Die tragische Bilanz dieses Wochenendes: Drei schwere Messerangriffe. In einer U-Bahn in Berlin tötet ein Syrer einen Mann mit einem Küchenmesser. Die Polizei schießt auf den Angreifer – dieser stirbt im Krankenhaus. In einer Disco in Trittau in Schleswig-Holstein ersticht ein Mann einen 21-Jährigen. An einer Bushaltestelle in Hamburg sticht ein Unbekannter auf eine Rollstuhlfahrerin und ihren Begleiter ein – und verletzt sie schwer.
Die Messergewalt steigt Jahr für Jahr – erste Bundesländer wie Hessen haben mit generellen Messerverboten in Bussen und Bahnen reagiert: „Wir müssen auch gesellschaftlich deutlich machen, dass Messer in Zügen, das Messer in Innenstädten nichts zu suchen haben. Wir brauchen hier eine Trendumkehr", sagt Roman Poseck, CDU, Innenminister Hessen.
Der Gewerkschaft der Polizei reicht das nicht. „Wir glauben, dass schon die Frage des Verkaufs von solchen zur Tötung geeigneten Messern, damit meine ich nicht Küchenmesser, sondern eben in den diversen Waffenläden, hier neu reglementiert, neu überdacht werden muss. // Und wer gegen ein Waffenmitführverbot, Messermitführverbot verstößt, muss deutlich härter bestraft werden als es aktuell der Fall ist", so Sven Hüber, Gewerkschaft der Polizei.
Union und SPD wollen tatsächlich Körperverletzungen mit Waffen härter bestrafen. So steht es zumindest in ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag.