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Fernbeziehung: So wird die Distanz überwunden!

Single Frau sitzt einsam am Fenster

Für viele Menschen wirkt allein schon das Wort „Fernbeziehung“ abschreckend. Dabei lebt inzwischen jeder achte Deutsche in einer solchen Fernbeziehung. Eines sollte gleich vorweg deutlich gemacht werden. In einer Beziehung zu leben, ist niemals einfach oder gar selbstverständlich. Ein bisschen Beziehungsarbeit ist immer notwendig. Es gibt Menschen, die haben diese Beziehungsarbeit so kultiviert, dass sie sogar nach jahrzehntelanger Ehe noch immer wie frisch verliebt wirken.

Der einzige Unterschied zwischen einer Nah- und einer Fernbeziehung ist im Grunde tatsächlich nur die Entfernung, und wie man sinnvoll damit umgeht. Früher war das häufig noch um einiges schwieriger, da es beinahe nur die Möglichkeit des Briefeschreibens oder des oftmals recht teuren Telefonats gab.

Doch in unserem heutigen Zeitalter ist das alles überhaupt kein Problem mehr. So lange man vernetzt ist, über einen Handyvertrag mit viel Datenvolumen und moderne Technologie zur Videotelefonie nutzt, kann man dem oder der Liebsten immer nahe sein, wenn man es möchte.

Fernbeziehungen haben ohne Vertrauen keinen Bestand

Genau genommen hat keine Beziehung ohne Vertrauen Bestand, doch das gilt ganz besonders für Fernbeziehungen. Hier ist von vornherein ganz klar, dass man einfach nicht immer zusammen ist. Wenn hier keine Vertrauensbasis besteht, wird das Misstrauen die Beziehung über kurz oder lang nicht belasten, sondern vernichten.

Beide Partner leben in ihrer eigenen Stadt und haben entsprechend auch ihren eigenen Freundeskreis. Einige Leute mag man vielleicht inzwischen bei den gegenseitigen Besuchen kennengelernt haben, andere aber auch nicht. Nur wenn der Partner frei und offen erzählt, mit wem er sich getroffen und was er unternommen hat, wird eine Fernbeziehung funktionieren. Letztlich lernt man sich auch so immer mehr und intensiver kennen. Die Interessen des Anderen werden hier immer klarer und letztlich lässt er einen ja auch aus der Ferne an dem Erlebten teilhaben.

Wird die Erzählung mit Misstrauen oder Missbilligung quittiert, ist das sicher kein guter Nährboden für eine gemeinsame Zukunft. Wichtig ist immer, auch darüber nachzudenken, ob man es selber wirklich toll finden würde, wenn man gerade euphorisch erzählt, was man erlebt hat, um alles mit dem anderen zu teilen, und der reagiert dann im höchsten Maße eifersüchtig. Das fühlt sich schnell wie eine Fessel an, die sich ständig immer mehr zuzieht.

Der Beziehungskiller Nr. 1 die Eifersucht

Eifersucht hat sicher sehr viele unterschiedliche Ursprünge, doch es gilt sie in jedem Fall in den Griff zu bekommen. Sie ist immer noch der Liebeskiller Nr. 1. Zwar wird häufig behauptet, eine „gesunde“ Eifersucht sei vollkommen normal und auch okay, doch wenn man einmal ganz genau schaut, was Eifersucht eigentlich ist, dann revidiert man diese Meinung vielleicht ganz schnell wieder.

Man ist also eifersüchtig, weil er oder sie sich mit jemanden trifft, der eine vermeintliche Gefahr darstellt. Gleichsam unterstellt man sofort gleich mehrere Dinge. Erstens, die Liebe ist nicht ausreichend und er oder sie könnte sich ja in jemand anderen verlieben. Noch viel schlimmer ist bei genauerer Betrachtung aber, dass man dem anderen misstraut. Man traut ihm oder ihr also locker zu, dass er oder sie bereit wäre, zu betrügen.

Und schon ist man wieder bei dem alles entscheidenden Punkt: Vertrauen. Genau das fehlt hier an dieser Stelle. Nicht selten ist das nicht einmal durch den Partner verursacht, sondern vor allem dadurch, dass man sich selber minderwertig fühlt. Der andere, der möglicherweise nie etwas im Schilde geführt hat, bekommt nun die gesamte Portion der eigenen Selbstzweifel übergestülpt. Sehr selbstbewusste Menschen, die sich dazu noch sehr gern selber mögen, neigen tatsächlich seltener zu diesen Unterstellungen, oder besser gesagt, zur Eifersucht.

Hier sollte man sich wirklich selber einmal fragen, wie es sich anfühlt, wenn der andere einem unterstellt, nicht treu zu sein. Das kann wirklich sehr verletzend und schmerzhaft sein und es führt dazu, dass einer der Grundpfeiler jeder Beziehung, das gegenseitige Vertrauen, schwere Blessuren erleidet.

Singles und Fernbeziehung haben eine Gemeinsamkeit

Nicht jeder Single ist automatisch unglücklich, weil er sich nicht in einer Partnerschaft befindet. Im Gegenteil, es gibt sogar eine ganze Reihe von Singles, die sogar sehr glücklich sind. Der Grund ist recht einfach, sie können tun und lassen, was sie wollen und müssen niemanden Rechenschaft ablegen. Oftmals pflegen gerade Singles sehr viel intensiver ihre Freundschaften und sind häufig auch deutlich weniger bequem. Sie probieren gern Neues aus, gehen intensiv ihren Hobbys nach und planen ihr Leben, wie es ihnen gefällt.

Die Fernbeziehung kann, sofern man es vernünftig angeht, ganz ähnlich funktionieren. Nur gibt es hier ein echtes Topping, nämlich die Zweisamkeit, wenn es Zeit und Möglichkeiten zulassen. Sofern das Vertrauen groß ist und Eifersucht keine Rolle spielt, bewegt man sich in einer Fernbeziehung in einer Art Zwischenwelt. Auf der einen Seite bewältigt man sein Leben als Single wie gerade beschrieben, und auf der anderen Seite ist da aber immer jemand, mit dem man das Erlebte austauschen kann.

Dann gibt es natürlich auch die gemeinsame Zeit, die hier oftmals als wirklich wertvoll und nur sehr selten als selbstverständlich angesehen wird. Vor allem gibt es immer jede Menge Gesprächsstoff zwischen den Partnern, denn jeder führt ja immer eine Zeit lang ein eigenes Leben mit eigenen Erlebnissen.

Kontakt halten, aber nicht nur schriftlich

Durch das Internet gibt es heute unzählige Möglichkeiten, Kontakt zu halten. Doch Achtung, eine kurze Nachricht per WhatsApp ist vollkommen okay, doch sobald man wichtige Dinge regeln muss, ist das Schreiben, egal ob per Mail, Messenger oder per WhatsApp, niemals eine gute Wahl. Hier sieht man nicht die Mimik des anderen und man hört auch nicht die Schwankungen in der Stimme. Die Folge, hier kommt es extrem schnell zu Missverständnissen, die nicht selten in einem handfesten Streit ausarten.

Telefonieren, am besten noch via Videotelefonie, ist hier der weitaus bessere Weg. Hier ist es fast wie bei einem realen Treffen und Missverständnisse kann man bereits im Keim ersticken. Für bestimmte Themen sollte man auf jeden Fall ein persönliches Treffen vorziehen. Es ist aber natürlich auch toll, dem Liebsten oder der Liebsten zwischendurch einfach einmal ein Foto zu schicken, so bleibt man auch stets auf dem Laufenden und nimmt in gewisser Weise sogar an den Aktivitäten des anderen teil.

Wichtig ist es aber, dass man hier nicht übertreibt, denn gerade diese Medienwelt führt dazu, dass einige meinen, sie müssen quasi stündlich mitteilen, was gerade aktuell so los ist. Würde man in einer Nahbeziehung leben, würde man sicher nicht stündlich auf der Arbeit des anderen anrufen, um zu erfahren, wie es ihr oder ihm geht. Also sollte man hier die Kontakte auch immer auf ein Normalmaß beschränken, sonst kann das Handy nämlich zu einem Überwachungs- und Kontrollinstrument werden.

Bildnachweis: https://unsplash.com/photos/2vmcCcy6sGo

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