Heizungsbauer

Aus der Sicht eines Heizungsbauers – Tipps zur optimalen Energieversorgung

Heizungsbauer zu sein, bedeutet ein breit gefächertes Wissen über alle Arten von sanitären Anlagen zu besitzen. Es geht nicht nur, um einen möglichst günstigen Einbau eines neuen Heizsystems. Vielmehr geht es um ein langanhaltendes, energiesparendes und möglichst umweltfreundliches Heizsystem, dass zukünftig Ihr Zuhause klimaneutral wärmt. Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik – oder kurz: Heizungsbauer – sollten Ihnen ein umfangreiches Angebot zusenden, und sich in jedem Fall Ihr Zuhause persönlich ansehen.

Wartung der Heizkörper
Montage und Wartung der neuen Heizung sollte unbedingt ein Fachbetrieb vornehmen.
Inhaltsverzeichnis

    Heizungssysteme im Vergleich – Kosten oder Energie sparen?

    Sie wollen Ihre Heizanlage erneuern? Sie sind kürzlich in Ihr neues Zuhause gezogen und vergleichen gerade die verschiedenen Heizsysteme? Sie wollen ein umweltbewusstes und modernes Heizsystem, doch bei all der Auswahl an verschiedenen Systemen, Herstellern und Monteuren verlieren Sie den Überblick? Fragen Sie den Heizungsbauer Ihres Vertrauens um weitere Informationen. Ein professionell ausgebildeter Anlagenmechaniker wird Ihnen im besten Fall über folgende Systeme mehr erzählen können. In der folgenden Tabelle haben wir für Sie die Basis-Systeme, die aktuell in deutschen Häusern verbaut sind, aufgelistet und ihnen ihre jeweiligen Vor- und Nachteile zugeordnet:

    Heizsystem

    Vorteile

    Nachteile
    Öl-Brennwertheizung
    • altbewährte, stabile Technik
    • funktioniert ohne Vertragsbindung an einen Öllieferanten
    • modernes, schwefelfreies Heizöl gibt kaum Geruch ab
    • gut kombinierbar mit erneuerbaren Energien (Solar, Wind, Kaminholz) 
    • kein nachwachsender Rohstoff
    • laufende Kosten (aktueller Preis pro 100 Liter: 65 bis 75 Euro)
    Gas-Brennwertheizung
    • funktioniert mit der gleichen Technik, wie eine Ölheizung
    • gut sortierte Auswahl an Biogas verfügbar
    • benötigt ein Gas-Versorgungsnetz
    • laufende Grundgebühren, auch bei Nichtnutzung
    • feste vertragliche Bindung an einen Gaslieferanten
    Holz-Pelletheizung
    • verbrennt Holzpellets (kleine Presslinge aus Holzresten)
    • zu 100 Prozent erneuerbar
    • mit Solarenergie kombinierbar
    • CO2-neutrale Verbrennung mit Holzpellets aus nachhaltiger Holzwirtschaft
    • hohe Anschaffungskosten
    • vergleichsweise hoher Wartungs- und Reinigungsaufwand
    • benötigt dreimal so viel Lagerplatz, wie ein Öltank
    • Asche muss regelmäßig entfernt werden
    • höhere Feinstaub-Emissionen als Öl- oder Gasheizungen
    Wärmepumpe
    • nutzt die Umweltwärme aus der Umgebung (Erdreich, Grundwasser, Luft)
    • funktioniert komplett ohne Verbrennung
    • kein Lagerraum notwendig
    • kein Schornstein notwendig
    • je nach Wärmepumpenart variieren die Anschaffungskosten stark
    • mit sinkender Lufttemperatur fällt die Energieeffizienz – es muss elektrisch nachgeheizt werden
    • aufwendige Genehmigungsverfahren durch Wasser- oder Bergbehörden
    Nah- oder Fernwärme
    • geringe Voraussetzungen in Ihrem Zuhause
    • benötigt kaum Platz im Haus
    • Wartungen und Reparaturen übernehmen die meisten Anbieter
    • Feinstaub-Emissionen und CO2-Bilanz entsteht im zuständigen Kraftwerk
    • kein Schornstein notwendig
    • benötigt den Anschluss an ein Wärmenetz
    • Kunden sind an den Preis des Anbieters gebunden und können in der Regel nicht wechseln
    • junge Technik, die noch weiter entwickelt werden darf

    Checkliste für die Wahl Ihres neuen Heizsystems

    Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit verschiedene Energiequellen miteinander zu kombinieren. Dabei lassen sich beispielsweise Öl- und Solarenergie miteinander vereinen. Im Sommer können Sie so weitestgehend auf Öl verzichten und stattdessen auf die erneuerbare Solarenergie zurückgreifen. Dennoch stehen bei der Wahl der richtigen Energiequelle viele Aspekte im Raum. Folgende Checkliste soll Ihnen die wichtigsten Punkte zeigen, die es beim Vertragsabschluss mit Ihrem Heizungsbauer zu beachten gibt:

    1.      Wahl der Energiequelle

    a.      Öl

    b.      Gas

    c.      Holzpellets

    d.      Holz

    e.      Wärmepumpe

    f.       Nah-/Fernwärme

    2.      Wahl des richtigen Anbieters

    a.      Nachvollziehbares Angebot inklusive betriebsfertiger Montage sowie Einweisung

    b.      Optionale Erweiterungen, wie Heizungswartung und Kundendienst

    c.      Individuelle Beratung und Gestaltung nach Ihren Wünschen

    d.      Garantien

    e.      Informationen zu Förderungsinstitutionen

    Solaranlage auf dem Dach
    Eine Solaranlage lässt sich mit jeder Art Heizung kombinieren und spart Energie.

    Fachmännische Beratung vor dem Kauf Ihres neuen Heizsystems

    Die Einbaukosten zentraler Bauteile, wie der Basisheizung im Keller, sollten sich in der Regel zwischen 1.500 und 5.000 Euro bewegen. Befragen Sie hierzu Ihren Heizungsbauer. Dieser kann Ihnen genau berechnen, wie viel ein Um- oder Neubau kosten wird. Generell bleiben die Rohre dieselben. Für jeden Heizungskörper im Haus können Sie mit Kosten zwischen 300 und 500 Euro rechnen. Bei zwölf Heizkörpern landen Sie bei einfachen Heizsystemen zwischen 3.600 und 6.000 Euro. Pelletheizungen und Wärmepumpen sind in Ihrer Anschaffung deutlich kostspieliger. Mit einer Pelletheizung sollten Sie zwischen 17.000 und 25.000 Euro rechnen; Wärmepumpen kosten zwischen 15.000 und 30.000 Euro. In Bezug auf staatliche Förderungen sollten Sie gerade bei erneuerbaren Energien eine Expertenmeinung hinzuziehen.

    Was bietet unser Service?

    Wir sind ein kundenorientiertes Online-Portal, dass sich mit den alltäglichen Themen rund um Ihr Zuhause beschäftigt. Regionale Anbieter werden unabhängig geprüft, um Ihnen Ihre Entscheidungen rund um Ihr Zuhause zu erleichtern. Nach Angaben Ihrer Präferenzen erhalten sie bis zu drei Angebote von Fachfirmen in Ihrer Nähe, aus denen Sie frei wählen können. So werden große Projekte in Ihrem zu Hause problemlos und schnell bewältigt. Dieser Service ist kostenlos und unverbindlich.*

    * Der Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich. Wir finanzieren den Service über die Provision unserer Partner.

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