Grand Prix von Kanada

Ergebnisse Rennen | 11.06.2017

Platz FahrerTeam Zeit Rückstandauf 1 Rückstandauf Vordermann Runden Stopps
1 GBR Lewis Hamilton Mercedes 01:33:05,154 00:00,000 00:00,000 70 1
2 FIN Valtteri Bottas Mercedes 01:33:24,937 00:19,783 00:19,783 70 1
3 AUS Daniel Ricciardo Red Bull Racing 01:33:40,451 00:35,297 00:15,514 70 1
4 GER Sebastian Vettel Ferrari 01:33:41,061 00:35,907 00:00,610 70 2
5 MEX Sergio Perez Force India 01:33:45,630 00:40,476 00:04,569 70 1
6 FRA Esteban Ocon Force India 01:33:45,870 00:40,716 00:00,240 70 1
7 FIN Kimi Räikkönen Ferrari 01:34:03,786 00:58,632 00:17,916 70 2
8 GER Nico Hülkenberg Renault 01:34:05,528 01:00,374 00:01,742 70 1
9 CAN Lance Stroll Williams   1 Runden   69 1
10 FRA Romain Grosjean Haas F1   1 Runden   69 1
11 GBR Jolyon Palmer Renault   1 Runden   69 1
12 DEN Kevin Magnussen Haas F1   1 Runden   69 1
13 SWE Marcus Ericsson Sauber   1 Runden   69 1
14 BEL Stoffel Vandoorne McLaren-Honda   1 Runden   69 1
15 GER Pascal Wehrlein Sauber   2 Runden   68 2

Ausfälle

Schnellste Runde

Runde FahrerTeam Zeit
64 GBR Lewis Hamilton Mercedes 01:14,551
Kanada-GP im Birdview: Das ist der Circuit Gilles Villeneuve
Kanada-GP im Birdview: Das ist der Circuit Gilles Villeneuve Christian Danner erklärt die Schlüsselstellen in Montreal 00:01:50
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Montreal: Bei Fans und Fahrern beliebt

Seit 1978 ist Montreal Austragungsort für den Großen Preis von Kanada. Der Circuit Gilles Villeneuve, benannt nach dem 1982 tödlich verunglückten Vater von Jacques Villeneuve, ist die dritte kanadische Grand-Prix-Strecke.

Hohe Anforderungen an die Abstimmung der Autos

Circuit de Gilles Villeneuve
Ein Formel-1-Kurs mit guten Überholmöglichkeiten - der Circuit Gilles Villeneuve in Montreal.

Vor der Saison 2005 stand der GP fast vor dem Aus. Nur dank des Engagements einheimischer Sponsoren konnte die Formel 1 in Kanada gehalten werden. Für das Jahr 2009 klappte das nicht, F1-Promoter Bernie Ecclestone strich Montreal aus dem WM-Kalender. Doch 2010 kehrte der Formel-1-Zirkus wieder auf die Ile de Notre Dame im St.-Lorenz-Strom zurück. Auch für 2017 hing die Austragung zunächst am seidenen Faden, da die neue Boxenanlage wohl nicht vor 2019 fertig sein wird und die Infratsruktur weitere große Mängel aufweist. Letztendlich war das 50-jährige Jubiläum der Königsklasse in Kanada aber gesichert.

Ihr Kanada-Debüt gab die Königsklasse 1967 in Mosport, wo auch die kanadischen WM-Läufe 1969 und von 1971 bis 1977 ausgetragen wurden. Zweimal, 1968 und 1970, traf sich die Formel 1 in Mont Tremblant. Wegen der zunehmenden Popularität von Gilles Villeneuve wurde der Kanada-GP 1978 kurzfristig auf das Gelände der Weltausstellung 1967 und der Olympischen Spiele 1968 in Montreal verlegt. Unter tosendem Beifall seiner Landsleute gewann der Lokalmatador den Premiere-Grand-Prix im Bundesstaat Quebec.

Die Strecke ist ein für Fahrer wie Material gleichermaßen anspruchsvoller Kurs mit einer Kombination aus engen, langsamen Kurven und Hochgeschwindigkeitspassagen, auf denen die Autos bis zu 300 km/h erreichen. Aufgrund dieser Mischung ist es für die Piloten sehr schwer, eine geeignete Abstimmung zu finden. Denn um auf den Geraden möglichst schnell zu sein, muss eine flache Flügeleinstellung gewählt werden. In den langsamen Kurven ist dagegen wieder sehr viel Abtrieb gefragt.

Berüchtigte 'Wall of Champions'

Berüchtigt ist die Strecke in Montreal auch wegen der 'Wall of Champions' am Ende der letzten Schikane vor Start und Ziel. Hier kommen die Fahrer mit ihren Reifen im Idealfall bis auf wenige Zentimeter an die Mauer heran. Wenn es schlecht läuft, ist das Rennen ganz schnell beendet. Nicht von ungefähr rührt der Name der Mauer: Während des Kanada-GP 1999 krachten nacheinander die Weltmeister Damon Hill, Michael Schumacher und Jacques Villeneuve in die Mauer. Die Schikane selbst wurde seither leicht entschärft. Trotzdem bleibt diese Passage eine Schlüsselstelle, die keine Konzentrationsschwächen erlaubt. So landete noch 2011 im Freien Training mit Sebastian Vettel ein weiterer Champion in der 'Wall'.

Weil die Piste zum Teil auch als öffentliche Straße genutzt wird, ist der Asphalt sehr uneben. Die Streckencharakteristik beansprucht Übertragungsteile und Bremsen wie kein anderer Kurs im Formel-1-Kalender. Pro Wochenende und Team gehen in Kanada bis zu 50.000 Euro für Bremsscheiben drauf. Besonders die Schikane vor Start-Ziel hat es in sich: Innerhalb von zwei Sekunden muss hier von Tempo 280 auf 100 km/h heruntergebremst werden.

Dennoch ist das Rennen bei Fans und Fahrern sehr beliebt. Denn neben einer einmaligen Atmosphäre bietet der Kurs auch gute Überholmöglichkeiten. Zum Beispiel an besagter Schikane vor Start- und Ziel und am Ende der langen Zielgeraden.

Circuit Gilles Villeneuve

Speed: 295 km/h

Gang: 6

Kurve 1

Speed: 136 km/h

Gang: 2

Kurve 2

Bezeichnung: Virage Senna

Speed: 77 km/h

Gang: 1

Speed: 255 km/h

Gang: 5

Kurve 4

Speed: 155 km/h

Gang: 3

Kurve 5

Speed: 255 km/h

Gang: 5

Kurve 6

Speed: 93 km/h

Gang: 2

Kurve 7

Speed: 155 km/h

Gang: 2

Speed: 295 km/h

Gang: 6

Kurve 8

Speed: 120 km/h

Gang: 2

Kurve 9

Speed: 160 km/h

Gang: 2

Speed: 300 km/h

Gang: 6

Kurve 10

Bezeichnung: Épingle

Speed: 55 km/h

Gang: 1

Kurve "Wall of Champions"

Speed: 316 km/h

Gang: 7

Für detaillierte Daten und Infos zum Kurs klicken Sie auf die Streckenmakierungen

Streckeninfos

Kurs Circuit Gilles Villeneuve
Streckenlänge 4,361 km
Renndistanz 70 Runden = 305,270 km
Rundenrekord R. Barrichello (Ferrari)
1:13,622 (2004)

Charakteristik

Abtrieb gering
Vollgasanteil 63 Prozent
Reifenverschleiß hoch
Bremsverschleiß sehr hoch
Benzinverbrauch hoch

Termine

1. Freies Training 08.06.2018 | 16.00 - 17.30 Uhr » Live-Ticker
2. Freies Training 08.06.2018 | 20.00 - 21.30 Uhr » Live-Ticker
3. Freies Training 09.06.2018 | 16.00 - 17.00 Uhr » Live-Ticker
Qualifying 09.06.2018 | 19.00 - 20.00 Uhr » Live-Ticker
Rennen 10.06.2018 | 20.00 Uhr » Live-Ticker