Nachts kein Auge zumachen. Das kennen auch die Menschen in der Kölner Innenstadt:
„Einschlafen nur mit Herzrasen und Durchschlafen ist ab 4 nicht mehr möglich“
„Melantoninspray, das hilft tatsächlich“
„Ganz schlecht aktuell, also nicht so gut.“
„Ich habe mir jetzt so einen Tee gekauft“
„Ich probiere mich tatsächlich zu beruhigen, noch zu lesen abends“
„Ich glaube ich bin jemand der sich viele Gedanken macht, die Gedanken kreisen oft erst, wenn man schlafen geht.“
„Wenn ich Stress habe selber oder irgendwelche persönlichen Sachen, dann überdenke ich die erst am Abend.“
Kreisende Gedanken und Stress zählen zu den häufigsten Ursachen. Um das Gedankenkarussell zu unterbrechen, soll ein neuer auf Socialmedia Trend helfen. Eine Minute schnell blinzeln und schon soll die Müdigkeit kommen. Denn der Blinzel-Hack soll dem Gehirn signalisieren: Fahr dich runter und schlaf ein!
Aber - funktioniert das wirklich? Wir fragen einen Experten!
"Dieser Blinzel Trick ist per se eine Methode, wo man sich auf eine bestimmte Tätigkeit konzentriert und fokussiert, um diese ständig rotierende, kreisende Gehirn zu beruhigen. Und manchen Leuten hilft das ganz gut mit dem Blinzeln. Für manche ist das aber nichts, weil die das eher kirre macht. Deswegen ist es so eine Methode von vielen. Aber für manche ist das ganz gut."
Unsere Reporterin will es wissen: Um 00:45 Uhr geht es Los: Licht aus, tief ein und aus atmet und für 60 Sekunden blinzeln:
„Und jetzt wünsche ich euch hoffentlich eine gute Nacht!“
Zu den klassischen Einschlafhelfern zählen: beruhigende Tees, Melatonin- oder Baldriankapseln und vor allem weniger Bildschirmzeit. Zurück zum Test:
„Es ist ungefähr eine Stunde später und ich bin leider noch nicht eingeschlafen. Ich werde es jetzt nochmal auf ein Neues probieren und vielleicht klappt es ja jetzt“
Was daraus wurde? Das hören wir am nächsten Morgen:
„Heygutenn Morgen! Hier ist eine ganz schön müde. Ich muss zugeben, dass ich normalerweise immer was schaue zum Einschlafen, irgendwie eine Serie oder so. Das habe ich gestern natürlich sein lassen und dafür fleißig geblinzelt. Ich war ganz schön lange wach. Die 60 Sekunden kamen mir ganz schön lang vor. (…) Umgehauen hat es mich jetzt nicht“
Wissenschaftlich belegt ist der Blinzel-Hack übrigens nicht. Weh tut es aber auch nicht. Also wer neugierig geworden ist: gerne mal ausprobieren!