Trennung – Beziehungen respektvoll beenden

Shilouette von Mann und Frau, Rücken an Rücken sitzend

Es gibt sie tatsächlich, die Beziehung, welche ein Leben lang hält, in welcher das Thema „Trennung“ nie eine Rolle spielt.Wie genau sie funktioniert und was alles richtig gelaufen ist, kann von den Betroffenen oftmals kaum in Worte gefasst werden. „Wir haben wahrscheinlich unsagbar viel Glück oder finden halt immer wieder einen Weg zueinander!“, heißt es aus berufenem Munde.

Schaut man sich die Statistik an, wird so manchem Liebespaar ganz kalt ums Herz. Tatsächlich hat die Scheidungsrate und auch die Trennungsrate in den vergangenen Jahren eher zu- als abgenommen. An was es liegt, lässt sich nur sehr schwer ermessen. Sind eventuell zu hohen Ansprüchen an den Partner oder an die Partnerin der Grund? Auch der etwas einseitige Gedanke „jeder hat nur ein Leben, warum sollte ich mein Leben mit einem einzigen Partner oder einer einzigen Partnerin verbringen?“ könnte die Beziehung letztlich arg verkürzen.

Egal welche Absicht hinter einer plötzlichen Trennung steckt, Mann bzw. Frau sollten, wenn irgendwie möglich, eine Beziehung immer respektvoll beenden. Dazu gehört eine gute Portion Mut, Einfühlungsvermögen und die Wahl des richtigen Zeitpunktes. Obwohl es diesen wohl niemals geben wird, sollte man nicht gerade mitten in der Nacht, am Arbeitsplatz oder vor dem gemeinsamen Freundeskreis überraschend und höchst offiziell den Schlussstrich unter die manchmal langjährige Beziehung ziehen.

Eine Partnerschaft, egal wie lange diese angedauert hat, verdient einen sanften Abgang, damit der verlassene Partner sein Herz schnellstmöglich für eine neue Liebe öffnen kann.

Wie mache ich meinen Partner auf eine vorhandene Disharmonie in der Beziehung aufmerksam?

Tatsächlich ist es nicht einfach, sich einzugestehen, dass die Liebe, die einst unser Herz bewohnte, plötzlich verloren ging. Von heute auf morgen geschieht dies jedoch eher selten. Vielmehr reift die Trennungssehnsucht langsam im Kopf des Betroffenen heran und präsentiert sich nach einiger Zeit als schier unumstößliche Wahrheit – an der sich sehr schwer noch rütteln lässt. Die Frage welche sich dann stellt ist jene: „Wie bringe ich meine Entscheidung bzw. meine aufgerüttelte Gefühlswelt dem Partner bei?“

Ein absolutes No-Go unter gesitteten Menschen ist die totale Konfrontation mit der Trennungsabsicht, so nach dem Motto: „Aus und vorbei, du kannst jetzt bitte gehen!“ Diese radikale Vorgehensweise könnte den Partner in eine echte Lebenskrise stürzen, ihn sehr stark verletzen und ihm das Gefühl der Wertlosigkeit geben. Besser ist es, achtsam an eine bevorstehende Trennung heranzugehen.

Wichtig dabei sind folgende Dinge:

  • Der Partner sollte schon, bevor das Wort Trennung fällt, ahnen, dass etwas in der Beziehung nicht stimmt. Das bedeutet „Zeichen setzen“: wer sich ganz sicher von seiner Partnerin bzw. von seinem Partner trennen möchte, sollte ihm oder ihr in einer ruhigen Minute offenbaren, dass er oder sie sich in letzter Zeit etwas unwohl in der Beziehung fühlt. So erkennt der Gegenpart, dass etwas im Argen liegt und macht sich schon einmal Gedanken.
  • Reden, reden und nochmals reden. Was ist in der Beziehung falsch gelaufen? Wann und wie kam es zu einem einschneidenden Erlebnis, welches nicht mehr heilen wollende Risse in der Beziehung hinterließ? Mit der Aufarbeitung der Probleme findet eine Art Seelenreinigung statt. Die meisten Paare fühlen sich nach solch einer fairen Aussprache wohler in ihrer Haut und können die Trennung ein wenig besser nachvollziehen, wenn auch vielleicht nicht ganz verstehen.
  • Wohl kann Mann oder Frau den Trennungswunsch nahezu ewig vor sich herschieben. Klug ist es, erst einmal dem Partner respektive der Partnerin eine kleine Auszeit anzubieten. Das heißt: das Paar geht räumlich gesehen auf Distanz. Er wohnt beispielsweise fortan bei einem guten Freund oder sie schlüpft bei einer guten Freundin oder sogar bei der Familie unter. Dieser Schritt hilft, Abstand zu gewinnen. Oftmals fällt auch dem anderen Partner während der Auszeit auf, dass eine Trennung (nicht nur auf Zeit) das Beste ist.
Die richtigen Worte zu finden ist nicht immer einfach

Fünf Tipps, wie man eine Partnerschaft sauber beendet, ohne den anderen dabei zu verletzen

  • Respektvoll, ehrlich und annehmbar sollte eine Beziehung auslaufen. Die schönen Monate und Jahre möchten weiterhin in guter Erinnerung bleiben. Paare, welche Trennungsabsichten hegen, dürfen sich gerne (was eigentlich fast immer möglich sein sollte!) auf freundschaftlicher Ebene trennen. Ist dies unmöglich, sollte man sich wenigstens in Ruhe und Frieden voneinander verabschieden – denn alles andere weckt negative Gefühle, welche keinem der beiden Partner auf Dauer wohltut.
  • Wer das Gefühl entwickelt, dem Partner seine Entscheidung schriftlich mitteilen zu wollen, sollte dies über einen ordentlichen Brief (keine E-Mail) tun. Manchmal ist es besser das Papier sprechen zu lassen. Hat sich der erste Schock gesetzt, ist eine persönliche Aussprache unausweichlich. Schließlich sollte man dem Partner bzw. der Partnerin die faire Chance lassen, selbst Abstand von der Beziehung nehmen zu dürfen.
  • Sätze wie „Du findest bestimmt einen besseren Partner bzw. eine bessere Partnerin“ sollte man möglichst unterdrücken. Der (Noch-) Partner könnte diesen Satz als Verspottung aufnehmen. „Ich wünsche dir für die Zukunft Glück und alles, was du dir selbst auch wünscht“ klingt hingegen ehrlich und nett und nimmt der Trennung ein wenig die Bitternis.
  • Natürlich wird man sich hin und wieder über den Weg laufen. Deshalb bietet es sich an, im Vorfeld schon festzulegen, wie man aufeinandertrifft. Eine coole, neutrale Haltung ist ein Zeichen hoher gegenseitiger Wertschätzung und kommt immer und überall gut an.
  • Damit es nicht so weh tut, kann man sich darauf einigen, im gegenseitigen Einverständnis die Beziehung zu beenden. So ist keiner der „Verlierer“ und beide verlassen die Beziehung mit Würde und Stolz.

Wenn man über die ersten Trennungsschmerz hinweg ist, sollte Mann und Frau erst mal Zeit für sich finden und seinen persönlichen Leidenschaften nachgehen. Sei es Motorradfahren oder sich im um den Garten kümmern. Vielleicht findet man ja hier dann auch bald wieder einen Partner oder Partner der z.B. gerne Motorrad fährt bzw. mitfährt. Auch auf speziellen Nischenplattformen kann man fündig werden und bleibt dann nicht all zu lange allein. So kann man z.B. auch konkret nach motorradfahrende Singles suchen oder nach Menschen die ihre Singles auf Grund dem Stand der Sterne suchen.

„Man sollte nie im Streit auseinander gehen. Man weiß nie was morgen passiert.“ (Autor unbekannt)

Bildnachweis: IStock 133813772 Video: Youtube

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