Zweiter Teil des „Klima Updates“

Wie der Treibhauseffekt die Sonnenstrahlung festhält

29. Juli 2021 - 11:38 Uhr

Bernd Fuchs erklärt den Treibhauseffekt

Im zweiten Teil der RTL-Reihe "Klima Update" geht es um den Treibhauseffekt. Bernd Fuchs erklärt in der aktuellen Sendung wie er funktioniert und welche Auswirkungen er auf uns hat. Welche Treibhausgase die globale Erderwärmung voran schreiten lassen und was wir tun können, erklären wir hier.

Lese-Tipp: Hier geht es zum ersten Teil unseres Klima Updates

Erderwärmung vs. industrielle Revolution

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Ökostrom ist ein Bestandteil mit dem die Energiewende geschafft werden soll.
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Der sogenannte Treibhauseffekt ist Segen und Fluch zugleich. Denn ohne ihn würde die Wärme der Sonne von der Erdoberfläche reflektiert und wieder im Weltall verschwinden. Die schützende Atmosphäre enthält die Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (Co2), Methan (CH4) oder Lachgas (N2O). Diese Gase sorgen dafür, dass ein Teil der kurzwelligen Sonnenstrahlen reflektiert werden. Die langwellige Infrarotstrahlung der Sonne strahlt allerdings größtenteils ab. Ohne den Treibhauseffekt wäre die Temperatur auf der Erde durchschnittlich bei kalten -18 Grad.

Durch die Nutzung von fossilen Brennstoffen wie Braun- und Steinkohle, sowie Erdöl und Erdgas setzen wir weiteren Kohlenstoff in die Atmosphäre frei. Es ermöglichte uns die industrielle Revolution, aber gleichzeitig setzten wir durch die Verbrennung mehr Treibhausgase frei, die nun die Sonnenstrahlen zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre festhält. So erwärmt sich unsere Erde zusehends. Im vom Coronavirus geprägten Jahr 2020 waren es noch immer rund 100 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid, die von Menschen täglich in die Atmosphäre freigesetzt wurden. Aufgrund dieser großen Menge ist Co2 neben dem Wasserdampf auch das wirksamste aller Treibhausgase.

Wasserdampf trägt entscheidend zur globalen Erwärmung bei

Braunkohlekraftwerk Niederaussem, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Bergheim brown coal power station Niederaussem, Germany, North Rhine-Westphalia, Bergheim BLWS519547 Copyright: xblickwinkel/S.xZiesex
Wasserdampf entweicht dem Braunkohlekraftwerk im nordrhein-westfälischen Niederaussem: Wasserdampf trägt entscheidend zum Treibhauseffekt bei.
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Beim Wasserdampf befinden wir uns in einem Teufelskreis. Durch die Erwärmung verdunstet noch mehr Wasser und bildet somit mehr Wasserdampf, der wiederum dafür sorgt, dass sich die Erde weiter erhitzt. Man spricht dann im Zusammenhang mit der globalen Erderwärmung von einer Wasserdampf-Rückkopplung. Vereinfacht ausgedrückt verhält es sich so: Je feuchter und kälter eine Luftschicht, desto weniger Wärme strahlt in den Weltraum ab.

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Was können wir tun, um den Treibhauseffekt zu verlangsamen

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Fossile Brennstoffe heizen den Treibhauseffekt an.
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Nun gibt es viele Möglichkeiten, wie man selber helfen kann, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu verringern. Die meisten sind bekannt. Dazu gehört das Stromsparen oder der Verzicht auf eine Autofahrt, wenn man auch zu Fuß gehen kann. Gerade bei der Fortbewegung ist noch einiges möglich. Reisen mit dem Flugzeug oder dem Kreuzfahrtschiff sollten minimiert werden. Um nicht ganz zu verzichten, denn dafür werden nicht viele Menschen offen sein, müssen wir uns Gedanken über Antriebssysteme machen. Ob da der Elektromotor, der gerade überall propagiert wird, die richtige Wahl ist, sei mal dahingestellt. Denn der dafür notwendige Strom muss auch erstmal CO2-neutral hergestellt werden und der Bau einer Batterie verbraucht auch Unmengen an Ressourcen.

Wichtig wird sein, dass wir bewusster mit unseren Ressourcen umgehen.

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(kfb)

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