: 123 km/h

Gang: 2

Kurve 11

Bezeichnung: Hairpin

Speed: 64 km/h

Gang: 1

Kurve 12

Speed: 285 km/h

Gang: 7

Speed: 300 km/h

Gang: 6

Kurve 13

Bezeichnung: Spoon Curve

Speed: 180 km/h

Gang: 4

Speed: 140 km/h

Gang: 3

Speed: 312 km/h

Gang: 7

Speed: 310 km/h

Gang: 7

Kurve 17

Bezeichnung: Casio Triangle

Speed: 90 km/h

Gang: 2

Für detaillierte Daten und Infos zum Kurs klicken Sie auf die Streckenmakierungen

Streckeninfos

Kurs Suzuka International Racing Course
Streckenlänge 5,807 km
Renndistanz 53 Runden = 307,471 km
Rundenrekord K. Räikkönen (McLaren-Mercedes)
1:31,540 (2005)

Charakteristik

Abtrieb hoch
Vollgasanteil 65 Prozent
Reifenverschleiß hoch
Bremsverschleiß hoch
Benzinverbrauch hoch

Termine

1. Freies Training 05.10.2018 | 03.00 - 04.30 Uhr » Live-Ticker
2. Freies Training 05.10.2018 | 07.00 - 08.30 Uhr » Live-Ticker
3. Freies Training 06.10.2018 | 05.00 - 06.00 Uhr » Live-Ticker
Qualifying 06.10.2018 | 08.00 - 09.00 Uhr » Live-Ticker
Rennen 07.10.2018 | 07.10 Uhr » Live-Ticker