Verbraucherschützer sprechen von einer „bewussten Täuschung“. Selbst die digitalen Helfer kommen nicht mehr hinterher - die Spritpreise wechseln zu schnell.
„Dass in einer Tankstelle ein Preis genau eine Minute gültig war, bis er dann plötzlich sofort wieder teurer wurde.“
Haben die Tankstellen 2014 nur vier bis fünf Mal pro Tag am Spritpreis geschraubt, waren es 2024 bereits 18, Anfang dieses Jahres sogar schon 22 Preisänderungen pro Tag!
Die Strategie dahinter: Die Preise so oft ändern, dass den Kunden die Lust am Vergleich vergeht. Und die Strategie geht auf:
„Die Zeit ist mir wichtiger als irgendwie nach der günstigsten Tankstelle zu suchen.“
„Es bringt auf jeden Fall nichts, groß rumzufahren."
Das zuständige Bundeskartellamt sieht den Preiswirrwarr mit Sorge, will die Auswirkungen weiter beobachten.
Was sofort hilft: Erst nach 18 Uhr volltanken – besser noch zwischen 21 und 22 Uhr – da ist der Sprit bis zu zehn Cent pro Liter günstiger.