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Zweites Urteil im Missbrauchsprozess Freiburg: Acht Jahre Haft für Soldaten

Missbrauch: Soldat zu acht Jahren Haft verurteilt
Missbrauch: Soldat zu acht Jahren Haft verurteilt Zweites Urteil im Missbrauchsprozess Freiburg 00:21

Bundeswehrsoldat Knut S. zu acht Jahren Haft verurteilt

Es ist das zweite Urteil in einem Missbrauchsfall, dessen grausames Ausmaß seit Januar 2018 immer wieder schockiert. Eine 48-jährige Mutter bietet zusammen mit ihrem Lebensgefährten (39) den (heute) neunjährigen Sohn im Internet zum Missbrauch an. Insgesamt werden acht Tatverdächtige festgenommen. Einer von ihnen der Bundeswehrsoldat Knut S. Dieser ist nun wegen Missbrauchs zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht verzichtet auf eine Sicherungsverwahrung

Zudem ordnete das Landgericht Freiburg die Zahlung von 12.500 Euro Schmerzensgeld an. Dieses Geld gehe an das Opfer der Taten, den kleine Junge aus Staufen (Baden-Württemberg). Auf Sicherungsverwahrung, wie sie die Staatsanwaltschaft und die Vertreterin der Nebenklage gefordert hatten, verzichtete das Gericht. Es fehle die rechtliche Grundlage für diese Maßnahme, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin zur Begründung.

Der Soldat hat gestanden, den Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Die Mutter des Jungen und der Stiefvater seien dabei gewesen. Auch sie selbst missbrauchten das Kind. Die Taten wurden gefilmt und die Filme an andere weitergeleitet. 

Festgenommen wurde der Soldat im vergangenen Oktober in seiner Kaserne der deutsch-französischen Brigade in Illkirch-Graffenstaden bei Straßburg im Elsass. Er sitzt seither, wie alle Verdächtigen, in Untersuchungshaft. Nach Angaben des Heeres ist er vorläufig des Dienstes enthoben und darf keine Uniform mehr tragen.

Im April gab es bereits eine Verurteilung im Missbrauchsfall

Der Junge war mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Der Prozess gegen die Mutter des Jungen und ihren Lebensgefährten beginnt am 11. Juni in Freiburg. Sie sollen die Drahtzieher in dem Fall sein. 

Es ist das zweite Urteil in dem Missbrauchsfall. Im April hatte das Freiburger Landgericht einen 41-Jährigen deutschen Gelegenheitsarbeiter zu zehn Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.


Quelle: DPA, RTL.de

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