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Zwölfjähriges Mädchen plante Selbstmord wegen Mobbing

Zwölfjähriges Mädchen plante Selbstmord wegen Mobbing

Mädchen landet nach Suizidplan im Krankenhaus.
Wegen Mobbing in der Schule sah eine Zwölfjährige keinen anderen Ausweg mehr und plante ihren Selbstmord. Als das aufflog, landete sie im Krankenhaus und kam danach in eine Klinik - zusammen mit ihren Eltern, die ihr beistanden.
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Für die junge Australierin war Selbstmord der einzige Ausweg

Wie schwer muss es für eine Mutter sein, wenn das eigene Kind sich umbringen will? Genau das erklärt eine australische Mutter in einem Post, der Gänsehaut auslöst. Ihre Tochter wurde in der Schule gemobbt und sah keinen anderen Ausweg als den Selbstmord. Glücklicherweise konnte sie gerettet werden, bevor es zu spät war.

Mutter des Mädchens warnt mit ergreifendem Post

Der Post zeigt, wie Mobbing nicht nur das Opfer, sondern die ganze Familie betrifft. "Es waren sieben sehr private Monate für uns in der Klinik, in denen wir innerhalb der Familie damit umzugehen lernten", schreibt sie in ihrem Post.

Die Zwölfjährige bekam Hassnachrichten über soziale Netzwerke und schien daran innerlich zu zerbrechen. Ihre Mutter ahnt, wo die Mobbinglust herrührt: "Kinder (weil sie eben Kinder sind) denken, dass es okay ist, Hassnachrichten zu verschicken, ohne dass es Konsequenzen gibt."

Gemobbt wegen Hassnachrichten und anzüglichem Video

Und es kam noch schlimmer: Es wurde ein Video von der Zwölfjährigen aufgenommen, das sie in einer sexuellen Pose zeigt. Der Clip wurde im Internet mit einer anzüglichen Bildunterschrift gepostet und verbreitete sich rasant.

Wie die Behörden nun mit ihr umgehen, macht die Mutter fassungslos: "Das Erziehungsdepartement teilte mir dazu mit: 'Sie sollten Ihren Kindern beibringen, wie sie belastbarer gegen Mobbing werden.' Ja, genau das sagten sie". Als sei es mit bestärkenden Worten getan. Als sei ihre Tochter bloß zart besaitet und selber schuld daran, anfällig für Mobbing-Attacken zu sein.

"Ein Nachspiel? Für die Person, die das Video aufnahm? Gibt es nicht, weil niemand sagen würde, wer es war", schreibt die Mutter resigniert.

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Mutter bittet inständig um mehr Vorsicht

So wie ihrer Tochter soll es niemandem ergehen. Deswegen möchte sie mit ihrem Post andere Menschen für dieses Thema sensibilisieren und appelliert: "Bitte, in diesem furchtbaren Zeitalter sozialer Medien (oder asozialer Medien, wie wir es nennen), kontrolliert die Nachrichten eurer Kinder. Bitte versichert euch, dass eure Kinder höflich und respektvoll in ihren Nachrichten texten."

Wenn Sie Selbstmord-Gedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge (www.frnd.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichen Sie Menschen, die Ihnen die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.